ÖVP Wien würdigt scheidende Vizebürgermeisterin und mahnt Reformen im Wohnbau ein
Nach dem angekündigten Rücktritt von Wiens Vizebürgermeisterin Kathrin Gaal zieht die Wiener ÖVP eine gemischte Bilanz und fordert Reformen im Wohnbauressort.
Die Wiener Stadtpolitik steht vor einem bedeutenden personellen Wechsel: Vizebürgermeisterin und Stadträtin Kathrin Gaal hat heute ihren Rückzug aus der Politik angekündigt. Die SPÖ-Politikerin, die seit Jahren für die Bereiche Wohnen, Wohnbau, Stadterneuerung und Frauen verantwortlich zeichnet, beendet damit eine langjährige Karriere in der Wiener Kommunalpolitik.
Die Wiener Volkspartei reagierte auf die Ankündigung mit einer Mischung aus Anerkennung und sachlicher Kritik. Landesparteiobmann Markus Figl würdigte Gaals Engagement: „Kathrin Gaal hat ihre Funktion über viele Jahre mit großem persönlichen Einsatz ausgeübt. Für ihren weiteren Weg wünschen wir ihr alles Gute."
Diese Worte der Anerkennung von der politischen Konkurrenz sind bemerkenswert, zeigen sie doch, dass Gaal trotz unterschiedlicher politischer Positionen auch im gegnerischen Lager Respekt genoss. In Zeiten zunehmender politischer Polarisierung ist eine solche parteiübergreifende Wertschätzung keine Selbstverständlichkeit.
Gleichzeitig nutzte die ÖVP die Gelegenheit, um auf die zahlreichen ungelösten Probleme im Wohnbaubereich hinzuweisen. Wohnbausprecher Lorenz Mayer machte deutlich, dass die Nachfolgerin oder der Nachfolger Gaals vor erheblichen Aufgaben stehen wird.
„Im Wiener Wohnbau gibt es zahlreiche offene Baustellen