Langjährige Bezirksrätin übernimmt nach Angelobung durch Bürgermeister Ludwig
Die erfahrene SPÖ-Politikerin Julia Lessacher folgt auf Markus Rumelhart und setzt auf Bürgerbeteiligung und Lebensqualität im 6. Bezirk.
Mit Julia Lessacher hat Mariahilf eine neue Bezirksvorsteherin. Am 26. Februar wurde sie von Bürgermeister Dr. Michael Ludwig in ihr Amt eingeführt und folgt damit auf Markus Rumelhart, der diese Position elf Jahre lang innehatte. Rumelhart musste sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zurücklegen. Die neue Bezirkschefin bringt jahrzehntelange Erfahrung in der Lokalpolitik mit und will den 6. Bezirk durch verstärkte Bürgerbeteiligung und pragmatische Lösungen weiterentwickeln.
Julia Lessacher ist keine Unbekannte in der Mariahilfer Bezirkspolitik. Seit 1. Dezember 2005 arbeitet sie bereits als Bezirksrätin und kennt die Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohner aus erster Hand. In den vergangenen vier Jahren war sie als Bezirksvorsteher-Stellvertreterin tätig und führte gleichzeitig den Vorsitz der Bezirksvertretung sowie der Kommission für Planung, Entwicklung und Gestaltung.
In diesen Funktionen prägte sie bereits maßgeblich die Entwicklung des Bezirks mit. Ein besonderes Herzensanliegen waren ihr dabei die Mariahilfer Frauenwochen, die sie über viele Jahre hinweg organisierte. Diese Veranstaltungsreihe spiegelt ihr Engagement für die Gleichstellung und die Stärkung der Frauenrechte wider.
Ihr politischer Werdegang begann bereits 2002 mit dem Eintritt in die SPÖ Mariahilf. Als Mutter eines Sohnes durchlief sie verschiedene Parteifunktionen, darunter den Vorsitz der Jungen Generation Mariahilf. Beruflich war sie im Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband (SWV) für Kommunikation und Werbung verantwortlich und sammelte zuvor Erfahrungen in der SPÖ-Bundesgeschäftsstelle.
"Die Politik von heute prägt das Bild Mariahilfs für morgen", betont Lessacher ihre Verantwortung als neue Bezirksvorsteherin. Ihre Strategie basiert auf drei Säulen: Probleme frühzeitig erkennen, transparent aufzeigen und pragmatische Lösungen entwickeln. Dabei will sie stets die finanziellen Möglichkeiten des Bezirks im Blick behalten und die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv in Entscheidungsprozesse einbinden.
Unterstützung erhält sie dabei von GR, LAbg und Bezirksparteivorsitzender der SPÖ Mariahilf, Peko Baxant: "Julia Lessacher steht für ein Mariahilf, in dem Vielfalt gelebt wird und verschiedene Bedürfnisse im Einklang stehen. Ihr Anspruch ist es, einen fairen Interessenausgleich zu schaffen – zwischen Jung und Alt, zwischen unterschiedlichen Nutzungsansprüchen im öffentlichen Raum und zwischen den Anforderungen der Gegenwart und den Notwendigkeiten für die Zukunft."
Die kommenden Jahre stehen unter dem Motto der Lebensqualitätsverbesserung. Lessacher setzt dabei auf drei zentrale Bereiche: mehr Raum zum Leben, mehr Begrünung und ein verstärktes Miteinander. Das Zusammenleben im öffentlichen Raum soll durch kreative Ansätze gefördert werden, wobei sie besonderen Wert auf die Bedürfnisse aller Altersgruppen legt.
Ein wichtiger Baustein dieser Strategie ist die Stärkung der Bezirksparks als Orte der Erholung und des Wohlbefindens. Die bereits sanierten Schulen sollen ihr hohes Qualitätsniveau halten und weiter ausgebaut werden. Als Beispiel für erfolgreiche Stadtentwicklung verweist Lessacher auf den Naschpark, der als neue Grünfläche entstanden ist – ein Ort zum Durchatmen, Erholen und Abkühlen, wo früher nur Beton war.
