Die Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH) hat das scheinbar Unmögliche geschafft: Trotz dreijähriger Rezession konnten sie in der Frühjahrslohnrunde 2025 sensationelle Kollektivvertragsabschlüsse für 250.000 Beschäftigte erzielen. Während andere Branchen über Nulllohnrunden streiten, setzt die GBH ein starkes
Die Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH) hat das scheinbar Unmögliche geschafft: Trotz dreijähriger Rezession konnten sie in der Frühjahrslohnrunde 2025 sensationelle Kollektivvertragsabschlüsse für 250.000 Beschäftigte erzielen. Während andere Branchen über Nulllohnrunden streiten, setzt die GBH ein starkes Signal für die Zukunft!
In einer Zeit, in der wirtschaftliche Unsicherheiten den Alltag bestimmen, hat die GBH bewiesen, dass sozialpartnerschaftliche Verhandlungen auf Augenhöhe möglich sind. Die Lohnerhöhungen in den 17 betroffenen Branchen liegen durchgehend um und über der Jahresinflationsrate. Das bedeutet: Mehr Geld für die Beschäftigten!
Besondere Aufmerksamkeit widmet die GBH den Lehrlingen. Die Einkommen wurden in allen Branchen deutlich erhöht, vielfach durch die „steirische Aufrundung“. Lehrlinge über 18 Jahre profitieren in vielen Bereichen zusätzlich von höheren Gehältern. Neue Arbeitsgruppen zu Ausbildung und Arbeitsbedingungen unterstreichen die zukunftsorientierte Ausrichtung.
Albert Scheiblauer, KV-Experte und Bundesgeschäftsführer-Stv. der GBH, betont die Bedeutung dieser Abschlüsse: „Wir haben nicht nur die Teuerung abgefedert, sondern Verbesserungen für alle Berufsgruppen erreicht – vom Lehrling bis zum Vorarbeiter.“
Die GBH ruft nun zu einem klaren politischen Bekenntnis zu Investitionen in die Realwirtschaft auf. Die Sanierung von Schulen und öffentlichen Gebäuden, der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und die Vergabe öffentlicher Aufträge an regionale Betriebe stehen im Fokus. „Wer heute zögert, zahlt morgen dreifach“, warnt die GBH eindringlich.
In den kommenden Wochen plant die GBH eine breite Initiative, um konkrete Investitionen in eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft voranzutreiben. Gemeinsam mit Bau-Sozialpartnern, NGOs und großen Auftraggebern sollen neue Wege beschritten werden.
„Die Lohnverhandlungen sind abgeschlossen – mit starken Ergebnissen. Jetzt muss der logische nächste Schritt folgen, nämlich gezielte Investitionen in Arbeit, Ausbildung und nachhaltige Bauprojekte“, fasst Muchitsch zusammen.