Wien ist bekannt für seine lebendige Kulturszene, doch das selbstorganisierte Kulturzentrum 4lthangrund steht vor einer ungewissen Zukunft. Mit der neuen Kampagne „Raum für alle!“ will das Zentrum auf die prekäre Raumsituation sozialer und kultureller Initiativen in der Stadt aufmerksam machen. Die
Wien ist bekannt für seine lebendige Kulturszene, doch das selbstorganisierte Kulturzentrum 4lthangrund steht vor einer ungewissen Zukunft. Mit der neuen Kampagne „Raum für alle!“ will das Zentrum auf die prekäre Raumsituation sozialer und kultureller Initiativen in der Stadt aufmerksam machen. Die Kampagne wurde am 22. Oktober 2025 gestartet und wirft einen dringenden Appell an die Öffentlichkeit und die Politik, um den Fortbestand dieser kulturellen Oase zu sichern.
Seit seiner Gründung im Jahr 2018 hat sich das Kulturzentrum 4lthangrund zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Wiener Kulturlandschaft entwickelt. Im ehemaligen Mensagebäude am Althanplatz hat das Zentrum über 35 Gruppen beherbergt und jährlich mehr als 7.000 Besucher angelockt. Diese Vielfalt reicht von Kulturveranstaltungen über Carearbeit bis hin zu queer-feministischen Initiativen und Nachbarschaftsprojekten. Besonders hervorzuheben ist die barrierefreie Gestaltung des Ortes, die eine breite gesellschaftliche Teilhabe fördert und ohne Konsumzwang auskommt.
Der Nutzungsvertrag für das Gebäude läuft Ende 2025 aus. Dies bedeutet, dass der Fortbestand des Kulturzentrums ohne rechtliche Absicherung und Unterstützung durch die Stadt Wien gefährdet ist. Die Kampagne „Raum für alle!“ fordert daher nicht nur leistbare Mieten, sondern auch gemeinwohlorientierte Eigentumsmodelle, um die Existenz solcher kulturellen Räume langfristig zu sichern.
Kulturelle Zentren wie der 4lthangrund sind mehr als nur Veranstaltungsorte. Sie sind lebendige Treffpunkte, die den sozialen Zusammenhalt stärken und kreative Ausdrucksmöglichkeiten bieten. In einer Zeit, in der soziale Isolation immer mehr zunimmt, bieten solche Orte einen Raum für Begegnung und Austausch. Sie fördern nicht nur die kulturelle Vielfalt, sondern auch das soziale Engagement der Bürger.
Vergleichbare Initiativen in anderen Bundesländern haben gezeigt, wie wichtig es ist, kulturelle Räume zu unterstützen. In Graz beispielsweise hat das Kulturzentrum „Forum Stadtpark“ durch ähnliche Herausforderungen navigiert und konnte durch Unterstützung der Stadtverwaltung seinen Betrieb sichern. Solche Beispiele verdeutlichen, dass ein gemeinsames Engagement von Stadt und Bürgern entscheidend sein kann.
Die Kampagne „Raum für alle!“ richtet sich mit klaren Forderungen an die Stadt Wien:
Diese Forderungen sind nicht nur für den Erhalt des 4lthangrund entscheidend, sondern auch für die Sicherung einer vielfältigen und lebendigen Kulturszene in ganz Wien.
Ein Experte für Stadtentwicklung betont: „Kulturelle Räume sind das Herzstück einer Stadt. Sie fördern Innovation und Kreativität und sind ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität. Es ist entscheidend, dass die Stadt Wien diese Räume schützt und unterstützt.“
Der Verlust des 4lthangrund hätte weitreichende Auswirkungen auf die Bürger. Neben dem Verlust eines kulturellen Treffpunkts würde auch ein wichtiger Ort für soziale Initiativen und Projekte wegfallen, die sich für Diversität und Inklusion einsetzen. Viele Bürger, die regelmäßig an den Veranstaltungen teilnehmen oder sich in den Projekten engagieren, würden ihren Anlaufpunkt verlieren.
Die Zukunft des 4lthangrund ist ungewiss, doch die Kampagne „Raum für alle!“ gibt Hoffnung. Mit genügend Unterstützung aus der Bevölkerung und einem offenen Ohr der Stadtverwaltung könnte der 4lthangrund ein Vorbild für andere kulturelle Initiativen werden, die mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind.
Ein gemeinsames Engagement aller Beteiligten ist notwendig, um den Fortbestand des Kulturzentrums zu sichern und damit die kulturelle Vielfalt Wiens zu bewahren. Die nächsten Monate werden entscheidend sein, um die Weichen für eine nachhaltige Lösung zu stellen.
Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie auf der offiziellen Webseite der Kampagne.