Märchenhafte Aufführung im MusikTheater sensibilisiert junge Zuschauer
Die Familienoper "Holle!" verbindet das Grimm-Märchen mit aktuellen Umweltthemen und feiert ab 21. Februar Premiere in Wien.
Wien präsentiert ab Februar eine besondere Form der Klimabildung für Kinder: Die Kinderoper "Holle!" von Sebastian Schwab feiert ihre österreichische Erstaufführung im MusikTheater an der Wien. Die innovative Produktion verbindet das bekannte Grimm-Märchen mit der aktuellen Problematik des Klimawandels und richtet sich sowohl an junge Zuschauer als auch deren Familien.
Die Geschichte dreht sich um Frau Holle, die in dieser modernen Interpretation als überlastete Wetterverantwortliche dargestellt wird. Sie trägt die gesamte Verantwortung für Jahreszeiten und Klima, doch trotz aller Bemühungen kann sie es niemandem recht machen. Den einen ist es zu heiß, anderen regnet es zu viel - sogar Beschwerdebrief erreichen die gestresste Wettermacherin.
Irgendwann hat Frau Holle genug und beschließt eine Pause einzulegen. Die beiden Wetter-Assistenten Gold-Andy und Pech-Andy sollen das Wettermachen übernehmen - doch das Experiment geht gehörig schief. Diese fantasievolle Handlung bietet Kindern einen spielerischen Zugang zu komplexen Umweltthemen.
"Holle!" ist mehr als nur Unterhaltung - die Kinderoper regt bewusst zum Nachdenken an. Die zentrale Frage "Wie können wir gemeinsam das Klima schützen?" wird auf kindgerechte Weise thematisiert und macht Umweltschutz für junge Zuschauer greifbar.
Das Stück führt musikalisch durch alle Wetterlagen: von strahlendem Sonnenschein-Dur bis zu verhagelten Wut-Arien der überforderten Frau Holle. Komponist Sebastian Schwab schafft damit eine abwechslungsreiche musikalische Landschaft, die verschiedene Wetterstimmungen und Emotionen widerspiegelt.
Die Produktion ist für eine Sängerin und zwei agierende Instrumentalisten konzipiert - eine ungewöhnliche Besetzung, die intimere Aufführungen ermöglicht. Diese reduzierte Form passt perfekt zum Spielort: der "Hölle" im MusikTheater an der Wien, einem kleineren, intimeren Raum der renommierten Spielstätte.
Die Vereinigten Bühnen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, setzen mit dieser Produktion auf innovative Formate der Musikvermittlung. Das MusikTheater an der Wien hat sich bereits in der Vergangenheit als wichtige Adresse für zeitgenössische und experimentelle Opernproduktionen etabliert.
Die Premiere findet am Samstag, 21. Februar 2026 um 14 Uhr statt, gefolgt von einer zweiten Vorstellung am selben Tag um 16 Uhr. In der Folgewoche sind mehrere Vormittagsvorstellungen geplant:
Die Vormittagsvorstellungen richten sich speziell an Schulklassen und Kindergruppen, während die Wochenendtermine Familien ansprechen sollen.
Mit "Holle!" setzt Wien ein wichtiges Zeichen für kulturelle Bildung und Umweltbewusstsein. Die Stadt investiert kontinuierlich in Programme, die Kindern und Jugendlichen Zugang zu hochwertiger Kultur ermöglichen. Kinderopern wie diese spielen dabei eine wichtige Rolle, da sie komplexe Themen altersgerecht vermitteln.
Das MusikTheater an der Wien hat sich als eine der führenden Adressen für innovative Opernproduktionen etabliert. Die Institution verbindet Tradition mit zeitgenössischen Ansätzen und bietet regelmäßig Produktionen für junge Zielgruppen an.
Die Aufführungen finden in der "Hölle" des MusikTheaters an der Wien statt (Linke Wienzeile 6, 1060 Wien). Tickets sind über verschiedene Kanäle erhältlich:
Die Produktion richtet sich an Kinder ab etwa fünf Jahren und ihre Familien. Die Aufführungsdauer ist kindgerecht gestaltet und ermöglicht auch jüngeren Zuschauern ein vollständiges Opernerlebnis.
"Holle!" ergänzt das vielfältige Angebot der Wiener Kulturszene um einen wichtigen Baustein der Kinder- und Jugendkultur. Die Verbindung von traditionellen Märchenmotiven mit aktuellen gesellschaftlichen Themen zeigt, wie zeitgemäße Kulturvermittlung funktionieren kann.
Die österreichische Erstaufführung unterstreicht Wiens Position als internationale Kulturmetropole, die auch innovative und gesellschaftlich relevante Produktionen fördert. Gleichzeitig wird deutlich, dass Kulturinstitutionen zunehmend Verantwortung für Bildung und gesellschaftliche Aufklärung übernehmen.
Für Familien bietet "Holle!" eine seltene Gelegenheit, gemeinsam über Umweltthemen ins Gespräch zu kommen und dabei hochwertige kulturelle Bildung zu erleben. Die spielerische Herangehensweise macht komplexe Zusammenhänge verständlich und könnte bei jungen Zuschauern das Interesse für Oper und klassische Musik wecken.