Es war ein spannungsgeladener Tag im ORF-Theater in Klagenfurt, als die 49. Tage der deutschsprachigen Literatur mit der Preisverleihung ihren glanzvollen Höhepunkt fanden. Die renommierte Veranstaltung, die jedes Jahr zahlreiche Literaturbegeisterte nach Kärnten zieht, erreichte am 29. Juni 2025 ih
Es war ein spannungsgeladener Tag im ORF-Theater in Klagenfurt, als die 49. Tage der deutschsprachigen Literatur mit der Preisverleihung ihren glanzvollen Höhepunkt fanden. Die renommierte Veranstaltung, die jedes Jahr zahlreiche Literaturbegeisterte nach Kärnten zieht, erreichte am 29. Juni 2025 ihren Höhepunkt. Unter den vielen talentierten Autoren stach eine besonders hervor: Natascha Gangl! Mit ihrem Werk „DA STA“ überzeugte sie die Jury und sicherte sich den prestigeträchtigen Ingeborg-Bachmann-Preis 2025, der mit stolzen 25.000 Euro dotiert ist.
Der Ingeborg-Bachmann-Preis ist einer der bedeutendsten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum. Er wurde 1977 ins Leben gerufen, um das Andenken an die 1926 in Klagenfurt geborene Schriftstellerin Ingeborg Bachmann zu ehren. Bachmann war eine der einflussreichsten literarischen Stimmen des 20. Jahrhunderts, bekannt für ihre poetische Sprache und tiefgründigen Themen. Der Preis wird jährlich an Autoren vergeben, die mit ihren Texten die Jury überzeugen können. Er ist Teil der Tage der deutschsprachigen Literatur, die in Klagenfurt stattfinden und von Beginn an ein Schaufenster für literarische Neuentdeckungen waren.
Doch Natascha Gangl war nicht die einzige, die an diesem Tag Grund zur Freude hatte. Der Deutschlandfunk-Preis, mit 12.500 Euro dotiert, ging an Boris Schumatsky, der von Philipp Tingler eingeladen wurde. Nora Osagiobare erhielt den Kelag-Preis im Wert von 10.000 Euro, gestiftet von der Kärntner-Elektrizitäts-Aktiengesellschaft. Der 3sat-Preis, mit 7.500 Euro dotiert, ging an Almut Tina Schmidt. Auch der BKS Bank-Publikumspreis, der über eine Online-Abstimmung ermittelt wurde und mit 7.000 Euro dotiert ist, ging an Natascha Gangl. Somit ist sie zweifache Preisträgerin der diesjährigen Veranstaltung.
Die doppelte Auszeichnung für Natascha Gangl ist nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern auch ein bedeutender Karriereschritt. Ihre Einladung durch Brigitte Schwens-Harrant war bereits ein Zeichen der Wertschätzung, doch der Gewinn des Ingeborg-Bachmann-Preises katapultiert sie definitiv ins Rampenlicht der Literaturszene. „DA STA“ ist ein Werk, das mit seiner sprachlichen Finesse und thematischen Tiefe besticht, so die Jury. Ein fiktiver Literaturkritiker bemerkt: „Gangls Text ist ein meisterhaftes Spiel mit Sprache und Realität. Sie schafft es, den Leser in eine andere Welt zu entführen, ohne dabei den Bezug zur Gegenwart zu verlieren.“
Kärnten, und insbesondere Klagenfurt, hat sich mit den Tagen der deutschsprachigen Literatur einen festen Platz auf der literarischen Landkarte gesichert. Die Veranstaltung zieht nicht nur Autoren und Kritiker aus dem gesamten deutschsprachigen Raum an, sondern auch Touristen und Literaturinteressierte. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind nicht zu unterschätzen: Hotels sind ausgebucht, Restaurants profitieren von den zahlreichen Besuchern und die lokale Wirtschaft erhält einen willkommenen Schub. Ein fiktiver Wirtschaftsexperte erklärt: „Solche Veranstaltungen sind Gold wert für die Region. Sie bringen nicht nur kurzfristige Einnahmen, sondern stärken auch das kulturelle Image Kärntens nachhaltig.“
Mit dem Erfolg der diesjährigen Veranstaltung stellt sich die Frage, wie sich die Tage der deutschsprachigen Literatur weiterentwickeln werden. Ein fiktiver Kulturbeobachter prognostiziert: „Der Trend geht zu mehr Internationalität. Wir werden in Zukunft noch mehr Autoren aus verschiedenen Ländern sehen, die sich in Klagenfurt präsentieren. Das könnte auch den Austausch zwischen den Kulturen fördern und neue literarische Impulse setzen.“
Der erstmals vergebene Preis „Festivalschreiber:in“ des Kulturfestivals Carinthischer Sommer 2025, der mit 3.000 Euro dotiert ist und einen zweimonatigen Aufenthalt am Ossiacher See als „Artist in Residence“ beinhaltet, ging an Tara Meister. Diese neue Kategorie zeigt, dass die Veranstalter offen für Innovationen sind und auch jüngeren, vielleicht weniger bekannten Autoren eine Plattform bieten möchten.
Der Erfolg der Veranstaltung ist auch ein Triumph für den ORF und die öffentlich-rechtlichen Medien, die als Hauptträger dieser kulturellen Veranstaltung fungieren. ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard zeigte sich begeistert über den Verlauf des diesjährigen Bewerbes: „Als Hausherrin des ORF-Landesstudios Kärnten bin ich einmal mehr hocherfreut, dass die Tage der deutschsprachigen Literatur hervorragend gelaufen sind. Preiswürdige Texte, spannende Diskussionen und ein begeistertes Publikum! Und all das bei einer kulturell hochstehenden Veranstaltung, wie sie nur öffentlich-rechtliche Medien zustande bringen können.“
Die Rolle der Medien in der Förderung der Kultur kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie bieten nicht nur eine Plattform für Künstler, sondern tragen auch dazu bei, kulturelle Werte zu bewahren und einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Die 49. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt waren ein voller Erfolg. Die Veranstaltung zeigte erneut, wie wichtig solche kulturellen Events für die Literaturszene und die Region sind. Natascha Gangls Doppelsieg ist ein Highlight, das noch lange nachhallen wird. Der Ausblick auf die kommenden Jahre ist vielversprechend, und die Veranstaltung dürfte auch in Zukunft ein Fixpunkt im literarischen Kalender bleiben.