87,7 Prozent der Stimmen für die bisherige Frauensprecherin
Mit überwältigender Mehrheit wurde Jasmina Malkoč zur neuen Vorsitzenden der Jungen Generation Wien gewählt. Sie folgt Alexander Ackerl nach.
Ein Führungswechsel mit klarem Mandat: Jasmina Malkoč wurde mit beeindruckenden 87,7 Prozent zur neuen Vorsitzenden der Jungen Generation Wien gewählt. Bei der gestrigen Konferenz unter dem Motto "Solidarisch in Wien. Vereint in Europa" folgt sie Gemeinderat und Landtagsabgeordnetem Alexander Ackerl nach, der die Jugendorganisation der Wiener SPÖ vier Jahre lang geleitet hatte.
Das deutliche Wahlergebnis unterstreicht das Vertrauen der Delegierten in Malkočs politische Arbeit. Die bisherige Frauensprecherin der Organisation hatte sich in den vergangenen Jahren einen Namen als engagierte Kämpferin für Gleichberechtigung und Minderheitenschutz gemacht. Ihr Wahlsieg markiert einen klaren Aufbruch für die Junge Generation Wien, die als wichtige Stimme innerhalb der Wiener Sozialdemokratie gilt.
Bürgermeister Michael Ludwig, der als Landesparteivorsitzender der SPÖ Wien fungiert, gratulierte der neuen Vorsitzenden herzlich: "Die Junge Generation ist eine wichtige Stimme unserer Bewegung und trägt zur politischen Weiterentwicklung bei. Mit Jasmina Malkoč übernimmt eine hochengagierte, politisch klare und verbindende Persönlichkeit diese Aufgabe."
Malkoč bringt umfassende Erfahrung in der Jugend- und Gleichstellungspolitik mit. Als Frauensprecherin der Jungen Generation Wien setzte sie sich besonders für Themen wie Geschlechtergerechtigkeit und den Schutz von Minderheiten ein. SPÖ Wien-Landesparteisekretär Jörg Neumayer hebt ihre bisherige Arbeit hervor: "Als Frauensprecherin hat Jasmina Malkoč politische Stärke und Durchsetzungskraft bewiesen und sich mit viel Herzblut und Elan für Gleichberechtigung eingesetzt."
Die neue Vorsitzende steht vor der Aufgabe, die Junge Generation Wien in herausfordernden Zeiten zu führen. Neumayer betont die Bedeutung einer starken Stimme für junge Erwachsene: "Gerade in herausfordernden Zeiten braucht es eine starke Stimme für junge Erwachsene, die Perspektiven zeichnet und politische Lösungen einfordert."
Die Konferenz setzte nicht nur personelle, sondern auch inhaltliche Akzente. Mit ihrer Leitresolution bekannte sich die Junge Generation Wien zu einem sozialen und solidarischen Europa. Die jungen Sozialdemokraten positionierten sich klar gegen eine Politik, die Sicherheit gegen sozialen Zusammenhalt ausspielt. Stattdessen sehen sie in Investitionen in Bildung, leistbares Wohnen, Klimaschutz und eine starke Demokratie den Schlüssel für echte Sicherheit.
Diese europapolitische Ausrichtung findet auch die Unterstützung der Wiener SPÖ-Führung. Bürgermeister Ludwig betont die Bedeutung eines geeinten Europas: "Die regelbasierte internationale Ordnung, die Europa über Jahrzehnte Frieden und Stabilität ermöglicht hat, gerät zunehmend unter Druck. Gerade in einer solchen Zeit darf Europa nicht zögern oder auseinanderdriften."
Ludwig sieht in einem starken Europa keine abstrakte Vision, sondern eine konkrete Notwendigkeit: "Es braucht Geschlossenheit, strategische Handlungsfähigkeit und den klaren Willen, unsere demokratischen Grundwerte zu verteidigen. Ein starkes Europa ist die zentrale Voraussetzung dafür, Frieden zu sichern, wirtschaftliche Souveränität zu bewahren und sozialen Zusammenhalt dauerhaft zu gewährleisten."
Bei allem Fokus auf die Zukunft wurde auch die Arbeit des scheidenden Vorsitzenden Alexander Ackerl gewürdigt. Ludwig und Neumayer dankten ihm für seine vierjährige Führung der Jungen Generation Wien. "Alexander Ackerl hat in den vergangenen vier Jahren wichtige Akzente gesetzt. Seine Erfahrung bringt er nun auch im Wiener Gemeinderat und Landtag ein", so die beiden SPÖ-Vertreter.
Besonders hervorgehoben wurde Ackerls Einsatz bei der Wiener Landtags- und Gemeinderatswahl 2025. Hier konnte die SPÖ Wien bei den jungen Wählerinnen und Wählern als stärkste Kraft abschneiden – ein Erfolg, der auch der Arbeit der Jungen Generation zugeschrieben wird.
Mit Jasmina Malkoč an der Spitze beginnt für die Junge Generation Wien ein neues Kapitel. Die Organisation, die als wichtiger Nachwuchsmotor der Wiener SPÖ gilt, will unter ihrer Führung eigene Schwerpunkte setzen und sich mit klarer Haltung weiterentwickeln.
Die neue Vorsitzende steht vor der Herausforderung, die Interessen junger Menschen in Wien zu vertreten und gleichzeitig europapolitische Akzente zu setzen. Ihr Wahlmotto "Solidarisch in Wien. Vereint in Europa" deutet bereits die Richtung an, in die sie die Organisation führen will.
Aufbauend auf der Arbeit der vergangenen Jahre will Malkoč die Junge Generation Wien mit frischen Impulsen weiterentwickeln. Ihre Erfahrung in der Gleichstellungspolitik und ihr starkes Wahlergebnis geben ihr das nötige Mandat für Reformen und neue Schwerpunktsetzungen.
Die Wahl von Jasmina Malkoč zeigt auch den Wandel innerhalb der österreichischen Sozialdemokratie. Mit einer Frau an der Spitze der wichtigsten Nachwuchsorganisation der Wiener SPÖ setzt die Partei ein Signal für Diversität und moderne Führung.
Für die Wiener Sozialdemokratie ist die erfolgreiche Führung der Jungen Generation von strategischer Bedeutung. Sie dient nicht nur als Talentschmiede für künftige Funktionäre, sondern auch als Seismograph für die Stimmung unter jungen Wählerinnen und Wählern. Mit Malkoč hat die Organisation eine Vorsitzende gewählt, die sowohl inhaltliche Kompetenz als auch die Fähigkeit zur politischen Mobilisierung mitbringt.