Am 6. November 2025 erlebte Wien einen besonderen Abend, als der renommierte Journalismuspreis Integration 2025 verliehen wurde. Dieser Preis, initiiert vom Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) und dem Expertenrat für Integration, würdigt jährlich herausragende journalistische Arbeiten, die sich
Am 6. November 2025 erlebte Wien einen besonderen Abend, als der renommierte Journalismuspreis Integration 2025 verliehen wurde. Dieser Preis, initiiert vom Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) und dem Expertenrat für Integration, würdigt jährlich herausragende journalistische Arbeiten, die sich mit den komplexen Themen Integration und Migration auseinandersetzen. Die Veranstaltung, die in der österreichischen Hauptstadt stattfand, unterstreicht die Bedeutung einer sachlichen und lösungsorientierten Debatte in diesen Bereichen.
Seit seiner Einführung hat sich der Journalismuspreis Integration zu einem wichtigen Instrument entwickelt, um die mediale Auseinandersetzung mit Migrationsthemen zu fördern. Der Preis wird in vier Kategorien vergeben: Print/Online, TV und Video, Radio und Podcast sowie Nachwuchs. Diese Kategorien spiegeln die Vielfalt der Medienlandschaft wider und bieten jungen Talenten eine Plattform, um ihre Arbeiten zu präsentieren.
Die Auswahl der Preisträger obliegt einer Fachjury, die sich aus renommierten Persönlichkeiten der Medien- und Integrationslandschaft zusammensetzt. Unter dem Vorsitz von Dr. Hans Winkler, einem Mitglied des Expertenrats für Integration, wurden rund 80 eingereichte Beiträge bewertet. Die Jury legt besonderen Wert auf Beiträge, die aktuelle Entwicklungen aufgreifen und sowohl Chancen als auch Herausforderungen der Integration sichtbar machen.
In der Kategorie Radio und Podcast wurde Anna Wallner von der Presse für ihren Beitrag „Allahs Influencer: Wie der radikale Islam auf TikTok hip wurde und was man dagegen tun sollte“ ausgezeichnet. Ihre Arbeit beleuchtet den Einfluss sozialer Medien auf die Radikalisierung junger Menschen.
Ajda Sticker vom ORF erhielt den Preis in der Kategorie TV und Video für ihre Reportagen-Serie „betrifft: uns – Reportagen ohne Filter“. Ihre Beiträge thematisieren die Lebensrealitäten von Zugewanderten und die Herausforderungen des Zusammenlebens in Österreich.
In der Kategorie Print/Online überzeugte das Team von Der Pragmaticus mit ihrem Dossier „Worauf wir Wert legen“. Andreas Schnauder, Thomas Eppinger und Thomas Trescher diskutieren darin die Grundlagen, die für eine gelungene Integration notwendig sind.
Der Nachwuchspreis ging an Sarah Emminger vom Kurier. Ihr Beitrag „Sie kamen, sahen und pflegten“ setzt sich mit der Integration von Pflegekräften aus dem Ausland auseinander und beleuchtet den Fachkräftemangel im österreichischen Pflegebereich.
Die Themen, die im Rahmen des Journalismuspreises Integration behandelt werden, sind von zentraler Bedeutung für die österreichische Gesellschaft. Die Integration von Migranten und Flüchtlingen stellt eine der größten Herausforderungen dar, mit der Österreich und viele andere europäische Länder konfrontiert sind. Historisch gesehen hat Österreich eine lange Tradition als Einwanderungsland, was sich in der Vielfalt der Kulturen und Ethnien widerspiegelt, die das Land prägen.
Im Vergleich zu anderen Ländern wie Deutschland und der Schweiz verfolgt Österreich einen integrativen Ansatz, der auf Bildung und Arbeitsmarktintegration abzielt. Diese Strategien sind entscheidend, um die Integration nachhaltig zu gestalten und den sozialen Zusammenhalt zu fördern.
Die Auswirkungen einer erfolgreichen Integration sind weitreichend. Sie tragen nicht nur zur wirtschaftlichen Stabilität bei, sondern fördern auch das kulturelle Verständnis und die soziale Kohäsion. Ein Beispiel hierfür ist die Integration von Pflegekräften aus dem Ausland, die zur Entlastung des österreichischen Gesundheitssystems beiträgt und gleichzeitig kulturelle Vielfalt in den Pflegeberufen fördert.
Die Zukunft der Integration in Österreich hängt von der Fähigkeit ab, flexible und innovative Lösungen zu entwickeln, die den sich wandelnden Herausforderungen gerecht werden. Dazu gehören Maßnahmen zur Radikalisierungsprävention sowie zur Stärkung von Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund. Die Förderung von Bildung und die Schaffung von Arbeitsplätzen sind zentrale Elemente, um die Integration zu unterstützen und nachhaltig zu gestalten.
Die Erfolge des Journalismuspreises Integration zeigen, dass es möglich ist, durch fundierte Berichterstattung und engagierten Journalismus einen positiven Beitrag zur Integrationsdebatte zu leisten. Der Preis ermutigt Medienschaffende, weiterhin kritisch und lösungsorientiert über Migrationsthemen zu berichten.
Der Journalismuspreis Integration 2025 hat erneut gezeigt, wie wichtig es ist, differenzierte und fundierte Beiträge zu fördern, die sich mit den Herausforderungen und Chancen der Integration auseinandersetzen. Die ausgezeichneten Arbeiten leisten einen wertvollen Beitrag zur öffentlichen Debatte und tragen dazu bei, ein besseres Verständnis für die komplexen Themen der Migration zu schaffen.
Wie sehen Sie die Zukunft der Integration in Österreich? Teilen Sie Ihre Gedanken und diskutieren Sie mit uns. Weitere Informationen zu den Preisträgern und ihren Arbeiten finden Sie auf der Webseite des Österreichischen Integrationsfonds.