
Batumi – WAS MACHT GEORGIEN RICHTIG ATTRAKTIV? Das in Europa kaum bekannte Georgien ist im März 2023 Partnerland der weltweit bedeutendsten und endlich wieder staffindenden Reisemesse ITB. Es wird nun Zeit, das Land, die Menschen, extrem abwechslungsreichen Landschaften und auch die Metropolen ein w
Das in Europa kaum bekannte Georgien ist im März 2023 Partnerland der weltweit bedeutendsten und endlich wieder staffindenden Reisemesse ITB. Es wird nun Zeit, das Land, die Menschen, extrem abwechslungsreichen Landschaften und auch die Metropolen ein wenig vorzustellen. Georgien hat in etwa die Größe von Bayern. Es hat einige kulturelle Besonderheiten, wie auch die endemische Sprache und Schriftzeichen mit einem eigenen Alphabet. Alleine drei Berge sind mind. 5000m hoch, das Land ist ein Eldorado für Sportler, Wanderer, Segler, Schwimmer und Motorradfahrer, hier kann man wirklich fast alles machen.
Motto der hervorragenden Hotels und Restaurants von Georgiens Strandbädern: Schlemmen & Erholen. An der Schwarzmeerküste Georgiens erlebt der Urlauber die Nähe des Großen Kaukasus zum Ufer, ein durchaus aufregender Kontrast: manche Steilhänge des Großen Kaukasus reichen bis an die Küste des Schwarzen Meeres heran. Übrigens hat Georgien drei Berge mit über 5000m Höhe, eine ganze Reihe von Kaukasus-Bergen liegen bei 3000m – 5000m. Die Berge sind heute ein Paradies für Alpin-Sportler, Mountainbiker und Motorradfreaks, aber auch für Naturfreunde ein Paradies: die erstaunliche Artenvielfalt von teilweise endemischen Pflanzen und Tieren am Schwarzen Meer ist eine Sensation. Das Schwarze Meer, gerade im Sommer, ist ebenfalls eine tolle Location für Wassersportler, Segler, Angler aus aller Welt.
So gibt es in Georgien unglaubliche 4100 Pflanzenarten, davon sind etwa 25% endemisch. Auch die Freunde von Tieren aller Art werden hier fündig. So gibt es hier 322 Vogelarten, 84 unterschiedliche Fischarten, 52 Reptilienarten und über 100 Säugetierarten. Raubtiere wie Braunbären, Wölfe, Luchse und Schakale gibt es genauso zu bewundern, wie den (seltenen) Kaukasus Leoparden. Es sollen auch noch asiatische Löwen und kaspische Tiger zu finden sein, aber gesehen hat diese herrlichen Raubkatzen seit Jahren niemand mehr. Immerhin wurden immer wieder Spuren dieser Großkatzen entdeckt, vielleicht kann ein pfiffiger Biologe ja doch nachweisen, dass es ein paar davon bis ins Jahr 2023 geschafft haben.
Reisende aus aller Welt und auch Europäer mögen dieses sympathische Land am Schwarzen Meer. Ist der aktive Urlauber mit der Eisenbahn unterwegs (z.B. von der Hauptstadt Tiflis bis Batumi), könnte er manch eine Region des Landes mit der Schweiz verwechseln. Deswegen ist es für die Entwicklung von Georgien optimal, dass das kleine Land 2023 durch die ITB in Berlin in den Fokus der touristischen Weltöffentlichkeit kommt. Die Pläne von Georgien’s führenden Reiseexperten sind definitiv ambitioniert, aber m.E. umsetzbar, siehe auch Interview mit der stellvertretenden Leiterin der Tourismusbehörden von Georgien, Frau Tamar Koriaui:
Das Gebiet des heutigen Batumi hieß zur Zeit des antiken Griechenlandes “Batis“. Erste Siedler sollen sich bereits vor rund 5000 Jahren auf dem heutigen Metropol Stadtgebiet angesiedelt haben. Unterschiedliche Funde deuten auf 4000 – 5000 Jahre menschlicher Aktivitäten in der Region, verschiedene Ärchologen und Historiker sehen sogar 6000 Jahre Geschichte in und um Batis.
