Die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Österreich hat einen neuen Höchststand erreicht. Laut einer aktuellen Pressemitteilung von arbeit plus - Soziale Unternehmen Österreich waren im September 2025 insgesamt 93.790 Personen länger als ein Jahr ohne Beschäftigung. Dies entspricht einem Anstieg von 13
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Österreich hat einen neuen Höchststand erreicht. Laut einer aktuellen Pressemitteilung von arbeit plus - Soziale Unternehmen Österreich waren im September 2025 insgesamt 93.790 Personen länger als ein Jahr ohne Beschäftigung. Dies entspricht einem Anstieg von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Besonders betroffen sind die Bundesländer Oberösterreich, Salzburg und die Steiermark, wo die Zahl der Langzeitarbeitslosen um bis zu 30 Prozent gestiegen ist. Diese Entwicklung stellt eine ernsthafte Bedrohung für die soziale Stabilität und den Wirtschaftsstandort Österreich dar. Die Vorstandsvorsitzende von arbeit plus, Manuela Vollmann, betont die Dringlichkeit gezielter Investitionen, um die Betroffenen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
Die demografische Analyse zeigt, dass bestimmte Gruppen besonders stark von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind:
Ein Experte erklärt: „Viele Menschen wollen arbeiten, scheitern jedoch an fehlenden Rahmenbedingungen wie Kinderbetreuung oder flexiblen Arbeitszeitmodellen.“
Ein vielversprechender Ansatz zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit liegt in der Kreislaufwirtschaft. Soziale Unternehmen bieten hier sogenannte „Green Jobs“ an, die nicht nur ökologisch sinnvoll sind, sondern auch Menschen eine Chance geben, die sonst kaum auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen könnten. Diese Jobs umfassen Bereiche wie Re-Use, Upcycling und Secondhand-Handel.
„Durch solche Maßnahmen können wir langzeitarbeitslose Menschen in zukunftsträchtigen und sinnvollen Bereichen beschäftigen“, erklärt ein Brancheninsider.
arbeit plus hat drei konkrete Lösungsansätze entwickelt, um die Situation zu verbessern:
„Nur durch eine verstärkte Zusammenarbeit können wir die Herausforderungen meistern“, betont ein Vertreter von arbeit plus.
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Österreich schon einmal mit hoher Arbeitslosigkeit konfrontiert war. In den 1980er Jahren stieg die Arbeitslosenquote ebenfalls an, was zu umfassenden Reformen im Arbeitsmarkt führte. Vergleicht man die aktuelle Situation mit anderen europäischen Ländern, wird deutlich, dass Österreich im europäischen Vergleich noch relativ gut dasteht. Länder wie Spanien und Griechenland haben mit noch höheren Arbeitslosenquoten zu kämpfen.
Die steigende Langzeitarbeitslosigkeit hat direkte Auswirkungen auf die betroffenen Personen und ihre Familien. Viele Menschen stehen vor finanziellen Schwierigkeiten und sind auf Sozialleistungen angewiesen. Dies belastet nicht nur die Betroffenen, sondern auch den Sozialstaat.
Ein Betroffener berichtet: „Es ist schwer, die Hoffnung nicht zu verlieren, wenn man über ein Jahr lang keinen Job findet.“
Die österreichische Regierung steht vor der Herausforderung, die Langzeitarbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen. Experten sind sich einig, dass dies nur durch eine Kombination aus Investitionen in die Kreislaufwirtschaft, gezielten Weiterbildungsmaßnahmen und einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren gelingen kann.
„Die nächsten Jahre werden entscheidend sein für die Stabilität des österreichischen Arbeitsmarktes“, prognostiziert ein Wirtschaftsexperte.
Die aktuelle Situation ist eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa und weltweit verknüpft. Globale Unsicherheiten, wie Handelskonflikte und die Auswirkungen der Klimakrise, beeinflussen auch den österreichischen Arbeitsmarkt. Die Politik ist gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen.
„Es braucht jetzt den Schulterschluss von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, um die Herausforderungen zu meistern“, appelliert ein Politiker.
Die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit in Österreich erfordert ein gemeinsames Vorgehen aller Beteiligten. Nur durch gezielte Maßnahmen und eine verstärkte Zusammenarbeit können die Herausforderungen bewältigt und die soziale sowie wirtschaftliche Stabilität des Landes gesichert werden.