Schienengüterverkehr-Allianz sieht starkes Signal für nachhaltige Logistikziele
Die Plattform naturail begrüßt die neue Logistikstandortstrategie des Bundes als wichtigen Schritt für resiliente Logistik in Österreich.
Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur hat eine neue Logistikstandortstrategie angekündigt, die von der Branche mit großer Zustimmung aufgenommen wird. Die Plattform naturail, ein Zusammenschluss führender österreichischer Schienengüterverkehr-Verbände, sieht darin einen entscheidenden Schritt zur Stärkung des heimischen Logistiksektors.
Hinter der Plattform naturail stehen vier bedeutende Branchenverbände: der WKÖ-Fachverband der Schienenbahnen, VABU – Verband der Anschlussbahnunternehmen, VPI – Verband der Privatgüterwagen-Interessenten Österreichs sowie CombiNet – Netzwerk Kombinierter Verkehr. Diese geschlossene Allianz unterstreicht die Bedeutung der Initiative für die gesamte Branche.
"Die Logistikstandortstrategie ist ein starkes Signal für wirtschaftlich starke, nachhaltige und innovative Logistikziele, zu deren Erreichung der Schienengüterverkehr einen zentralen Beitrag leistet", erklärt Nikolaus Hirnschall, Sprecher von naturail. Die Verbände betonen ausdrücklich, dass damit ein erster wichtiger und lösungsorientierter Schritt für die Stärkung des österreichischen Logistiksektors erfolgt ist.
Der Schienengüterverkehr nimmt eine besondere Position in der österreichischen Verkehrspolitik ein. Er verbindet wie kein anderer Sektor die drei zentralen Anforderungen moderner Logistik: Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz. Diese einzigartige Kombination macht ihn zu einem unverzichtbaren Baustein für eine zukunftsfähige Transportstrategie.
"Die Schiene ist das Rückgrat einer zukunftsfähigen Logistik und ein entscheidender Hebel, um die Ziele der Strategie zu erreichen", betonen die Branchenvertreter unisono. Daher sei es essenziell, dass die Potenziale der Schiene in der Logistikstandortstrategie umfassend genutzt werden.
Besonders positiv bewerten die Verbände, dass die Initiative als konkrete Umsetzungsstrategie konzipiert ist. "Wir müssen vom Reden ins Tun kommen. Und das funktioniert am besten, wenn alle beteiligten Akteure mit an den Tisch geholt werden, wie es durch den breiten Stakeholder-Prozess vorgesehen ist", so Hirnschall.
Der erfolgreiche Wandel erfordere das Zusammenwirken aller Beteiligten: "Nur wenn Politik, Wirtschaft und damit auch die Logistikbranche an einem Strang ziehen, wird die Transformation gelingen." Diese kooperative Herangehensweise wird von der Branche als besonders vielversprechend eingeschätzt.
Mit der Ankündigung der Logistikstandortstrategie ist der Startschuss gefallen, um konkrete Lösungen für verschiedene Herausforderungen zu entwickeln. Zu den identifizierten Handlungsfeldern gehören:
Die Logistikstandortstrategie kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Österreich steht vor der Herausforderung, seine Position als zentraler Logistikknoten in Europa zu stärken, während gleichzeitig die Klimaziele erreicht werden müssen. Der Schienengüterverkehr bietet hier eine Lösung, die beide Anforderungen erfüllen kann.
Die geografische Lage Österreichs als Transitland zwischen West- und Osteuropa macht das Land zu einem natürlichen Logistikzentrum. Mit einer durchdachten Strategie, die den Schienengüterverkehr in den Mittelpunkt stellt, kann diese Position weiter ausgebaut werden.
Die Plattform naturail agiert nicht nur national, sondern versteht sich als europaweite Initiative. Das Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für den klimafreundlichsten Verkehrsträger zu verbessern und einen entscheidenden Beitrag zur ökologischen und wirtschaftlichen Zukunft Europas zu leisten.
Diese grenzüberschreitende Perspektive ist besonders wichtig, da Güterverkehr naturgemäß internationale Verbindungen erfordert. Nur durch koordinierte Anstrengungen auf europäischer Ebene können die Potenziale des Schienengüterverkehrs vollständig ausgeschöpft werden.
Die Ankündigung der Logistikstandortstrategie markiert den Beginn eines umfassenden Transformationsprozesses. In den kommenden Monaten werden konkrete Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden müssen. Die Branche zeigt sich bereit, aktiv an diesem Prozess mitzuwirken.
Die Erfolg der Strategie wird maßgeblich davon abhängen, wie effektiv die verschiedenen Stakeholder zusammenarbeiten können. Mit der breiten Unterstützung durch die Verbände der Schienengüterverkehrsbranche ist ein wichtiger Grundstein gelegt.
Die Initiative naturail wird den Prozess weiterhin konstruktiv begleiten und ihre Expertise in die Entwicklung praxistauglicher Lösungen einbringen. Ziel ist es, Österreich als führenden Logistikstandort in Europa zu positionieren – nachhaltig, wettbewerbsfähig und zukunftsorientiert.