Die Ergebnisse der 44. WdF-Einkommensstudie sind da und sie könnten kaum alarmierender sein: Österreichs Top-Manager sehen sich mit einem realen Einkommensrückgang konfrontiert, der seit 2020 bereits über 13% beträgt. Diese dramatischen Zahlen wurden von 598 Führungskräften aus der ersten und zweite
Die Ergebnisse der 44. WdF-Einkommensstudie sind da und sie könnten kaum alarmierender sein: Österreichs Top-Manager sehen sich mit einem realen Einkommensrückgang konfrontiert, der seit 2020 bereits über 13% beträgt. Diese dramatischen Zahlen wurden von 598 Führungskräften aus der ersten und zweiten Führungsebene gesammelt und ausgewertet.
Die Studie, die von der renommierten Kanzlei Drachsler-Linzer notariell begleitet wurde, zeigt einen Rückgang des Jahreseinkommens der ersten Führungsebene um 1,3% auf 262.500 Euro. Dies markiert das vierte Jahr in Folge eines realen Rückgangs. Im Gegensatz dazu konnte die zweite Führungsebene einen Anstieg um 3,9% auf 170.100 Euro verzeichnen. Inflationsbereinigt bedeutet das jedoch nur einen Zuwachs von 0,8% für die zweite Ebene, während die erste Ebene um 4,1% zurückging.
Warum fallen die Gehälter der Führungskräfte? Hauptgründe sind der anhaltende Fachkräftemangel, politische Unsicherheiten – von der Ukraine-Krise bis zu den Zolldiskussionen in den USA – und eine Verschiebung der Einkommensbestandteile hin zu erfolgsabhängigen Komponenten. Die wirtschaftliche Lage zwingt Unternehmen, Boni an die Erreichung von Unternehmenszielen zu koppeln. Ein fiktiver Experte erklärt: "Die Managergehälter sind stark von der Performance der Unternehmen abhängig. In Krisenzeiten sinken die Boni und damit das Gesamteinkommen."
Die Studie beleuchtet auch die Rolle der Frauen im Management. Der Anteil an Frauen in der Befragung ist mit 98 von 598 gering, doch sie verdienen im Schnitt mehr als im Vorjahr. Dennoch bleibt das Ergebnis aufgrund der kleinen Stichprobe fragwürdig. Die strukturellen Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind gravierend: Frauen sind jünger, kürzer im Unternehmen und seltener in CEO-Positionen. Eine Initiative namens "Women Leadership Alliance" setzt sich dafür ein, diese Lücken zu schließen.
Im europäischen Vergleich befinden sich österreichische Managergehälter im Mittelfeld. Während in Deutschland Top-Manager oft über 300.000 Euro verdienen, liegen die Gehälter in Österreich darunter. Ein fiktiver Experte kommentiert: "Die Gehälter in Österreich sind zwar solide, doch im internationalen Vergleich müssen wir aufpassen, nicht den Anschluss zu verlieren."
Ein weiteres interessantes Detail der Studie betrifft die Firmenautos, die lange als Statussymbole galten. Hier zeigt sich ein klarer Trend zu umweltfreundlichen Alternativen: 25% der ersten Führungsebene und 17% der zweiten Führungsebene nutzen inzwischen ein Klimaticket, um ihren CO2-Fußabdruck zu minimieren.
Mehr als die Hälfte der Befragten sehen den Fachkräftemangel als eine der größten Bedrohungen für die Stabilität der Unternehmen. Knapp dahinter folgen politische Unsicherheiten. Diese Faktoren machen es für Unternehmen schwierig, langfristig zu planen. Fehlentscheidungen des Managements und makroökonomische Faktoren wie Inflation und Zinsniveau sind ebenfalls bedeutende Bedrohungen.
Angesichts dieser Herausforderungen stellt sich die Frage, wie sich die Situation in Zukunft entwickeln wird. Ein fiktiver Experte prognostiziert: "Unternehmen müssen strategisch in Mitarbeiterentwicklung und -bindung investieren, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Gleichzeitig wird die Fähigkeit, sich an politische und wirtschaftliche Veränderungen anzupassen, entscheidend für den Erfolg sein."
Die Studie endet mit einem Appell an die Unternehmen, ihre Strukturen zu überdenken und diversifizierte Teams zu fördern, um die wirtschaftliche Leistung zu steigern. Dies sei nicht nur ein Vorteil für die Unternehmen selbst, sondern auch für den Wirtschaftsstandort Österreich insgesamt.