Wien steht im November 2025 ganz im Zeichen von Johann Strauss. Die Stadt, bekannt für ihre reiche Musiktradition und als Heimat des berühmten Walzerkönigs, präsentiert eine Reihe von Veranstaltungen, die das Erbe von Strauss auf spannende und innovative Weise zelebrieren. Von Theateraufführungen üb
Wien steht im November 2025 ganz im Zeichen von Johann Strauss. Die Stadt, bekannt für ihre reiche Musiktradition und als Heimat des berühmten Walzerkönigs, präsentiert eine Reihe von Veranstaltungen, die das Erbe von Strauss auf spannende und innovative Weise zelebrieren. Von Theateraufführungen über Konzerte bis hin zu modernen Kunstprojekten – für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Den Auftakt macht das Projekt So This Is Vienna!, das im METRO Kinokulturhaus gezeigt wird. Dieses außergewöhnliche Mashup-Projekt von toxic dreams interpretiert Ernst Lubitschs Stummfilmklassiker So This Is Paris aus dem Jahr 1926 neu. Der Film basiert auf derselben französischen Komödie wie Johann Strauss’ Operette Die Fledermaus. Diese Verbindung schafft eine spannende Symbiose zwischen Filmkunst und Operette, die durch die moderne Bearbeitung des Komponisten Michael Strohmann noch verstärkt wird. Die Aufführungen finden vom 10. bis 16. November statt und versprechen ein sardonisches Unterfangen rund um Partnertausch und champagnergetriebene Tanzbälle.
Das JUNGE THEATER WIEN präsentiert unter dem Titel JUNGE THEATER IM ¾-TAKT drei Produktionen, die sich speziell an ein junges Publikum richten. Vom 17. bis 23. November können Kinder und Jugendliche in den Bezirken Favoriten, Simmering, Donaustadt und Liesing Schauspiel, Musik und Tanz erleben. Für die Kleinsten gibt es das Ball-Konzert, das Kinder ab 2 Jahren in die Welt des Walzers einführt. Ältere Kinder ab 4 Jahren können in Fledermäuse die Verbindung zwischen dem Sozialleben der Tiere und der Operette Die Fledermaus entdecken. Für Jugendliche ab 14 Jahren dreht sich in der Performance Wo ist Walzer? alles um das Thema Heimat.
Am 23. November widmet sich die Weltklasse-Sopranistin Diana Damrau im Theater an der Wien der außergewöhnlichen Marie Geistinger, der ersten Direktorin des Hauses und einer prägenden Figur der frühen Operette. Geistinger inspirierte Johann Strauss zu seinen ersten Operetten und verkörperte deren Heldinnen. In einem besonderen Konzert vereint Damrau die großen Diven der klassischen Wiener Operette in einem Abend voller Feuer und Lebenslust.
Am 27. November wird im MuseumsQuartier Wien das KI-Forschungsprojekt Walzersymphonie vorgestellt. Das Ars Electronica Futurelab hat gemeinsam mit Studierenden über ein Jahr lang das kreative Potenzial von Künstlicher Intelligenz in der Musik erkundet. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit wird vom Bruckner Orchester Linz uraufgeführt. Neben neuen Kompositionen, die in ko-kreativer Zusammenarbeit mit dem KI-System Ricercar entstanden sind, wird auch eine neue Komposition von Roland Neuwirth präsentiert. Im Anschluss an das Konzert diskutieren Experten über das kreative Potenzial und die Grenzen von KI in der Kunst.
Am 29. November feiert die Märchenoperette Aschenbrödels Traum in der Volksoper Wien Premiere. Diese Familien-Operette von Martina Eisenreich und Axel Ranisch nimmt das Fragment eines unvollendeten Aschenbrödel-Balletts von Johann Strauss zum Ausgangspunkt. Das Werk verbindet drei Zeitebenen – 1899, die Ballett-Handlung und Wien 2025 – und thematisiert Selbstfindung und Emanzipation. Die Neukomposition von Eisenreich spürt dem künstlerischen Geist von Strauss nach und überträgt Zitate des Walzerkönigs in eine zeitgenössische musikalische Welt.
Für alle, die das Erbe von Johann Strauss aus einer ganz anderen Perspektive erleben möchten, bietet der Escape Room Schatten des Zweifels – Im Kopf des Genies im MuseumsQuartier eine spannende Möglichkeit. Dieser von Deborah Sengl konzipierte Raum ist seit Januar 2025 täglich geöffnet und bietet einen außergewöhnlichen Zugang zu Strauss' Innen- und Außenwelten. Der Escape Room verbindet Spannung mit Reflexion über Image, Wünsche und Ängste und bietet gerade rund um den 200. Geburtstag von Strauss einen ungewöhnlichen Zugang zu seinem Erbe.
Die Veranstaltungen rund um Johann Strauss im November 2025 zeigen eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig die Wiener Kulturszene ist. Mit einem Mix aus traditionellen und modernen Elementen wird das Erbe von Strauss auf innovative Weise weitergeführt. Die Einbindung von Künstlicher Intelligenz in die Musikproduktion könnte ein Vorgeschmack auf zukünftige Entwicklungen in der Kunstwelt sein. Gleichzeitig zeigen die Aufführungen, dass die Operette nach wie vor ein fester Bestandteil der Wiener Kultur ist und auch junge Menschen anspricht.
Für Wien als Kulturmetropole ist es von großer Bedeutung, das Erbe von Künstlern wie Johann Strauss lebendig zu halten und gleichzeitig Raum für Innovationen zu schaffen. Die Veranstaltungen im November 2025 sind ein Beweis dafür, dass dies gelingt. Sie bieten nicht nur ein reichhaltiges Programm für Besucher aus aller Welt, sondern auch eine Plattform für Künstler, ihre Werke einem breiten Publikum zu präsentieren.
Insgesamt verspricht der November 2025 ein kulturelles Highlight nach dem anderen. Ob man nun ein Fan der klassischen Operette ist oder sich für moderne Kunstprojekte interessiert – in Wien kommt jeder auf seine Kosten. Die Stadt zeigt einmal mehr, warum sie als eine der führenden Kulturhauptstädte Europas gilt.