In einer Welt, die immer stärker von Klimawandel und Umweltkatastrophen bedroht wird, stehen wir vor der drängenden Frage: Wie können wir effektiv über das Klima kommunizieren, um echten Wandel zu bewirken? Genau diese Frage adressiert der innovative Lehrgang für Nachhaltigkeitskommunikation und Kli
In einer Welt, die immer stärker von Klimawandel und Umweltkatastrophen bedroht wird, stehen wir vor der drängenden Frage: Wie können wir effektiv über das Klima kommunizieren, um echten Wandel zu bewirken? Genau diese Frage adressiert der innovative Lehrgang für Nachhaltigkeitskommunikation und Klimajournalismus an der FH JOANNEUM in Graz, der im September 2025 in die dritte Runde geht.
Der akademische Lehrgang, der im gesamten deutschsprachigen Raum als einzigartig gilt, bringt Journalist:innen mit Kommunikator:innen aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und anderen Bereichen zusammen. Ziel ist es, sie in ihrer beruflichen Praxis nachhaltig zu stärken. Die Absolvent:innen der letzten Jahrgänge haben eindrucksvoll gezeigt, wie effektive Klimakommunikation in herausfordernden Zeiten gelingen kann.
Klimakommunikation ist entscheidend, um den gesellschaftlichen Wandel zu fördern. Laut dem zweiten österreichischen Klimasachstandsbericht, an dem Karl Steininger, Leiter des Wegener Centers für Klima und Globalen Wandel, mitgearbeitet hat, ist gut fundierter Klimajournalismus in Zeiten gezielter Desinformation von besonderer Bedeutung. Steininger betont: „Gerade in einer Zeit, in der viele Seiten gezielt Desinformation betreiben, kommt fundiertem und wirksamem Klimajournalismus eine besondere Bedeutung zu.“
Der Lehrgang findet berufsbegleitend statt und dauert zwei Semester. Er ist aus ganz Österreich absolvierbar und bietet attraktive Finanzierungsmöglichkeiten. Die Kosten von 3.300 Euro pro Semester können durch Stipendienprogramme der FFG, des Wiener waff oder der Stadt Graz zur Hälfte gedeckt werden.
Die Absolvent:innen haben im Juli im Rahmen ihrer Abschlusspräsentationen eindrucksvoll gezeigt, wie Klimakommunikation in verschiedenen Bereichen – von Gesundheit und Kultur bis zur Energiewirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit – funktionieren kann. Peter Obersteiner, PHD Researcher an der TU Graz, erklärt: „In den letzten Jahren haben wir vor allem auf Fakten und Bedrohungsszenarien gesetzt. Der Lehrgang hat mir gezeigt, dass es auch um positive Emotionen und motivierende Erfolgsgeschichten geht.“
Die Geschichte der Klimakommunikation ist eng mit der Entwicklung des Umweltbewusstseins verbunden. In den 1970er Jahren begann die breite Öffentlichkeit, die Auswirkungen der Umweltverschmutzung zu realisieren. Heute, im Zeitalter der digitalen Medien, steht die Klimakommunikation vor neuen Herausforderungen, da Fehlinformationen und „Fake News“ weit verbreitet sind.
Der Lehrgang an der FH JOANNEUM zielt darauf ab, diesen Herausforderungen zu begegnen, indem er den Teilnehmer:innen die Werkzeuge an die Hand gibt, um fundierte und effektive Kommunikationsstrategien zu entwickeln. Teresa Lackner-Pöschl, Chefredakteurin des Magazins HOCH3 der Tirol Kliniken, hebt hervor: „Wie wir über das Klima reden, spielt eine Rolle für die erfolgreiche nachhaltige Entwicklung in Unternehmen.“
Österreichs Bundesländer stehen vor unterschiedlichen Herausforderungen in der Klimakommunikation. Während Wien als Hauptstadt eine zentrale Rolle in der nationalen Klimapolitik spielt, sind ländliche Regionen oft stärker von den direkten Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Der Lehrgang bietet eine Plattform, um diese unterschiedlichen Perspektiven zu vereinen und voneinander zu lernen.
International gibt es ähnliche Initiativen, die jedoch oft auf spezifische regionale Bedürfnisse zugeschnitten sind. Der Lehrgang in Graz hebt sich durch seine breite Ausrichtung und die Vernetzung von verschiedenen Disziplinen ab.
Die Auswirkungen einer effektiven Klimakommunikation sind weitreichend. Sie kann dazu führen, dass Bürger besser informiert sind und fundiertere Entscheidungen treffen, sei es beim Einkaufen, im Verkehrsverhalten oder bei der Wahl ihrer Energiequellen. Judith Mairhofer von der Wasserstoffinitiative Vorzeigeregion Austria Power & Gas betont: „Durch den Lehrgang konnte ich verschiedene Methoden des Storytellings und der Zielgruppenanalyse kennenlernen.“
Die Zukunft der Klimakommunikation ist vielversprechend. Mit der zunehmenden Dringlichkeit des Klimawandels werden auch die Bemühungen um effektive Kommunikation zunehmen. Der Lehrgang in Graz wird weiterhin eine zentrale Rolle dabei spielen, Fachleute auszubilden, die in der Lage sind, die komplexen Herausforderungen der Klimakommunikation zu meistern.
Am 22. Juli findet ein Info-Webinar statt, bei dem Interessierte einen Einblick in den Lehrgang bekommen können. Anmeldungen sind unter [email protected] möglich. Weitere Informationen gibt es auf der Website der FH JOANNEUM.