Am 28. November 2025 kam es in Wien zu einer bedeutenden Versammlung vor der Universität Wien. Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH), der Verein HPV-Impfung jetzt! und die Bundesjugendvertretung (BJV) traten gemeinsam für eine wichtige Gesundheitsmaßnahme ein: Die kostenlose HPV-Impfung f
Am 28. November 2025 kam es in Wien zu einer bedeutenden Versammlung vor der Universität Wien. Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH), der Verein HPV-Impfung jetzt! und die Bundesjugendvertretung (BJV) traten gemeinsam für eine wichtige Gesundheitsmaßnahme ein: Die kostenlose HPV-Impfung für junge Menschen bis 30 Jahre. Diese Forderung gewinnt an Dringlichkeit, da die Nachholaktion für die Impfung bald ausläuft. Die Vertreter_innen betonten, dass Krebsvorsorge nicht vom Geldbeutel abhängen darf.
Die Humane Papillomaviren (HPV) sind eine Gruppe von Viren, die Haut und Schleimhäute infizieren können. Einige Typen sind dafür bekannt, Krebserkrankungen zu verursachen, darunter Gebärmutterhalskrebs. Die HPV-Impfung schützt gegen diese Hochrisiko-Viren und ist besonders wirksam, wenn sie vor dem ersten sexuellen Kontakt verabreicht wird. In Österreich wird die Impfung bis zum 30. Lebensjahr empfohlen. Trotz der Nachholaktion bleibt die Durchimpfungsrate niedrig, was auf mangelnde Aufklärung und Zugänglichkeit zurückzuführen ist.
Die Einführung der HPV-Impfung in Österreich begann 2006, parallel zu anderen europäischen Ländern. Während Länder wie Deutschland und die Schweiz ähnliche Programme haben, zeigt sich Österreich in der Durchimpfungsrate hinterher. Besonders bei Männern ist die Impfrate niedrig, obwohl HPV auch bei ihnen zu Krebs führen kann. In den letzten Jahren haben einige Bundesländer, wie Vorarlberg und Tirol, eigene Initiativen gestartet, um die Impfrate zu erhöhen.
Die Kosten für eine vollständige HPV-Impfung können über 600 Euro betragen, eine Summe, die viele Studierende nicht aufbringen können. Die Nachholaktion, die noch bis Ende des Jahres läuft, hat vielen geholfen, die Impfung kostenlos zu erhalten. Doch ohne eine Fortsetzung dieser Maßnahme droht vielen der Zugang zu dieser wichtigen Gesundheitsvorsorge verwehrt zu bleiben. Die ÖH und ihre Partnerorganisationen betonen, dass Gesundheitsvorsorge nicht an finanziellen Hürden scheitern darf.
Laut dem Nationalen Impfgremium beträgt die Durchimpfungsrate in der Altersgruppe der 21- bis 30-Jährigen weniger als 50%. Diese niedrige Rate ist besorgniserregend, da HPV-Infektionen weit verbreitet sind. Weltweit sind etwa 80% der Menschen im Laufe ihres Lebens mit dem Virus konfrontiert. Die Impfung könnte jedoch die Inzidenz von HPV-bedingten Krebserkrankungen drastisch senken.
Lili Pick vom Verein HPV-Impfung jetzt! betont die Notwendigkeit langfristiger, leistbarer Strukturen im Gesundheitswesen, um Prävention zu fördern. Die Organisationen fordern, dass die HPV-Impfung dauerhaft kostenlos für alle unter 30 bleibt. Dies würde nicht nur die Gesundheitsvorsorge verbessern, sondern auch das Bewusstsein für Prävention stärken.
Die Petition des Vereins HPV-Impfung jetzt! mit über 37.000 Unterschriften zeigt das große Interesse der Bevölkerung an diesem Thema. Die Politik ist nun gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um die Gesundheitsvorsorge für junge Menschen zu sichern. Eine Fortführung und Ausweitung der kostenlosen HPV-Impfung wäre ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Die Frage bleibt: Wird die Regierung handeln, um die Gesundheit der jungen Generation zu schützen?