Wien – Ein Theaterereignis der Superlative erschütterte die Kulturszene der Hauptstadt: Am 12. September 2025 feierte das Volkstheater Wien eine mit Spannung erwartete Premiere, die den legendären Jura Soyfer ins Rampenlicht rückte. Doch das war nur der Anfang eines Spektakels, das die Zuschauer in
Wien – Ein Theaterereignis der Superlative erschütterte die Kulturszene der Hauptstadt: Am 12. September 2025 feierte das Volkstheater Wien eine mit Spannung erwartete Premiere, die den legendären Jura Soyfer ins Rampenlicht rückte. Doch das war nur der Anfang eines Spektakels, das die Zuschauer in seinen Bann zog und eine Welle der Begeisterung auslöste.
Die neue Direktion des Volkstheaters, angeführt von Jan Philipp Gloger, hinterlässt bereits wenige Tage nach Amtsantritt einen bleibenden Eindruck. Mit einer Inszenierung, die Jura Soyfers Werke in ihrer ganzen Sprachvielfalt präsentiert, gelang es Gloger, das Publikum zu fesseln und die Medien zu beeindrucken. Die Premiere wurde von einem großen Fest begleitet, das Besucher aus Wien und vielen anderen Ländern anlockte.
Jura Soyfer, geboren 1912 in einer russischsprachigen Familie, ist ein literarisches Phänomen. Seine ersten Gedichte entstanden auf Französisch, doch heute sind seine Werke in über 50 Sprachen übersetzt. Seine Schriften sind geprägt von der politischen Situation seiner Zeit und spiegeln den Kampf gegen die austrofaschistische Diktatur wider.
Soyfers Fähigkeit, ein internationales Publikum zu erreichen, war erstaunlich. Selbst unter repressiven Bedingungen fand er Wege, seine Stimme zu erheben - sei es durch Veröffentlichungen in der „Wiener Tag“ oder in internationalen Medien wie der „Deutschen Freiheit“ in Saarbrücken und „New Writing“ in London.
Am 14. September 2025 folgte die ZOOM Matinee, die als intellektuelles Highlight gefeiert wurde. Unter der Moderation von Herbert Arlt, dem Vorsitzenden der Jura Soyfer Gesellschaft, diskutierten prominente Persönlichkeiten wie die Dramaturgin Katharina Gerschler, der Schauspieler Tony Scholl und mehrere internationale Universitätsprofessoren die Bedeutung von Soyfers Werk in der heutigen Zeit.
Die Matinee war nicht nur eine Hommage an Soyfer, sondern auch ein Aufruf zu einem neuen Umgang mit Kunst jenseits von Machtspielen und Propaganda. Die Diskussionen wurden live auf dem Jura Soyfer Channel übertragen, was eine noch breitere Öffentlichkeit erreichte.
Ein zentraler Punkt der Matinee war die Polyphonie von Soyfers Werken. Die Übersetzungen in Sprachen wie Arabisch und Zulu zeigen, wie relevant und verbindend seine Texte auch heute noch sind. Die Professorinnen Rania Elwardy und Anette Horn betonten, wie wichtig es sei, Soyfers Botschaften weltweit zugänglich zu machen.
„Soyfers Werke sind ein Beweis dafür, dass Kunst nicht nur unterhalten, sondern auch Brücken zwischen Kulturen bauen kann“, erklärte eine der Professorinnen.
Für die Wiener war diese Inszenierung nicht nur ein kulturelles Highlight, sondern auch eine Gelegenheit, die eigene Geschichte neu zu entdecken. Soyfers Auseinandersetzung mit der politischen Situation seiner Zeit spiegelt sich in den Erfahrungen vieler Wiener wider, deren Familien durch ähnliche historische Umbrüche geprägt wurden.
„Es ist inspirierend zu sehen, wie Soyfers Texte auch heute noch Relevanz besitzen und uns daran erinnern, dass wir aus der Vergangenheit lernen müssen“, sagte ein begeisterter Zuschauer nach der Vorstellung.
Die Premiere und die anschließende Matinee sind nur der Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen, die das Volkstheater unter der neuen Leitung plant. Ziel ist es, Soyfers Werke nicht nur auf der Bühne, sondern auch im digitalen Raum zu etablieren. Eine Herausforderung, die das Potenzial hat, das Theatererlebnis revolutionär zu verändern.
„Wir stehen erst am Anfang einer aufregenden Reise“, so Gloger. „Unser Ziel ist es, Soyfers Werk einem noch breiteren Publikum zugänglich zu machen und die Kunstszene Wiens nachhaltig zu bereichern.“
Die Wiederentdeckung Jura Soyfers im Volkstheater ist ein kultureller Meilenstein, der weit über die Grenzen Wiens hinausstrahlt. Seine Werke sind ein Aufruf zur Toleranz und zum Dialog zwischen den Kulturen. Das Volkstheater hat mit dieser Inszenierung nicht nur die Vergangenheit lebendig gemacht, sondern auch einen wichtigen Schritt in eine kulturell vielfältige Zukunft getan.
Die Resonanz auf Soyfers Werke zeigt, dass Kunst auch in Zeiten politischer Turbulenzen eine wichtige Rolle spielt. Die Inszenierung im Volkstheater ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Kunst Brücken schlagen und Menschen weltweit inspirieren kann.
Mit dieser fulminanten Premiere hat das Volkstheater die Latte hoch gelegt und die Erwartungen an kommende Produktionen enorm gesteigert. Theaterliebhaber dürfen gespannt sein, welche Überraschungen die neue Direktion noch bereithält.