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Wirtschaft

Kapsch revolutioniert Chiles Verkehr mit neuem Mautsystem

25. November 2025 um 06:43
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Am 25. November 2025 hat Kapsch TrafficCom, ein führendes Unternehmen für intelligente Mobilitätslösungen mit Sitz in Wien, ein bahnbrechendes Free-Flow-Mautsystem in Chile in Betrieb genommen. Dieses System, das erstmals auf der Puente Industrial-Brücke in der Region Bío Bío installiert wurde, mark

Am 25. November 2025 hat Kapsch TrafficCom, ein führendes Unternehmen für intelligente Mobilitätslösungen mit Sitz in Wien, ein bahnbrechendes Free-Flow-Mautsystem in Chile in Betrieb genommen. Dieses System, das erstmals auf der Puente Industrial-Brücke in der Region Bío Bío installiert wurde, markiert einen bedeutenden Schritt in der Modernisierung der chilenischen Straßeninfrastruktur. Die 2,5 km lange Brücke, die Teil einer 6,4 km langen Konzession von Aleática ist, ist die längste Brücke des Landes und ein Paradebeispiel für die Integration moderner Technologie zur Verbesserung des Verkehrsflusses.

Die Technologie hinter dem Free-Flow-Mautsystem

Das von Kapsch entwickelte Multi Lane Free Flow (MLFF) System ermöglicht die automatische Erhebung von Mautgebühren, ohne dass Fahrzeuge anhalten müssen. Dies wird durch die Installation von Mautbrücken in beiden Fahrtrichtungen erreicht. Jede dieser Brücken ist mit hochmodernen Sensoren zur Fahrzeugklassifizierung, hochauflösenden Kameras zur Bildaufnahme und DSRC-Antennen (Dedicated Short Range Communication) ausgestattet, die es ermöglichen, Transponder in Fahrzeugen zu lesen. Diese Technologie sorgt dafür, dass die Transaktionen in Echtzeit aufgezeichnet und verarbeitet werden, was den Verkehrsfluss erheblich verbessert.

Ein Blick auf die historischen Entwicklungen

Die Einführung des Free-Flow-Mautsystems in Chile ist Teil einer globalen Bewegung hin zu effizienteren und umweltfreundlicheren Verkehrslösungen. In Europa und Nordamerika sind solche Systeme bereits weit verbreitet, da sie die Verkehrsstaus reduzieren und die Emissionen senken. In Österreich hat Kapsch bereits ähnliche Systeme implementiert, die sich durch hohe Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit auszeichnen.

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Technologie zur Mauterhebung erheblich weiterentwickelt. Während früher Schranken und Kassenhäuschen den Standard darstellten, ermöglichen moderne Systeme wie das MLFF eine nahtlose Integration in den Verkehrsfluss. Diese Entwicklung ist nicht nur technologisch, sondern auch wirtschaftlich von Bedeutung, da sie die Betriebskosten senkt und die Effizienz steigert.

Vergleich mit Nachbarländern

In Deutschland und der Schweiz sind elektronische Mautsysteme ebenfalls weit verbreitet. Deutschland nutzt das LKW-Mautsystem Toll Collect, das auf GPS-Technologie basiert und eine ähnliche Effizienz wie das chilenische System bietet. In der Schweiz hingegen wird die Schwerverkehrsabgabe (LSVA) erhoben, die auf einem kombinierten System von GPS und On-Board-Units basiert. Beide Länder haben gezeigt, dass elektronische Mautsysteme nicht nur die Verkehrsflüssigkeit verbessern, sondern auch die Einnahmen für die Instandhaltung der Infrastruktur erhöhen können.

Auswirkungen auf die Bürger

Für die Bürger Chiles bedeutet die Einführung des Free-Flow-Mautsystems eine erhebliche Verbesserung des täglichen Pendelns. Ohne die Notwendigkeit anzuhalten, können Fahrzeuge die Brücke schneller und effizienter überqueren, was zu einer Reduzierung der Reisezeiten führt. Darüber hinaus trägt das System zur Verringerung der Schadstoffemissionen bei, da weniger Stop-and-Go-Verkehr entsteht. Ein weiteres Beispiel ist die verbesserte Sicherheit, da das Risiko von Auffahrunfällen an Mautstellen minimiert wird.

Mehr Informationen zu Kapsch und dem Projekt

Zahlen und Fakten

Kapschs System ist für mehr als 1,2 Millionen Transaktionen pro Monat ausgelegt, mit einer Gesamtspeicherkapazität von 7,3 Terabyte. Die Mautbrücken sind in der Lage, bis zu 2.500 Fahrzeuge pro Stunde und Fahrspur zu verarbeiten, was die Effizienz des Systems unterstreicht. Diese beeindruckenden Zahlen zeigen, wie leistungsfähig und skalierbar das System ist, um den Anforderungen des modernen Straßenverkehrs gerecht zu werden.

Expertenstimmen

Ramiro Virreira, Executive Vice President von Kapsch für Lateinamerika, betonte die Bedeutung der Implementierung: „Puente Industrial positioniert sich mit dieser Implementierung als Vorreiter in der Modernisierung des Straßenverkehrs, indem es Weltklasse-Technologie integriert, um das Verkehrsmanagement zu optimieren und den Nutzern ein effizienteres und sichereres Erlebnis zu bieten.“

Zukunftsperspektive

Die erfolgreiche Implementierung des Free-Flow-Mautsystems in Chile könnte als Modell für andere lateinamerikanische Länder dienen, die ihre Verkehrsnetze modernisieren möchten. Die Technologie von Kapsch bietet nicht nur eine Lösung für aktuelle Verkehrsprobleme, sondern ist auch zukunftssicher, da sie skalierbar und anpassbar an zukünftige Anforderungen ist. Mit der zunehmenden Urbanisierung und der steigenden Anzahl von Fahrzeugen auf den Straßen wird die Nachfrage nach effizienten Verkehrslösungen weiter steigen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Free-Flow-Mautsystem von Kapsch in Chile nicht nur eine technologische Innovation darstellt, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität der Bürger leistet. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Technologie in anderen Regionen der Welt verbreiten wird und welche weiteren Innovationen Kapsch in Zukunft präsentieren wird.

Für weiterführende Informationen und aktuelle Entwicklungen besuchen Sie die offizielle Kapsch-Website.

Schlagworte

#Chile#Free-Flow-Mautsystem#Kapsch#Mautbrücke#Mobilitätslösungen#Technologie#Verkehrsmanagement

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