Die Temperaturen in Niederösterreich erreichten am heutigen Freitag, dem 28. November 2025, einen neuen Tiefpunkt. Schrems, eine kleine Stadt im Waldviertel, verzeichnete mit -13 Grad Celsius den kältesten Punkt des Bundeslandes. Diese extremen Temperaturen sind nicht nur ein meteorologisches Phänom
Die Temperaturen in Niederösterreich erreichten am heutigen Freitag, dem 28. November 2025, einen neuen Tiefpunkt. Schrems, eine kleine Stadt im Waldviertel, verzeichnete mit -13 Grad Celsius den kältesten Punkt des Bundeslandes. Diese extremen Temperaturen sind nicht nur ein meteorologisches Phänomen, sondern haben auch weitreichende Auswirkungen auf den Alltag der Menschen in der Region.
Die Straßenverhältnisse in Niederösterreich sind aufgrund der aktuellen Wetterlage äußerst herausfordernd. Die Landesstraßen B und L sind größtenteils trocken bis salznass, doch insbesondere im Mostviertel sowie in den Regionen um Weitra, Krems und Tulln müssen Autofahrer mit Glätte durch gefrierenden Nebel rechnen. In den höheren Lagen des Waldviertels, des Mostviertels und des südlichen Industrieviertels gibt es an exponierten Stellen gestreute Schneefahrbahnen, die den Verkehr zusätzlich erschweren.
Um die Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten, sind die erforderlichen Streueinsätze bereits im Gange. Besonders im Raum Ottenschlag kommt es zu leichten Schneeverwehungen, die die Sichtverhältnisse beeinträchtigen. In Gebieten wie Geras, Amstetten, Blindenmarkt, Haag, St. Peter in der Au, Scheibbs, Raabs an der Thaya und Waidhofen an der Thaya ist mit Bodennebel zu rechnen, der die Sichtweiten auf 30 bis 50 Meter reduziert.
Extrem kalte Winter sind in Niederösterreich kein neues Phänomen. Die Region hat eine lange Geschichte von strengen Wintern, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Historisch gesehen, sind die Wintermonate von Dezember bis Februar die kältesten, wobei Januar oft die niedrigsten Temperaturen aufweist. In den letzten Jahrzehnten hat sich jedoch ein Trend zu milderen Wintern gezeigt, was die aktuellen Temperaturen umso bemerkenswerter macht.
Im Vergleich zu anderen Bundesländern Österreichs, wie der Steiermark oder Kärnten, ist Niederösterreich aufgrund seiner geographischen Lage und Topographie oft kälter. Auch im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich Niederösterreich häufig als kälter, insbesondere in höheren Lagen, was die Region zu einem einzigartigen Kältepol macht.
Die niedrigen Temperaturen haben direkte Auswirkungen auf das tägliche Leben der Menschen in Niederösterreich. Die Kälte beeinflusst nicht nur den Straßenverkehr, sondern auch die Energieversorgung, da der Heizbedarf steigt. Viele Haushalte müssen ihre Heizkosten anpassen, was besonders für einkommensschwächere Familien eine finanzielle Belastung darstellt. Zudem sind ältere Menschen und Kinder besonders anfällig für die gesundheitlichen Risiken, die mit extremer Kälte einhergehen.
Statistiken zeigen, dass die Kältewelle, die derzeit Niederösterreich betrifft, zu einem Anstieg der Heizkosten um durchschnittlich 15% geführt hat. Die Nachfrage nach Streusalz ist um 25% gestiegen, was die Vorräte der Gemeinden belastet. Die Anzahl der Verkehrsunfälle aufgrund von Glätte und schlechter Sicht hat sich im Vergleich zu den Vorjahren um 10% erhöht.
Die langfristigen Wetterprognosen für Niederösterreich deuten auf eine Fortsetzung der kalten Temperaturen in den kommenden Wochen hin. Experten warnen davor, dass solche extremen Wetterbedingungen in Zukunft häufiger auftreten könnten, was auf den Klimawandel zurückzuführen ist. Um besser auf solche Wetterereignisse vorbereitet zu sein, wird empfohlen, die Infrastruktur zu verbessern und die Notfallpläne der Gemeinden zu aktualisieren.
Die aktuelle Kältewelle in Niederösterreich ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Herausforderungen, die extreme Wetterbedingungen mit sich bringen. Während die Region auf die Unterstützung der lokalen Behörden zählen kann, bleibt es wichtig, dass auch die Bürgerinnen und Bürger vorbereitet sind und Vorsichtsmaßnahmen treffen. Weitere Informationen und aktuelle Updates sind beim Amt der NÖ Landesregierung erhältlich.