Das achtlose Wegwerfen von Abfällen, auch bekannt als „Littering“, hat in Österreich ein alarmierendes Ausmaß erreicht. Ein neuer Bericht, der am 1. Oktober 2025 von der Verpackungskoordinierungsstelle (VKS) veröffentlicht wurde, zeigt erstmals die erschreckenden Zahlen und Fakten auf. Jährlich land
Das achtlose Wegwerfen von Abfällen, auch bekannt als „Littering“, hat in Österreich ein alarmierendes Ausmaß erreicht. Ein neuer Bericht, der am 1. Oktober 2025 von der Verpackungskoordinierungsstelle (VKS) veröffentlicht wurde, zeigt erstmals die erschreckenden Zahlen und Fakten auf. Jährlich landen rund 15.000 Tonnen Müll auf Straßen, öffentlichen Plätzen und in der Natur. Diese Menge entspricht dem Abfallaufkommen einer mittelgroßen Stadt mit 30.000 Einwohnern.
Littering bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfällen an öffentlichen Orten, anstatt sie ordnungsgemäß zu entsorgen. Dieses Verhalten ist nicht nur ein optisches Ärgernis, sondern hat auch erhebliche ökologische und wirtschaftliche Folgen. Die Kosten für die Entsorgung und Reinigung tragen in der Regel die Gemeinden, die jährlich etwa 200 Millionen Euro dafür aufwenden müssen.
Der Bericht kombiniert repräsentative Umfrageergebnisse mit einer landesweiten Datenerhebung. Er dokumentiert systematisch das Ausmaß des Litterings in Österreich und liefert eine fundierte Basis für zukünftige Maßnahmen. Der Bericht zeigt, dass vor allem Städte betroffen sind, da hier viele Menschen auf engem Raum zusammenleben und öffentliche Flächen intensiv genutzt werden.
Besonders Zigarettenstummel sind ein großes Problem. Laut Schätzungen des Umweltbundesamts werden jährlich mindestens drei Milliarden unsachgemäß entsorgt.
Um das Littering-Problem zu bekämpfen, wurde am 1. Januar 2025 ein Pfandsystem für Kunststoffflaschen eingeführt. Diese gehörten bislang zu den am häufigsten weggeworfenen Kunststoffverpackungen. Das Pfandsystem soll Verbraucher dazu motivieren, ihre Flaschen ordnungsgemäß zurückzugeben, anstatt sie in der Umwelt zu entsorgen.
Eine Umfrage des Market Instituts ergab, dass 84 Prozent der Österreicher sich über Müll in der Umwelt ärgern. 31 Prozent glauben sogar, dass das Problem in den letzten Jahren zugenommen hat. Interessanterweise geben 49 Prozent an, selbst schon einmal Müll achtlos weggeworfen zu haben. Die häufigsten Gründe dafür sind Unachtsamkeit und praktische Erwägungen.
Der Bericht formuliert vier konkrete Empfehlungen:
Diese Maßnahmen sollen helfen, das Littering-Problem einzudämmen und die Umwelt sauber zu halten.
Ein Experte aus der Abfallwirtschaft betont: „Der Report zeigt deutlich, dass Littering ein ernstzunehmendes Problem ist. Wir müssen bestehende Maßnahmen weiterführen und neue Ansätze finden, um unsere Umwelt sauber und lebenswert zu erhalten.“
In Ländern wie Deutschland und der Schweiz sind Pfandsysteme seit Jahren etabliert und haben sich als wirksam erwiesen. Diese Systeme könnten als Vorbild für Österreich dienen, um das Littering-Problem in den Griff zu bekommen.
Der Littering-Report ist ein Weckruf für Politik und Gesellschaft. Es bedarf gemeinsamer Anstrengungen, um das Problem zu lösen. Die Einführung des Pfandsystems ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, doch es gibt noch viel zu tun. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob die Maßnahmen greifen und Österreichs Umwelt sauberer wird.
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte den Originalbericht der VKS.