Am 24. November 2025 kündigte die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) eine dringende Erinnerung an alle jungen Erwachsenen in Österreich an: Die Möglichkeit, sich kostenlos gegen das Humane Papillomavirus (HPV) impfen zu lassen, läuft bald aus. Diese Initiative, die sich an Personen zwische
Am 24. November 2025 kündigte die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) eine dringende Erinnerung an alle jungen Erwachsenen in Österreich an: Die Möglichkeit, sich kostenlos gegen das Humane Papillomavirus (HPV) impfen zu lassen, läuft bald aus. Diese Initiative, die sich an Personen zwischen 21 und 30 Jahren richtet, endet am 31. Dezember 2025. Wer bis dahin die erste Teilimpfung erhält, kann bis Juni 2026 die zweite Dosis kostenlos bekommen. Diese Maßnahme ist Teil des Bestrebens, HPV-bedingte Krebserkrankungen zu verhindern, die eine erhebliche Gesundheitsbedrohung darstellen.
HPV, oder Humanes Papillomavirus, ist eine Gruppe von Viren, die weltweit verbreitet sind. Einige Stämme sind für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten verantwortlich. Die Impfung bietet einen effektiven Schutz gegen die häufigsten krebserregenden HPV-Typen. Derzeit umfasst das österreichische Impfprogramm eine Nachholaktion für junge Erwachsene, die noch nicht geimpft wurden. Diese Initiative wird von der ÖH, der Bundesjugendvertretung (BJV) und dem Verein 'HPV-Impfung jetzt!' unterstützt, die fordern, dass die Impfung dauerhaft ins kostenlose Impfprogramm aufgenommen wird.
Seit der Einführung der HPV-Impfung in den frühen 2000er Jahren hat sich viel getan. Ursprünglich richtete sich das Impfprogramm hauptsächlich an Mädchen und junge Frauen, um Gebärmutterhalskrebs zu verhindern. Mittlerweile wird die Impfung auch für Jungen empfohlen, um die Verbreitung des Virus zu reduzieren und sie vor HPV-bedingten Krebsarten zu schützen. In Österreich wurde die Impfung 2014 in das kostenlose Impfprogramm für Kinder und Jugendliche aufgenommen. Die aktuelle Nachholaktion für junge Erwachsene ist ein weiterer Schritt, um die Durchimpfungsrate zu erhöhen.
In Deutschland und der Schweiz gibt es ähnliche Impfprogramme, jedoch mit unterschiedlichen Altersgrenzen und Finanzierungskonzepten. Während in Deutschland die Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen wird, haben einige Kantone in der Schweiz die Altersgrenze für kostenlose Impfungen auf 26 Jahre angehoben. Österreich geht mit der aktuellen Nachholaktion einen Schritt weiter, indem es die Altersgrenze vorübergehend auf 30 Jahre erhöht hat.
Die Verlängerung der kostenlosen HPV-Impfung bis Ende 2025 hat direkte Auswirkungen auf die Gesundheit der jungen Bevölkerung in Österreich. Durch die Erweiterung des Impfprogramms können mehr junge Erwachsene vor HPV-bedingten Erkrankungen geschützt werden. Ein Beispiel ist Lisa, eine 28-jährige Studentin aus Wien, die sich im Rahmen der Nachholaktion impfen ließ. Sie betont, wie wichtig es ist, diese Gelegenheit zu nutzen, um sich und andere zu schützen. Die Impfung kann nicht nur individuelle Gesundheitsrisiken senken, sondern auch die Verbreitung des Virus in der Bevölkerung reduzieren.
Studien zeigen, dass die HPV-Impfung die Häufigkeit von HPV-Infektionen und damit verbundenen Krebsarten signifikant reduziert. Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sank die Rate der HPV-Infektionen bei geimpften Frauen um bis zu 90%. In Österreich wurden im Rahmen der Nachholaktion bisher über 10.000 Impfungen durchgeführt. Die ÖH plant, bei der kommenden Impfaktion am 28. Dezember vor der Universität Wien weitere 330 Impfungen anzubieten.
Die Zukunft der HPV-Impfung in Österreich hängt von der politischen Unterstützung und der öffentlichen Wahrnehmung ab. Die ÖH und ihre Partnerorganisationen setzen sich dafür ein, die Impfung dauerhaft ins kostenlose Impfprogramm aufzunehmen. Dies könnte nicht nur die Gesundheitskosten langfristig senken, sondern auch die Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig verbessern. Experten sind sich einig, dass eine hohe Durchimpfungsrate entscheidend ist, um HPV-bedingte Krankheiten zu eliminieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die aktuelle Nachholaktion eine wichtige Gelegenheit für junge Erwachsene in Österreich darstellt, sich kostenlos gegen HPV impfen zu lassen. Die Initiative zeigt, wie wichtig präventive Gesundheitsmaßnahmen sind und welchen Unterschied sie für die öffentliche Gesundheit machen können. Nutzen Sie die Chance und informieren Sie sich über die Impfaktion am 28. Dezember vor der Universität Wien. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der ÖH oder bei Ihrer lokalen Gesundheitsbehörde.