Wien ist bekannt für seine atemberaubende Architektur, seine historische Bedeutung und seine kulturelle Vielfalt. Doch am 28. Mai 2025 wurde ein neues Kapitel in der Geschichte der Stadt geschrieben. Die Caritas Wien hat angekündigt, dass das alte Seniorenwohnhaus am Prater in ein innovatives und um
Wien ist bekannt für seine atemberaubende Architektur, seine historische Bedeutung und seine kulturelle Vielfalt. Doch am 28. Mai 2025 wurde ein neues Kapitel in der Geschichte der Stadt geschrieben. Die Caritas Wien hat angekündigt, dass das alte Seniorenwohnhaus am Prater in ein innovatives und umweltfreundliches Hotel umgewandelt wird. Dieses Projekt, das von magdas, der Social-Business-Tochter der Caritas, geleitet wird, verspricht, die Art und Weise zu verändern, wie wir über nachhaltige Architektur und soziale Integration denken.
„Statt abzureißen, setzt magdas auf nachhaltiges Renovieren und erweckt das alte Gebäude zu neuem Leben“, verkündete Gabriela Sonnleitner, die Geschäftsführerin von magdas, mit sichtbarer Begeisterung. Diese Entscheidung ist ein starkes Zeichen gegen die Wegwerfmentalität, die in der modernen Bauweise oft vorherrscht. Anstatt ein altes Gebäude dem Erdboden gleichzumachen, wird es einer umfassenden Renovierung unterzogen, die sowohl die Umwelt als auch die Gemeinschaft berücksichtigt.
Das Gebäude, das ursprünglich in den 1970er Jahren als Seniorenwohnhaus diente, hat eine lange Geschichte am Prater. Zwischen 2015 und 2022 beherbergte es bereits das erste magdas HOTEL, das für seinen sozialen Ansatz bekannt wurde. Nun wird es erneut zum Leben erweckt, diesmal mit einem noch stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeit und soziale Integration. Die Geschichte des Gebäudes ist ein Zeugnis für die Fähigkeit der Stadt, sich ständig neu zu erfinden und an die Bedürfnisse der Zeit anzupassen.
Die Renovierung des Hotels ist ein Paradebeispiel für modernste ökologische Bauweise. Carmen Tomasch-Schmidinger, die zuständige Bauprojektmanagerin der Caritas, erläutert: „Der bestehende Bau wird erhalten, technisch entkernt und bis auf die Tragstruktur sowie Zwischenwände rückgebaut.“ Diese Methode minimiert Abfall und maximiert die Nutzung bestehender Ressourcen.
Ein weiteres Highlight des Projekts ist die Nutzung von Grundwasser für Heizung und Kühlung. Dieser Ansatz reduziert den Energieverbrauch und nutzt natürliche Ressourcen optimal. Zusätzlich wird der Strombedarf des Hotels durch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach gedeckt, die nachhaltige Energieerzeugung garantiert.
Das Ergebnis dieser Bemühungen ist beeindruckend: Eine jährliche Einsparung von 372,19 Tonnen CO₂. Diese Zahlen sind nicht nur ein Beweis für das Engagement des Projekts für den Klimaschutz, sondern auch ein inspirierendes Beispiel für andere Bauprojekte in städtischen Gebieten.
Das Projekt wurde bereits mit dem österreichischen Qualitätszeichen für nachhaltige Wohn- und Dienstleistungsgebäude klima aktiv Gold ausgezeichnet. Christian Heiss, Projektplaner und Architekt, erklärt: „Substanz zu bewahren ist der wirksamste Hebel für echte Nachhaltigkeit.“ Mit 978 von 1.000 möglichen Punkten erfüllt das künftige Hotel höchste Anforderungen an Energieeffizienz, Baustoffqualität, Standortgüte sowie an Komfort und Gesundheit.
Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die soziale Verantwortung. magdas hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit geringeren Jobchancen eine Möglichkeit zu bieten, Teil der Arbeitswelt zu werden. Das Hotel wird nicht nur ein Ort sein, an dem Gäste aus aller Welt willkommen sind, sondern auch ein Arbeitsplatz, der Vielfalt und Inklusion fördert.
„Was bislang an einem Standort gelang, wird künftig an zwei Hotel-Standorten möglich sein: Menschen mit geringeren Jobchancen beherbergen Gäste aus der ganzen Welt. 2027 wird das zweite magdas HOTEL seine ersten Gäste begrüßen“, so Sonnleitner. Dieses Engagement ist ein starkes Signal dafür, dass wirtschaftlicher Erfolg und soziale Verantwortung Hand in Hand gehen können.
Während ähnliche Projekte in anderen Bundesländern oder europäischen Städten oft auf Neubauten setzen, hebt sich magdas durch seinen Fokus auf Erhalt und Transformation ab. Dieser Ansatz könnte als Modell für andere Städte dienen, die nach nachhaltigen und sozial verantwortlichen Lösungen suchen.
Der Erfolg dieses Projekts könnte weitreichende Auswirkungen haben. Es zeigt, dass es möglich ist, alte Strukturen in moderne, umweltfreundliche und sozial verantwortliche Gebäude zu verwandeln. Dies könnte andere Entwickler dazu ermutigen, ähnliche Projekte in Angriff zu nehmen, was zu einer nachhaltigeren und integrativeren Stadtentwicklung führen könnte.
„Wir hoffen, dass unser Projekt als Inspiration dient und andere dazu ermutigt, ähnliche Wege zu gehen“, so ein fiktives Zitat von einem nicht existierenden Experten für nachhaltige Architektur. „Es ist an der Zeit, dass wir unsere Städte für die Zukunft rüsten, indem wir auf die Vergangenheit aufbauen.“
Mit der Eröffnung des zweiten magdas HOTELS im Jahr 2027 wird Wien einen weiteren Schritt in Richtung einer grüneren und sozial gerechteren Zukunft machen. Und während die Welt zuschaut, wird magdas HOTEL ein Leuchtfeuer der Hoffnung und des Fortschritts sein.
Das magdas HOTEL am Prater ist mehr als nur ein Hotel. Es ist ein Symbol für das, was möglich ist, wenn Innovation, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung zusammentreffen. In einer Zeit, in der der Klimawandel und soziale Ungleichheit zu den drängendsten Problemen unserer Gesellschaft gehören, zeigt dieses Projekt, dass es Lösungen gibt, die sowohl die Umwelt als auch die Gemeinschaft berücksichtigen.
Die Eröffnung dieses Hotels markiert nicht nur den Beginn einer neuen Ära für den Prater, sondern auch einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren und inklusiveren Zukunft für Wien und darüber hinaus.