Ergänzend dazu bietet der Marktraum den Bewohnerinnen und Bewohnern regionale und frische Produkte in Gehweite. Diese Kombination aus Grünraum und Nahversorgung zeigt die ganzheitliche Herangehensweise der neuen Bezirksvorsteherin an die Stadtentwicklung.
Ein besonderes Anliegen ist Lessacher die Verbesserung der Situation rund um die U-Bahnstation Gumpendorfer Straße. Obwohl diese Herausforderung in Bundeskompetenz liegt, will sie das Thema auf allen politischen Ebenen ansprechen. "Für die Anrainerinnen und Anrainer ist das wichtig. Das Zusammenleben muss verbessert werden", erklärt die Bezirksvorsteherin.
Ein zentrales Vorhaben ist die Neugestaltung der Gumpendorfer Straße zu einer zukunftstauglichen Verkehrsachse. Dabei bilden die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung die Grundlage für alle weiteren Planungen. Schritt für Schritt sollen die Wünsche der Bevölkerung verantwortungsvoll und unter Berücksichtigung der verfügbaren finanziellen Mittel umgesetzt werden. In die Planung werden auch die angrenzenden Nebengassen wie die Windmühlgasse, Fillgradergasse und Theobaldgasse einbezogen.
Weitere wichtige Projekte umfassen die Fortführung der Initiative "Raus aus Gas", um den Bezirk klimafreundlicher zu gestalten. Das Klimateam-Projekt "Klimahimmel" sieht die Schaffung eines umweltresilienten Schulvorplatzes in der Corneliusgasse vor. Zusätzlich stehen die Sanierung der Mariahilfer Ballspielplätze und die Entwicklung eines Konzepts für eine neue WC-Anlage auf der Mariahilfer Straße auf der Agenda.
Diese Projekte zeigen das breite Spektrum der geplanten Maßnahmen: von der Klimaanpassung über die Sportinfrastruktur bis hin zur Verbesserung der öffentlichen Ausstattung. Alle Vorhaben sollen dazu beitragen, Mariahilf als lebenswerten Bezirk für alle Generationen zu stärken.
"Mariahilf ist ein Zuhause für Familien, für junge Menschen und für die ältere Generation. Ein Bezirk, in dem Vielfalt gelebt wird", beschreibt Lessacher ihre Vision. Diese Vielfalt sieht sie als besondere Stärke des 6. Bezirks und will sie gezielt fördern.
Ihr Führungsstil basiert auf drei Prinzipien: einem offenen Ohr für die Anliegen der Bevölkerung, einem klaren Blick nach vorne und echter Bürgerbeteiligung. "Die besten Ideen entstehen dort, wo Menschen mitreden können", ist sie überzeugt. Dieser partizipative Ansatz soll sicherstellen, dass die Entwicklung des Bezirks den tatsächlichen Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner entspricht.
Als neue Bezirksvorsteherin übernimmt Lessacher eine Position mit vielfältigen Herausforderungen. Der 6. Bezirk ist geprägt von seiner zentralen Lage und der damit verbundenen hohen Frequentierung. Gleichzeitig bietet diese Lage aber auch besondere Chancen für innovative Stadtentwicklungsprojekte.
Die Balance zwischen verschiedenen Nutzungsansprüchen – Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Erholung – erfordert sensible und durchdachte Lösungen. Lessacher setzt dabei auf einen kontinuierlichen Dialog mit allen Beteiligten und eine schrittweise Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen.
Mit ihrer langjährigen Erfahrung in der Bezirkspolitik und ihrem Fokus auf Bürgerbeteiligung bringt die neue Bezirksvorsteherin die nötigen Voraussetzungen mit, um Mariahilf erfolgreich in die Zukunft zu führen. Ihre Vision eines gemeinsam gestalteten Bezirks, in dem Vielfalt geschätzt wird und alle Generationen ihren Platz finden, könnte zum Modell für andere Stadtteile werden.