Der Begriff BATIS wird von den altgriechischen Worten Bathis Limin abgeleitet und bedeutet mit anderen Worten so etwas wie ‘ein Hafen der sehr tief ist’. Immer mehr Menschen siedelten sich in den letzten 1000den Jahren an dieser attraktiven Stelle an. An den Südhängen des Kaukasus, östlich des Schwarzen Meers und an der Kreuzung zentraler Handelsrouten von Heer- und Seidenstraße, war Georgien Jahrhunderte lang Durchgangsland für Reisende von den Gebieten des heutigen Euopa nach Persien, Indien oder sogar China. Durch seine strategisch exponierte Lage lag das heutige Georgien stets im Brennpunkt der verschiedenen Interessen, hatte Georgien an allen bedeutenden politischen und kulturellen Epochen seit Menschengedenken teil. Das Bedeutsame dabei ist – wie u.a. Boris Pasternak es passend definiert hat – seine kulturhistorische Kontinuität, die sich Georgien die Jahrtausende hindurch erhalten hat, wechselseitig eintauchend in die großen Kulturkreise Europas und Asiens.
Mitte des 16 Jahrhunderts breitete sich das Osmanische Reich immer weiter aus und annektierte die damals ‘gurische’ Stadt. Der russisch-osmanische Krieg sorgte für eine weitere Veränderung der Situation, durch den Berliner Vertrag des Jahres 1878 wurde die Stadt Russland zugesprochen. Kurz nach der Jahrhundertwende 1901 organisierte der spätere Diktator Josef Stalin Streiks in der heutigen Metropole um mehr Rechte für Arbeiter zu erreichen. Wie ein Ball wurde Batumi zwischen verschiedenen Mächten hin und her gespielt. Die Bedeutung als Handels- und Hafenstadt hat die Metropole allerdings immer erhalten. Seit den 1870er Jahren wurde Batumi ein wichtiger Exporthafen für Mangan, Baumwolle, Holz, Seidenkokons, Holz und Wolle. Seit 1883 wurde außerdem ein riesiger Erdölhandelsplatz auf dem Hafengebiet entwickelt. Bereits vor 140 Jahren gab es eine Eisenbahnstrecke zwischen dem heutigen Batumi und den Erdöl-Fördergebieten um Baku im heutigen Aserbaidschan. Diese Bahnlinie funktioniert bis heute…
Die am schnellsten wachsende und sich auch verändernde Stadt in Georgien ist seit Jahren Batumi. Wer etwa vor 15 Jahren in dieser Metropole an der Küste war, wird die Stadt nur schwer wieder erkennen. Dabei wurde vieles zum Positiven verändert, hässliche Bauten wurden saniert und neue, wirklich aufregende Gebäude zieren heutzutage die Skyline von Batumi. Sehenswürdigkeiten wie der von einem spanischen Unternehmen im Jahre 2009 gebaute und rund 180m hohe ‘Alphabetic Tower’ mit einem 360 Grad begehbaren Restaurant oder zahlreiche Museen beweisen den Willen dieses Besuchermagneten, den Bewohnern und Urlaubern viel zu bieten. Die Hauptstadt von ‘Adscharien’ (ähnlich eines Bundeslandes in Deutschland) ist Batumi. Diese dynamisch wachsende Hafenstadt wurde in den letzten 10 Jahren aufwändig saniert und wird immer ‘feiner’. Die besondere Attraktion von Batumi ist die Palmen gesäumte Primorsky Strandpromenade.
Wir werden auch die Gelegenheit nutzen und das Radisson Blu Hotel in Tiflis und das eben genannte Weingut Tsinandali Estate zu besuchen. Mit Sicherheit eines der Highlights einer Reise durch den Südkaukasus.
Zum Jahreswechsel 2022/23 werden wir uns nun einigen Inhaber-geführten Privat-Hotels in Batumi widmen, die kaum mediale Präsenz bekommen, aber ebenfalls eine Erwähnung verdienen. Denn nicht jeder Gast mag die gediegene Atmosphäre eines der führenden Hotels vor Ort, auch kleine und inhabergeführte Häuser versprechen den Gästen eine gute Unterkunft und einen individuellen Service.
Willkommen in Georgien, dem Partnerland der ITB 2023 in Berlin!