Am 27. November 2025 wurde in Wien ein aufschlussreiches Interview veröffentlicht, das die Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) im Medienwandel beleuchtet. Verena Krawarik, Head of Innovation bei der APA, und Otto Koller, Herausgeber des MedienManager, diskutieren die Herausforderungen und Chancen
Am 27. November 2025 wurde in Wien ein aufschlussreiches Interview veröffentlicht, das die Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) im Medienwandel beleuchtet. Verena Krawarik, Head of Innovation bei der APA, und Otto Koller, Herausgeber des MedienManager, diskutieren die Herausforderungen und Chancen, die KI für die Medienbranche mit sich bringt. In einer Zeit, die von Deepfakes und automatisierten Inhalten geprägt ist, wird die Rolle der APA als vertrauenswürdige Nachrichtenquelle immer wichtiger.
Künstliche Intelligenz, kurz KI, bezeichnet Systeme, die menschenähnliche Intelligenzleistungen erbringen. In der Medienbranche wird KI eingesetzt, um Inhalte zu erstellen, zu personalisieren und zu verbreiten. Dies geschieht durch Algorithmen, die Muster und Trends erkennen und darauf basierend Entscheidungen treffen. Ein prominentes Beispiel sind automatisierte Nachrichtenberichte, die auf Datenanalysen basieren.
Die Integration von KI in die Medien begann bereits vor einigen Jahrzehnten, als erste Algorithmen zur Datenverarbeitung entwickelt wurden. In den letzten Jahren hat sich die Technologie rasant weiterentwickelt, was zu einer breiteren Anwendung in der Branche führte. Der Einsatz von KI ermöglicht es, große Datenmengen effizient zu verarbeiten und personalisierte Inhalte bereitzustellen.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz ist Österreich in der Implementierung von KI in den Medien gut aufgestellt. Während Deutschland verstärkt auf Regulierung und ethische Richtlinien setzt, legt die Schweiz den Fokus auf technologische Innovationen. Österreich versucht, eine Balance zwischen Innovation und Verantwortung zu finden, um die Integrität der Medien zu wahren.
Für die Bürger bedeutet der Einsatz von KI in den Medien sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Einerseits können Inhalte besser auf individuelle Interessen zugeschnitten werden, andererseits besteht die Gefahr der Manipulation durch Deepfakes und gefälschte Nachrichten. Die APA setzt daher auf Transparenz und Qualitätssicherung, um das Vertrauen der Leser zu bewahren.
Laut einer Studie der Europäischen Kommission nutzen bereits über 60% der Medienunternehmen in der EU KI-Technologien. In Österreich liegt dieser Wert bei etwa 55%, was zeigt, dass noch Potenzial für Wachstum besteht. Die Einführung des EU AI Act wird voraussichtlich zu einem Anstieg dieser Zahl führen, da er klare Regelungen für den Einsatz von KI schafft.
Die Zukunft der Medienbranche wird stark von der Entwicklung und Integration von KI abhängen. Experten prognostizieren, dass KI in den nächsten Jahren noch tiefgreifender in redaktionelle Prozesse eingebunden wird. Dies könnte zur Effizienzsteigerung führen, birgt jedoch auch das Risiko, dass menschliche Arbeitsplätze durch Automatisierung gefährdet werden.
Das Gespräch zwischen Verena Krawarik und Otto Koller zeigt, dass der Medienwandel durch KI sowohl Herausforderungen als auch Chancen bietet. Es wird entscheidend sein, wie Medienhäuser die Balance zwischen Innovation und Verantwortung wahren, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zu erhalten. Die Leser sind eingeladen, ihre Meinung zu diesem Thema zu teilen und die Diskussion fortzuführen.