Der Österreichische Gemeindebund lädt zu einer Konferenz, die das Potenzial hat, die Zukunft der österreichischen Gemeinden zu verändern. Am 22. Juli 2025 findet im Haus der Industrie in Wien ein spannender Austausch über ein Thema statt, das viele bewegt: der Leerstand in Österreichs Städten und Ge
Der Österreichische Gemeindebund lädt zu einer Konferenz, die das Potenzial hat, die Zukunft der österreichischen Gemeinden zu verändern. Am 22. Juli 2025 findet im Haus der Industrie in Wien ein spannender Austausch über ein Thema statt, das viele bewegt: der Leerstand in Österreichs Städten und Gemeinden. Doch wie kann dieses Problem zur Chance werden? Diese Frage soll bei der 'Leerstands-Konferenz' beantwortet werden.
Leerstand bedeutet, dass Gebäude oder Wohnungen über einen längeren Zeitraum ungenutzt bleiben. Dies kann verschiedene Gründe haben, wie etwa wirtschaftliche Veränderungen, demografische Verschiebungen oder fehlende Investitionen. In Österreich, wie auch in vielen anderen Ländern, ist Leerstand ein wachsendes Problem, das sowohl wirtschaftliche als auch soziale Auswirkungen hat.
Historisch betrachtet, war Leerstand oft ein Zeichen für wirtschaftlichen Niedergang. Städte wie Detroit in den USA sind bekannt für ihre verfallenen Gebäude und leeren Straßenzüge, die einst von einer florierenden Automobilindustrie geprägt waren. Doch Leerstand bietet auch die Möglichkeit für Neuanfänge und Innovationen.
Die Leerstands-Konferenz beginnt um 11:00 Uhr, mit einer Registrierung ab 10:00 Uhr. Veranstaltungsort ist der kleine Festsaal im Haus der Industrie, Wien. Für alle, die nicht vor Ort sein können, wird eine Online-Teilnahme angeboten. Die Zugangsdaten werden einige Tage vor der Konferenz per E-Mail verschickt.
Die Konferenz bietet eine Plattform für Experten und Praktiker, um über die Chancen und Herausforderungen des Leerstands zu diskutieren. Die Panels sind in verschiedene Themenbereiche unterteilt:
In diesem Panel werden praktische Erfahrungen und Handlungsempfehlungen vorgestellt. Christine Filipp von der LEADER Region Weinviertel Ost, Elisabeth Leitner vom Verein LandLuft und Architektin Caren Ohrhallinger von nonconform werden ihre Erkenntnisse teilen. Leonhard Wöhr, Bürgermeister der Gemeinde Weyarn in Bayern, wird live zugeschaltet sein, um über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu berichten.
Dieses Panel widmet sich der Nutzung von Datenbanken und der Zusammenarbeit zwischen Gemeinden. Rainer Rosegger, Gerhard Prokop, Patrick Layr und Josef Wallenberger werden über den Status und die Herausforderungen der Region Waldviertel und der Gemeinde Eisenerz diskutieren.
Stefan Krecji von Remax Austria wird über die Rolle der Gemeinden als Motivatoren für Projekte sprechen. Hierbei geht es um die Frage, wie Gemeinden aktiv werden können, um Leerstände sinnvoll zu nutzen.
Leerstand ist nicht nur ein lokales, sondern ein nationales Thema. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind erheblich: Ungepflegte und ungenutzte Gebäude können den Wert von Immobilien in der Umgebung senken, was wiederum die kommunalen Steuereinnahmen schmälert. Zudem kann Leerstand zu einem sozialen Problem werden, wenn er zu einem Anstieg von Kriminalität und einem Rückgang der Lebensqualität führt.
Ein Experte kommentiert: "Die Leerstands-Konferenz ist ein entscheidender Schritt, um Gemeinden zu ermutigen, proaktiv zu handeln und innovative Lösungen zu finden. Leerstand ist nicht nur ein Problem, sondern auch eine enorme Chance, die Zukunft unserer Städte und Gemeinden aktiv zu gestalten."
Die Diskussionen und Erkenntnisse der Konferenz könnten weitreichende Auswirkungen auf die österreichische Politik und Wirtschaft haben. Denkbar sind neue Gesetze und Förderungen, die Gemeinden unterstützen, Leerstände zu reduzieren und nutzbar zu machen. Auch die interkommunale Zusammenarbeit könnte intensiviert werden, um Synergien zu nutzen und gemeinsame Projekte zu initiieren.
Ein weiterer Aspekt ist die technologische Entwicklung. Digitale Lösungen wie Leerstandsdatenbanken und Apps zur Vermittlung von Leerständen könnten in Zukunft eine große Rolle spielen. Diese Technologien könnten es erleichtern, Leerstände zu erfassen, zu verwalten und potenziellen Nutzern zugänglich zu machen.
Die Zukunft des Leerstands in Österreich hängt entscheidend davon ab, wie gut die Erkenntnisse der Konferenz in die Praxis umgesetzt werden. Die Teilnehmer der Konferenz haben die Möglichkeit, die Weichen für eine nachhaltige und innovative Entwicklung zu stellen.
Mehr Informationen zur Konferenz und zur Anmeldung finden Sie auf der Website des Österreichischen Gemeindebunds unter www.gemeindebund.at.