Wien – Es ist ein warmer Julitag im Jahr 2025, und in den Hallen der KinderuniWien herrscht aufgeregtes Treiben. Hier, wo die Zukunft der Bildung spielerisch erforscht wird, haben sich zahlreiche junge Köpfe versammelt, um etwas Großes zu schaffen. Unter ihnen ist auch die achtjährige Katharina, die
Wien – Es ist ein warmer Julitag im Jahr 2025, und in den Hallen der KinderuniWien herrscht aufgeregtes Treiben. Hier, wo die Zukunft der Bildung spielerisch erforscht wird, haben sich zahlreiche junge Köpfe versammelt, um etwas Großes zu schaffen. Unter ihnen ist auch die achtjährige Katharina, die mit leuchtenden Augen verkündet: „Ich will einmal was Großes bauen.“ Diese Begeisterung ist das Herzstück der diesjährigen KinderuniWien, bei der die Projektarbeit im Fokus steht.
In einem einzigartigen Workshop lernen die Kinder, wie man eine mittelalterliche Burg plant und baut. Doch diese Aufgabe ist weit mehr als nur ein kreativer Bastelspaß. „Das gemeinsame Planen und Bauen ist eine großartige Möglichkeit, Teamarbeit und Kommunikation zu üben“, erklärt Brigitte Schaden, Präsidentin von Projekt Management Austria (pma). „Kinder können nicht früh genug beginnen, mit anderen etwas spielerisch auszuprobieren.“
Bereits zum sechsten Mal engagiert sich pma bei der KinderuniWien, um den Nachwuchs im Projektmanagement zu fördern. Diese Initiative hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen, denn die Kinder lernen nicht nur, wie man im Team arbeitet, sondern auch, wie man ein Projekt von der Planung bis zur Umsetzung begleitet. „Es ist jedes Jahr eine Freude zu sehen, wie begeistert die Kinder in der Gruppe zusammenarbeiten“, so Schaden.
Dieses Jahr schlüpften die jungen Teilnehmer in die Rolle mittelalterlicher Baumeister. Dabei mussten sie zuerst Teams bilden, dann einen Plan zeichnen und schließlich eine Burg aus Papier, Karton und anderen Bastelmaterialien bauen. „Diese Aufgabe hat den Kindern viel Spaß gemacht, weil sie die Kernelemente eines Projekts kennengelernt haben und ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten“, freut sich Ayleen Cis von der pma young crew.
Die KinderuniWien ist längst zu einer Institution geworden. Zum 23. Mal findet sie statt und bietet ein spannendes Wissenschaftsprogramm für Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren. Mit über 300 Lehrveranstaltungen, mehr als 500 Wissenschaftler*innen und 3.500 teilnehmenden Kindern ist die KinderuniWien eine der größten ihrer Art in Europa. 2019 wurde sie sogar mit dem pma project excellence award ausgezeichnet.
Die Idee der KinderuniWien entstand aus dem Wunsch heraus, Kindern frühzeitig Zugang zu wissenschaftlichem Wissen und kritischem Denken zu ermöglichen. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich dieses Konzept bewährt und stetig weiterentwickelt. Die KinderuniWien ist ein Vorreiter in der Wissensvermittlung für Kinder und hat zahlreiche Nachahmer gefunden.
Projektarbeit ist ein essenzieller Bestandteil vieler Berufe. Sie fördert nicht nur die Teamarbeit, sondern auch die Fähigkeit, komplexe Probleme zu lösen. In einer Welt, die immer vernetzter und komplexer wird, sind diese Fähigkeiten gefragter denn je. Die KinderuniWien leistet einen wichtigen Beitrag, indem sie diese Kompetenzen schon frühzeitig fördert.
Ein Experte erklärt: „Projektarbeit ist eine der Schlüsselkompetenzen des 21. Jahrhunderts. Durch die Arbeit an Projekten lernen Kinder, Verantwortung zu übernehmen, Prioritäten zu setzen und effektiv mit anderen zu kommunizieren. Diese Fähigkeiten sind in nahezu jedem Berufsfeld von unschätzbarem Wert.“
Projekt Management Austria, mit 1.300 Mitgliedern die größte Projektmanagement-Vereinigung Österreichs, nimmt eine zentrale Rolle in der Förderung junger Talente ein. Jährlich führt pma rund 1.750 Zertifizierungen nach den Standards der Internationalen Project Management Association (IPMA®) durch, die sowohl national als auch international als Gütesiegel gelten. Diese Zertifizierungen sind ein Beleg für die hohe Qualität der Ausbildung, die pma bietet.
Die erfolgreiche Umsetzung der KinderuniWien könnte auch anderen Bundesländern als Vorbild dienen. Die Förderung von Projektarbeit und Teamarbeit in jungen Jahren könnte dazu beitragen, die Bildungslandschaft in Österreich nachhaltig zu verbessern. „Es wäre wünschenswert, wenn ähnliche Initiativen in ganz Österreich umgesetzt würden, um noch mehr Kindern die Möglichkeit zu geben, diese wertvollen Erfahrungen zu machen“, so ein weiterer Experte.
Die KinderuniWien wird auch in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle in der Bildung junger Menschen spielen. Mit jedem Jahr wächst das Interesse und die Beteiligung, und es ist zu erwarten, dass die Initiative weiterhin neue Maßstäbe setzen wird. Die Förderung von Projektarbeit und Teamarbeit wird auch in Zukunft ein zentraler Bestandteil der KinderuniWien bleiben.
Die KinderuniWien zeigt eindrucksvoll, wie wichtig frühzeitige Bildung und Förderung von Schlüsselkompetenzen ist. Durch die spielerische Vermittlung von Projektarbeit lernen Kinder nicht nur wichtige Fähigkeiten, sondern entdecken auch ihre eigene Kreativität und Begeisterung für das Lernen. Die Unterstützung durch pma und andere Institutionen zeigt, dass Bildung in Österreich einen hohen Stellenwert hat und kontinuierlich weiterentwickelt wird, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden.
Mehr Informationen zur KinderuniWien finden Sie auf der offiziellen Website: www.kinderuniwien.at. Weitere Informationen zu pma gibt es hier: www.pma.at.