Es ist ein Paukenschlag, der die gesamte Energiebranche erschüttert: Die österreichische Regierung plant eine drastische Kürzung des Absetzbetrags für Investitionen in erneuerbare Energie. Ab Juli sollen statt bisher 72 Euro nur noch 20 Euro pro Megawattstunde absetzbar sein. Experten schlagen Alarm
Es ist ein Paukenschlag, der die gesamte Energiebranche erschüttert: Die österreichische Regierung plant eine drastische Kürzung des Absetzbetrags für Investitionen in erneuerbare Energie. Ab Juli sollen statt bisher 72 Euro nur noch 20 Euro pro Megawattstunde absetzbar sein. Experten schlagen Alarm und warnen vor einem fatalen Rückschritt für die Energiewende.
Unter dem Deckmantel des sogenannten 'Energiekrisenbeitrags' wird eine Kürzung vorgenommen, die weitreichende Folgen für die Zukunft der erneuerbaren Energien haben könnte. Hans-Christian Kirchmeier, Vorsitzender der IG Holzkraft, kritisiert scharf: „Was hier als Energiekrisenbeitrag verkauft wird, ist in Wahrheit ein Budgetkrisenbeitrag.“ Diese Maßnahmen könnten dringend notwendige Projekte lähmen, die entscheidend für die Versorgungssicherheit und angemessene Energiekosten sind.
Die geplanten Kürzungen sind nicht nur ein Schlag ins Gesicht für die Investoren, sondern erhöhen auch die Unsicherheit in der Branche. Mit steigenden Finanzierungskosten und der Gefahr rückwirkender Belastungen wird das Risiko für neue Projekte deutlich erhöht. Trotz gedeckelter Erlöse wird die Attraktivität von Investitionen in erneuerbare Energien untergraben.
Während die erneuerbare Energiebranche unter Druck gerät, bleiben klimaschädliche Subventionen unberührt. Die steuerliche Begünstigung fossiler Strukturen stellt die Zielsetzung in Richtung Unabhängigkeit und Klimaneutralität in Frage. Diese Prioritätensetzung ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich für eine nachhaltige Energiezukunft einsetzen.
Die IG Holzkraft fordert daher unmissverständlich die Rücknahme dieser Verschärfung. Eine Krise, die solche Eingriffe rechtfertigt, sei nicht mehr gegeben. Stattdessen sollte der Fokus auf die Reduzierung klimaschädlicher Förderungen gelegt werden. Investitionen in erneuerbare Energie sind das wichtigste Konjunkturpaket, das Österreich jetzt umsetzen kann.