In der heutigen digitalen Welt, in der Technologie allgegenwärtig ist, stellt sich die Frage: Wer kann ein 'Maker' sein? Am 29. Januar 2026 wurde eine neue Studie des AIT Austrian Institute of Technology veröffentlicht, die sich mit genau dieser Frage beschäftigt. Das Konzept des 'Making' – das krea
In der heutigen digitalen Welt, in der Technologie allgegenwärtig ist, stellt sich die Frage: Wer kann ein 'Maker' sein? Am 29. Januar 2026 wurde eine neue Studie des AIT Austrian Institute of Technology veröffentlicht, die sich mit genau dieser Frage beschäftigt. Das Konzept des 'Making' – das kreative Selbermachen mit Technologien – sollte alle Menschen ansprechen, doch die Realität sieht oft anders aus. In Österreich, insbesondere in Wien, wird intensiv daran geforscht, wie der Zugang zu diesen kreativen Räumen für alle Menschen geöffnet werden kann.
Der Begriff 'Making' umfasst eine Vielzahl von Aktivitäten, die von Elektronik und 3D-Druck bis hin zu traditioneller Holzbearbeitung und Robotik reichen. Historisch gesehen hat sich das 'Making' aus der Do-it-yourself-Bewegung entwickelt, die in den 1970er Jahren in den USA ihren Anfang nahm. Damals wie heute steht der Gedanke im Vordergrund, Dinge selbst zu gestalten und zu reparieren, anstatt sie neu zu kaufen. In Österreich hat sich diese Bewegung in den letzten Jahrzehnten stark entwickelt, wobei Makerspaces in Städten wie Wien und Graz entstanden sind.
In Deutschland und der Schweiz ist die Maker-Kultur ebenfalls stark ausgeprägt. In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Maker-Faires, die jährlich Tausende von Besuchern anziehen. Diese Veranstaltungen fördern den Austausch von Wissen und die Zusammenarbeit zwischen Hobbyisten und Profis. In der Schweiz sind Makerspaces oft an Universitäten und technischen Hochschulen angesiedelt, was den Zugang zu fortschrittlicher Technologie erleichtert. Österreich kann von diesen Beispielen lernen und die Inklusion in seinen Makerspaces weiter vorantreiben.
Die Auswirkungen eines inklusiveren Zugangs zu Makerspaces sind weitreichend. Ein Beispiel ist das Happylab in Wien-Leopoldstadt, das größte Makerlab Österreichs. Hier können Menschen unabhängig von ihrem Hintergrund Zugang zu modernster Technologie erhalten. Dies fördert nicht nur die Kreativität, sondern auch die Problemlösungsfähigkeiten der Teilnehmer. Besonders für Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund, die traditionell unterrepräsentiert sind, bietet dies eine Chance zur Teilhabe.
Studien zeigen, dass Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund in Makerspaces unterrepräsentiert sind. Eine Untersuchung des AIT ergab, dass nur etwa 20% der Besucherinnen in Makerspaces Frauen sind. Dies steht im Gegensatz zu einer fast gleichmäßigen Geschlechterverteilung in der allgemeinen Bevölkerung. Um diese Lücke zu schließen, sind gezielte Programme und Initiativen erforderlich.
Bildung spielt eine entscheidende Rolle bei der Förderung des 'Making'. Das Pop*Up-Projekt, das im November letzten Jahres gestartet wurde, zielt darauf ab, MINT-Kompetenzen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) bei Kindern zu fördern. Der mobile Makerspace soll insbesondere in strukturschwachen Regionen eingesetzt werden, um Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund Zugang zu Bildung und Technologie zu bieten.
Die Zukunft des 'Making' in Österreich sieht vielversprechend aus. Mit Projekten wie Pop*Up und der Unterstützung von Institutionen wie dem AIT besteht die Möglichkeit, dass Makerspaces zu inklusiven Orten werden, die allen Menschen offenstehen. Die Fertigstellung des ersten mobilen Makerspace-Prototyps ist für Ende 2026 geplant, und es wird erwartet, dass dieser neue Maßstäbe für die MINT-Bildung setzt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Förderung von 'Making' in Österreich ein wichtiger Schritt in Richtung einer inklusiveren Gesellschaft ist. Durch gezielte Bildungsprogramme und die Schaffung von zugänglichen Makerspaces können alle Menschen die Möglichkeit erhalten, ihre kreativen und technischen Fähigkeiten zu entwickeln. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Webseite des AIT Austrian Institute of Technology.