Die Führungskräfte in Deutschland sind alarmiert: Der SAFE-Index zur Manager-Stimmung zeigt die höchste Unsicherheit seit über einem Jahr! Die wirtschaftlichen Turbulenzen sind deutlich spürbar und lassen die Börsen zittern. Verunsicherung bei Führungskräften: Ein beispielloser Rückgang Der SAFE-Ind
Die Führungskräfte in Deutschland sind alarmiert: Der SAFE-Index zur Manager-Stimmung zeigt die höchste Unsicherheit seit über einem Jahr! Die wirtschaftlichen Turbulenzen sind deutlich spürbar und lassen die Börsen zittern.
Der SAFE-Index, ein Barometer für die Stimmung der Manager, ist im Mai dramatisch gesunken. Von einem Plus von 0,61 im Vormonat fiel er auf bescheidene 0,26 Punkte. Der Grund? Eine wachsende Unsicherheit, die sich in den Aussagen der Führungskräfte deutscher börsennotierter Unternehmen widerspiegelt. Die jüngsten Analystenkonferenzen offenbaren: Prognosen sind derzeit kaum möglich.
Die Unsicherheit hat viele Gesichter. US-Präsident Donald Trump hat im April weitreichende Importzölle angekündigt, die Koalitionsverhandlungen in Deutschland stocken, und die globalen Spannungen nehmen zu. Florian Heider, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung SAFE, warnt: "Wenn die Spielregeln unklar werden, ziehen sich die Unternehmen zurück." Diese Unsicherheit hat eine neue Dimension erreicht und betrifft die gesamte globale Wirtschaftsordnung.
Viele Unternehmen haben bereits auf Prognosen für das laufende Jahr verzichtet. Eine Führungskraft erklärte, dass es selten so schwierig war, seriöse Ausblicke zu geben. Die Entwicklungen im Welthandel verunsichern Unternehmen und Kunden gleichermaßen. Entscheidungen werden auf Eis gelegt, Investitionen verzögert.
Besonders der Industriesektor leidet unter der Unklarheit. "Die Kunden wissen nicht, ob die Dinge wirklich in Kraft treten, und halten ihre derzeitige Struktur vorerst aufrecht," sagte eine Führungskraft. Die Unsicherheit über Zolltarife erschwert die Planungssicherheit für neue Investitionen erheblich.
Alexander Hillert und sein Team messen nun systematisch die Unsicherheit in der Kommunikation der Unternehmen. Mit dem Loughran and McDonald Dictionary of Uncertainty Words wird die Präsenz von Begriffen wie "unklar", "volatil" und "Risiko" in Analystenkonferenzen analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Unsicherheit im April 2025 so präsent war wie nie zuvor im letzten Jahr.
Die US-Importzölle sind ein zentrales Thema. Unternehmen können die möglichen Folgen noch nicht quantifizieren. Selbst Unternehmen, die nicht direkt betroffen sind, äußern sich besorgt über mögliche Folgewirkungen. Konsumgüterhersteller fürchten die schwache Nachfrage und den schwächeren Dollar, der den Exporteuren schadet. Einige Automobilhersteller ziehen sogar in Betracht, Investitionen oder Produktionsstätten in die USA zu verlagern.
Die Analyse zeigt, dass politische Entscheidungen die Unsicherheit stark beeinflussen. Der starke Anstieg im Dezember 2024 fiel mit den US-Präsidentschaftswahlen und dem Ende der deutschen Regierungskoalition zusammen. Der Rückgang im März 2025 hingegen entsprach der zunehmenden politischen Stabilität in Deutschland.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich die Lage stabilisiert oder ob die Unsicherheit weiter zunimmt. Die nächsten Veröffentlichungstermine des SAFE-Index stehen bereits fest und werden mit Spannung erwartet.