Am 26. Januar 2026, mitten in Wien, kündigt das KunstHausWien eine Ausstellung an, die nicht nur die Kunstwelt, sondern auch die ökologische und gesellschaftliche Landschaft Österreichs nachhaltig prägen soll. Unter dem Titel 'Samen für eine nachhaltige Zukunft' wird eine Brücke zwischen Kunst, Natu
Am 26. Januar 2026, mitten in Wien, kündigt das KunstHausWien eine Ausstellung an, die nicht nur die Kunstwelt, sondern auch die ökologische und gesellschaftliche Landschaft Österreichs nachhaltig prägen soll. Unter dem Titel 'Samen für eine nachhaltige Zukunft' wird eine Brücke zwischen Kunst, Natur und gesellschaftlichem Engagement geschlagen. Diese Ausstellung ist ein Teil der zweiten Klima Biennale Wien, die vom 9. April bis 10. Mai 2026 stattfindet und die Stadt in ein lebendiges Labor für Kunst und nachhaltige Zukunft verwandelt.
Das KunstHausWien, ein Museum der Wien Holding, hat sich in den letzten Jahren als eine der führenden Institutionen für zeitgenössische Kunst mit einem starken Fokus auf ökologische und gesellschaftspolitische Themen etabliert. Dies zeigt sich in der Ausstellung 'Normale Katastrophe' von Julius von Bismarck, die noch bis März 2026 läuft und Naturgewalten wie Sturm und Feuer thematisiert. Mit rund 121.000 Besucher*innen im Jahr 2025 hat das Museum seine Position als Ort für innovative und partizipative Kunstprojekte gestärkt.
Die Klima Biennale Wien ist ein spartenübergreifendes Festival, das Kunst, Klima und Gesellschaft miteinander verknüpft. Die zweite Ausgabe rückt den öffentlichen Raum noch stärker in den Fokus, mit dem Karlsplatz als Zentrum. Ziel ist es, Klimafragen sicht- und spürbar zu machen und sie mitten im Alltag der Stadt zu diskutieren.
Ein Highlight der Biennale ist die Ausstellung 'Seeds. Reclaiming Roots. Sowing Futures', kuratiert von Sophie Haslinger. Diese Gruppenausstellung verbindet Kunst, Ökologie und Aktivismus und thematisiert Samen als Lebensgrundlage. Die Werke von 14 internationalen Künstler*innen reflektieren über das Verhältnis des Menschen zur Erde und laden zum Nachdenken über mögliche Zukünfte ein.
Die Auseinandersetzung mit ökologischen Themen in der Kunst hat eine lange Tradition. Bereits in den 1970er Jahren begannen Künstler*innen, Umweltfragen in ihren Werken zu thematisieren. Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz, wo ähnliche Festivals und Biennalen stattfinden, zeichnet sich die Wiener Biennale durch ihre starke Einbindung in den städtischen Raum aus. Diese Einbindung ermöglicht es, ein breiteres Publikum zu erreichen und die Diskussion über Nachhaltigkeit direkt in den urbanen Alltag zu integrieren.
Die Auswirkungen der Ausstellung auf die Bürger*innen Wiens sind vielfältig. Durch partizipative Projekte wie 'Plastic Matters' und 'Grüne Wäsche Wien' werden die Besucher*innen aktiv in den künstlerischen Prozess eingebunden. Diese Projekte thematisieren Plastikrecycling und urbanes Greenwashing und bieten den Bürger*innen die Möglichkeit, sich aktiv mit diesen Themen auseinanderzusetzen.
Ein weiteres Beispiel ist das Künstler*innen-Kollektiv Futurefarmers, das in ihrer Ausstellung 'Neighbour*ing' die Donau als lebendiges Wesen thematisiert. Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften wie Schwimmvereinen und Fischern wird ein Dialog über den Einfluss des Menschen auf die Natur und umgekehrt angestoßen.
Im Jahr 2025 verzeichnete das KunstHausWien 121.000 Besucher*innen, was die Relevanz und das Interesse an den dort behandelten Themen unterstreicht. Die Biennale 2026 baut auf diesem Erfolg auf und erwartet noch mehr Besucher*innen durch die verstärkte Einbindung des öffentlichen Raums.
Die Ausstellung 'Seeds. Reclaiming Roots. Sowing Futures' wird bis Februar 2027 zu sehen sein, was ihr eine langfristige Wirkung und Präsenz in der Wiener Kunstszene sichert.
Die Zukunft des KunstHausWien und der Klima Biennale sieht vielversprechend aus. Die fortlaufende Integration von Kunst und ökologischen Themen wird nicht nur die Kunstwelt beeinflussen, sondern auch einen Beitrag zur gesellschaftlichen Debatte über Nachhaltigkeit leisten. Die Biennale bietet eine Plattform für Künstler*innen, Aktivist*innen und Bürger*innen, um gemeinsam über die Herausforderungen und Möglichkeiten einer nachhaltigen Zukunft nachzudenken.
Die Ausstellung 'I Wish We Had More Time' des Institute of Queer Ecology, die bis August 2026 zu sehen ist, thematisiert die ökologischen und gesellschaftlichen Verluste, die durch Klimaveränderungen und gesellschaftliche Krisen entstehen. Diese Ausstellung bietet eine weitere Perspektive auf die komplexen Verflechtungen von Kunst, Ökologie und Gesellschaft.
Das KunstHausWien zeigt mit seinem Programm, dass Kunst ein starkes Mittel sein kann, um gesellschaftliche und ökologische Themen zu adressieren. Die Klima Biennale Wien 2026 wird sicherlich ein weiterer Meilenstein in der Diskussion um Nachhaltigkeit und Kunst sein. Interessierte Bürger*innen sind eingeladen, sich aktiv an den Diskussionen und Projekten zu beteiligen und so Teil einer Bewegung zu werden, die Kunst und Nachhaltigkeit miteinander verbindet.
Für weiterführende Informationen besuchen Sie die offizielle Webseite des KunstHausWien.