Der 14. Dezember 2025 markiert erneut den Beginn der Marder-Hochsaison in Österreich. Mit den kühleren Monaten suchen diese agilen Tiere vermehrt Unterschlupf in den warmen Motorräumen von Fahrzeugen. Für viele Autobesitzer ist dies ein alljährliches Ärgernis, das nicht nur Nerven, sondern auch das
Der 14. Dezember 2025 markiert erneut den Beginn der Marder-Hochsaison in Österreich. Mit den kühleren Monaten suchen diese agilen Tiere vermehrt Unterschlupf in den warmen Motorräumen von Fahrzeugen. Für viele Autobesitzer ist dies ein alljährliches Ärgernis, das nicht nur Nerven, sondern auch das Portemonnaie strapaziert. Die Schäden reichen von durchtrennten Kabeln bis hin zu kostspieligen Folgeschäden, die schnell mehrere Hundert Euro kosten können.
Marder sind neugierige Tiere, die aus Revierverhalten und Schutzsuche handeln. Der Motorraum eines Autos riecht für sie nach anderen Tieren, was Bissattacken provozieren kann. Besonders gummiartige Materialien wie Zündkabel oder Kühlmittelschläuche wecken ihr Interesse. Der warme Motorraum bietet zudem ein geschütztes Nest nach nächtlichen Streifzügen. Diese Kombination führt zu erheblichen Schäden, die oft erst spät erkannt werden.
Zu den häufigsten Marderschäden zählen durchbissene Zündkabel, ABS-Leitungen oder Sensorstecker. Auch Elektrofahrzeuge sind betroffen, obwohl ihre Hochvoltkomponenten geschützt sind. Niedervoltleitungen und Kühlmittelschläuche stehen ebenfalls auf dem Speiseplan der Marder. Die Schäden sind oft nicht sofort sichtbar, können jedoch beim Fahren kritisch werden. Warnsignale wie Motorstottern, Leistungsverlust oder Warnleuchten am Armaturenbrett sollten ernst genommen werden.
Marder sind in Europa weit verbreitet und haben sich über die Jahrhunderte an menschliche Siedlungen angepasst. Die ersten Berichte über Marderschäden an Fahrzeugen stammen aus den 1970er Jahren, als die Zahl der Autos zunahm und Marder begannen, den Motorraum als idealen Unterschlupf zu entdecken. In Österreich sind Marderschäden seit den 1980er Jahren ein bekanntes Problem, das vor allem im Herbst und Winter auftritt.
In Deutschland und der Schweiz sind Marderschäden ebenfalls ein bekanntes Problem. In Deutschland gibt es sogar spezielle Versicherungen, die Marderschäden abdecken. In der Schweiz sind vor allem ländliche Gebiete betroffen, wo Marder häufiger vorkommen. Österreich liegt in Bezug auf die Häufigkeit von Marderschäden im Mittelfeld, hat jedoch in den letzten Jahren vermehrt Maßnahmen zur Prävention ergriffen.
Für Fahrzeugbesitzer in Österreich bedeutet ein Marderschaden nicht nur finanzielle Belastungen, sondern auch potenzielle Sicherheitsrisiken. Ein defektes Zündkabel kann zu Motorstottern führen, was in kritischen Situationen gefährlich werden kann. Darüber hinaus können beschädigte Kühlmittelschläuche zu Überhitzung des Motors führen, was wiederum teure Reparaturen nach sich zieht.
Ein Beispiel ist Familie Huber aus Wien, deren Auto nach einem Marderbiss plötzlich auf der Autobahn liegenblieb. Der Schaden belief sich auf über 1.000 Euro, da neben den Kabeln auch der Kühler beschädigt wurde. Solche Vorfälle sind keine Seltenheit und unterstreichen die Wichtigkeit von Präventionsmaßnahmen.
Experten wie der Bundesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik, Roman Keglovits-Ackerer, betonen die Bedeutung regelmäßiger Kontrollen und geeigneter Schutzmaßnahmen. Eine fachgerechte Motorwäsche kann Reviermarkierungen entfernen und somit weitere Angriffe verhindern. Mechanische Schutzmaßnahmen wie Abschottungen oder Schutzschläuche sind ebenfalls effektiv.
Hochspannungs- oder Ultraschallgeräte bieten eine technische Lösung, während biologische Sprays oder Duftbarrieren kurzfristig helfen können. Unterboden-Gitter oder Abwehrmatten sind weitere Optionen, die jedoch regelmäßig erneuert werden müssen.
In den kommenden Jahren wird erwartet, dass die Präventionsmaßnahmen weiterentwickelt werden. Innovative Technologien könnten helfen, Marder dauerhaft von Fahrzeugen fernzuhalten. Eine engere Zusammenarbeit zwischen Versicherungen, Werkstätten und Autobesitzern könnte ebenfalls dazu beitragen, die finanziellen Belastungen zu reduzieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Marderschäden in Österreich ein ernstzunehmendes Problem darstellen, das sowohl wirtschaftliche als auch sicherheitstechnische Aspekte umfasst. Mit der richtigen Vorsorge und regelmäßigen Kontrollen können jedoch viele Schäden vermieden werden.
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