Am 26. Januar 2026 gab tesa SE bekannt, dass sie gemeinsam mit ENERGYNEST eine der größten industriellen Power-to-Heat-Anlagen Deutschlands in Hamburg realisieren. Diese Ankündigung markiert einen bedeutenden Schritt in Richtung klimaneutraler Industrieproduktion und hat das Potenzial, als Blaupause
Am 26. Januar 2026 gab tesa SE bekannt, dass sie gemeinsam mit ENERGYNEST eine der größten industriellen Power-to-Heat-Anlagen Deutschlands in Hamburg realisieren. Diese Ankündigung markiert einen bedeutenden Schritt in Richtung klimaneutraler Industrieproduktion und hat das Potenzial, als Blaupause für ähnliche Projekte in Österreich und darüber hinaus zu dienen.
Die Power-to-Heat-Anlage im tesa Werk Hamburg ist nicht nur ein technisches Meisterwerk, sondern auch ein Paradebeispiel für die Integration erneuerbarer Energien in die industrielle Produktion. Mit einer Leistung von 10 MW und einer Speicherkapazität von 40 MWh wird die Anlage in der Lage sein, einen Großteil der benötigten Prozesswärme klimaneutral bereitzustellen. Dies geschieht durch die Umwandlung von Strom aus erneuerbaren Quellen in Hochtemperaturdampf, der in 24 Betonmodulen gespeichert wird.
Power-to-Heat bezeichnet die Umwandlung von elektrischer Energie in Wärme. Diese Technologie ermöglicht es, überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien effizient zu nutzen und somit fossile Brennstoffe zu ersetzen. In der Praxis bedeutet dies, dass an windigen oder sonnigen Tagen, wenn mehr Strom erzeugt wird als benötigt, dieser in Wärme umgewandelt und gespeichert werden kann. Diese Wärme steht dann zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung, wenn der Bedarf steigt.
Die Idee, Strom in Wärme umzuwandeln, ist nicht neu. Bereits in den 1970er Jahren wurden erste Ansätze verfolgt, um die Energieeffizienz in der Industrie zu steigern. In Ländern wie Deutschland und der Schweiz wurden in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Projekte umgesetzt, die als Vorbilder für Österreich dienen können. Insbesondere in der chemischen Industrie und der Papierproduktion zeigt sich das Potenzial dieser Technologie, um den CO2-Ausstoß signifikant zu reduzieren.
In Österreich gibt es bereits erste Ansätze, Power-to-Heat-Anlagen in der Industrie zu integrieren. Die chemische Industrie in Linz und die Papierproduktion in Steyr sind Beispiele für Branchen, die von dieser Technologie profitieren könnten. Im Vergleich zu Deutschland, wo die Energiewende bereits weiter fortgeschritten ist, besteht in Österreich noch erheblicher Nachholbedarf, um die Klimaziele zu erreichen.
Die Umsetzung solcher Projekte hat nicht nur positive Auswirkungen auf die Umwelt, sondern auch auf die lokale Wirtschaft und die Gesellschaft. Durch die Reduzierung von CO2-Emissionen trägt die Anlage in Hamburg zur Verbesserung der Luftqualität bei, was langfristig die Gesundheit der Bürger fördert. Zudem schafft der Bau und Betrieb solcher Anlagen Arbeitsplätze und stärkt die regionale Wirtschaft.
Ein weiteres Beispiel für den Bürger-Impact ist die potenzielle Senkung der Energiekosten. Durch die Nutzung von Überschussstrom aus erneuerbaren Energien können Produktionskosten gesenkt werden, was sich positiv auf die Preise von Endprodukten auswirken könnte. Dies ist besonders relevant für energieintensive Produkte wie Klebebänder, die in zahlreichen Branchen unverzichtbar sind.
Die Power-to-Heat-Anlage wird pro Jahr etwa 4.600 Tonnen CO2 einsparen, was rund 20 Prozent der standortbezogenen Emissionen entspricht. Dies ist ein bedeutender Beitrag zur Erreichung der Klimaziele von tesa, die bis 2030 eine klimaneutrale Produktion anstreben. Die Investition in dieses Projekt ist Teil einer umfassenderen Nachhaltigkeitsstrategie, die weltweit rund 300 Millionen Euro umfasst.
Die erfolgreiche Implementierung der Power-to-Heat-Anlage in Hamburg könnte als Vorbild für weitere Projekte in Österreich dienen. Insbesondere in der chemischen Industrie und der Papierproduktion besteht großes Potenzial, ähnliche Technologien zu integrieren. Durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen wie ENERGYNEST könnten österreichische Unternehmen von den Erfahrungen in Deutschland profitieren und eigene Projekte vorantreiben.
Langfristig gesehen ist die Power-to-Heat-Technologie ein wichtiger Baustein für die Energiewende in Europa. Mit der fortschreitenden Entwicklung erneuerbarer Energien und der zunehmenden Elektrifizierung der Industrie könnte diese Technologie dazu beitragen, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und die Klimaziele zu erreichen.
Die Ankündigung von tesa und ENERGYNEST zur Realisierung einer der größten Power-to-Heat-Anlagen in Deutschland ist ein bedeutender Schritt in Richtung nachhaltiger Industrieproduktion. Mit der Reduzierung von CO2-Emissionen und der Integration erneuerbarer Energien setzt das Projekt Maßstäbe für die Zukunft. Österreichische Unternehmen könnten von diesem Beispiel lernen und eigene Projekte zur Förderung der Energiewende initiieren.
Interessierte Leser können weitere Informationen auf der offiziellen Website von tesa finden und sich über die Fortschritte in der nachhaltigen Industrieproduktion informieren. Welche Rolle wird Österreich in der Zukunft der Power-to-Heat-Technologie spielen? Teilen Sie Ihre Gedanken in den Kommentaren!