Die Stimmung brodelt in der Elektro- und Elektronikindustrie: Nach drei Verhandlungsrunden bleibt das Angebot der Arbeitgeber für die 60.000 Beschäftigten weit unter den Erwartungen. Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA sind empört, denn das Angebot liegt mit einem Prozent weit unter der Inflationsrate
Die Stimmung brodelt in der Elektro- und Elektronikindustrie: Nach drei Verhandlungsrunden bleibt das Angebot der Arbeitgeber für die 60.000 Beschäftigten weit unter den Erwartungen. Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA sind empört, denn das Angebot liegt mit einem Prozent weit unter der Inflationsrate von 2,76 Prozent. Droht nun ein Arbeitskampf?
Die Verhandlungen zur Lohnerhöhung in der Elektro- und Elektronikindustrie sind auf einem kritischen Punkt angelangt. Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA werfen den Arbeitgebern Respektlosigkeit vor. Während Managerboni und Dividendenauszahlungen in vollen Zügen ausgezahlt werden, sollen die Arbeitnehmer mit einem mickrigen Prozent abgespeist werden. Für die Gewerkschaften ist das ein Skandal!
Die Chefverhandler Reinhold Binder und Karl Dürtscher lassen kein gutes Haar an dem Angebot. Sie kritisieren, dass die Beschäftigten nicht einmal einen Teuerungsausgleich erhalten sollen. "Lohndumping stärkt nicht den Wirtschaftsstandort und hilft nicht der Konjunktur", so ihre deutlichen Worte. Die Gewerkschaften fordern nicht nur faire Lohnerhöhungen, sondern auch Verbesserungen bei Schichtzulagen und Urlaub.
Am 7. Mai wird es ernst: Bei einer Konferenz in Schwechat wollen die Betriebsräte über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Zeichen stehen auf Konflikt, und gewerkschaftliche Maßnahmen sind nicht mehr ausgeschlossen. Die Gewerkschaften zeigen sich entschlossen, für die Rechte der Beschäftigten zu kämpfen.
Die Verhandlungen sollen am 9. Mai fortgesetzt werden. Bis dahin bleibt die Spannung hoch, ob sich die Arbeitgeber bewegen und ein akzeptables Angebot vorlegen werden. Die Gewerkschaften hoffen auf ein Einlenken, um den drohenden Arbeitskampf abzuwenden.