Das renommierte Internationale Kulturenfestival „Literatur & Wein" geht in die 26. Runde und verspricht vom 16. bis 19. April 2024 ein außergewöhnliches Erlebnis in der UNESCO-Weltkulturerbe-Region
Das renommierte Internationale Kulturenfestival „Literatur & Wein" geht in die 26. Runde und verspricht vom 16. bis 19. April 2024 ein außergewöhnliches Erlebnis in der UNESCO-Weltkulturerbe-Region Wachau. Unter dem provokanten Motto „Dürfen wir Ihnen bitte Qualität anbieten?" versammeln sich internationale Literaturgrößen und heimische Weinproduzenten im historischen Stift Göttweig sowie in Krems, um eine einzigartige Symbiose aus Hochkultur und Genuss zu zelebrieren.
Das Festival „Literatur & Wein" gilt als eines der bedeutendsten Literaturfestivals Österreichs und verbindet seit über zwei Jahrzehnten zwei wesentliche Kulturelemente: die literarische Kunst und die österreichische Weinkultur. Diese einzigartige Kombination macht das Event zu einem Magneten für Kulturliebhaber aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Das Konzept basiert auf der Idee, dass sowohl Literatur als auch Wein handwerkliche Meisterschaft, Zeit zur Reifung und die Fähigkeit erfordern, komplexe Geschmackserlebnisse zu schaffen.
Die Veranstaltung findet an drei prestigeträchtigen Orten statt: dem barocken Stift Göttweig, das majestätisch über der Donau thront, der Artothek NÖ und dem Literaturhaus NÖ in Krems. Diese Locations bieten nicht nur eine inspirierende Atmosphäre, sondern unterstreichen auch die kulturelle Bedeutung der Region Wachau, die 2000 von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde.
Den Auftakt der 26. Ausgabe macht ein besonders bedeutungsvoller Abend: Am Donnerstag, 16. April, lädt die renommierte Literaturkritikerin Katja Gasser zu einem Gespräch über „Alltag – abseits von Normalität". Als Gäste werden die israelische Schriftstellerin Lizzie Doron und der österreichisch-israelische Autor und Historiker Doron Rabinovici erwartet. Diese Konstellation verspricht tiefgreifende Einblicke in die Rolle der Literatur in gesellschaftlich herausfordernden Zeiten.
Lizzie Doron, geboren 1953 in Tel Aviv als Tochter Holocaust-Überlebender, gilt als eine der wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen israelischen Literatur. Ihre Werke wie „Warum bist du nicht vor dem Krieg gekommen?" wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und thematisieren die transgenerationalen Auswirkungen historischer Traumata. Doron Rabinovici hingegen, 1961 in Tel Aviv geboren und seit seiner Kindheit in Wien lebend, vereint in seinen Werken österreichische und israelische Perspektiven und gilt als einer der profiliertesten Vertreter der deutsch-jüdischen Gegenwartsliteratur.
Das Herzstück des Festivals bilden die traditionellen „Langen Lesenächte" am Freitag und Samstag im atmosphärischen Ambiente des Stifts Göttweig. Diese Veranstaltungsform hat sich über die Jahre zu einem Markenzeichen des Festivals entwickelt und bietet den Besuchern die Möglichkeit, mehrere Stunden lang in verschiedene literarische Welten einzutauchen.
Am Freitag, 17. April, präsentieren sich ab 18 Uhr vier herausragende Autoren: Birgit Birnbacher, die 2019 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde, Milena Michiko Flašar, deren deutsch-japanische Perspektive der Literatur neue Dimensionen verleiht, Heinrich Steinfest, einer der erfolgreichsten österreichischen Kriminalautoren, und David Szalay, der für seine präzise Prosa international gefeiert wird. Musikalisch begleitet wird der Abend von Ernst Molden & Hannes Wirth, die für ihre innovative Verbindung von Literatur und Musik bekannt sind.
Der Samstag wartet mit einer ebenso beeindruckenden Konstellation auf: Xaver Bayer, Marcel Beyer, Dorothee Elmiger, Norbert Gstrein und Shelly Kupferberg werden ihre neuesten Werke präsentieren. Diese Auswahl repräsentiert verschiedene Generationen und Stilrichtungen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und verspricht ein facettenreiches Leseerlebnis.
Neben den Hauptveranstaltungen bietet das Festival ein umfangreiches Rahmenprogramm, das verschiedene literarische Genres und Formate abdeckt. Besonders erwähnenswert ist die neue Reihe „Aus dem Gedächtnis von Stift Göttweig