Der österreichische Karton- und Verpackungskonzern Mayr-Melnhof (MM) hat am 17. März 2026 seine Geschäftszahlen für das Jahr 2025 vorgelegt.
Der österreichische Karton- und Verpackungskonzern Mayr-Melnhof (MM) hat am 17. März 2026 seine Geschäftszahlen für das Jahr 2025 vorgelegt. Trotz anhaltender Überkapazitäten in der europäischen Kartonindustrie und schwacher Konsumnachfrage konnte das Wiener Unternehmen sein bereinigtes betriebliches Ergebnis um 2,8 Prozent auf 195,4 Millionen Euro steigern.
Das konzernweite Transformationsprogramm Fit-For-Future trug im Jahr 2025 rund 70 Millionen Euro zum bereinigten betrieblichen Ergebnis bei. Das Management erwartet eine Ergebnissteigerung von über 250 Millionen Euro im Jahr 2027 gegenüber 2024 (exkl. TANN), womit die ursprüngliche Erwartung von über 150 Millionen Euro beim Programmstart übertroffen würde.
Die konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns beliefen sich auf 3.885,3 Millionen Euro und lagen damit um 4,8 Prozent unter dem Vorjahreswert von 4.079,6 Millionen Euro. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Verkauf der TANN Gruppe Anfang Juni 2025 zurückzuführen.
Das bereinigte EBITDA lag bei 418,2 Millionen Euro (2024: 418,5 Mio. EUR) und die bereinigte Operating Margin des Konzerns erhöhte sich auf 5,0 Prozent (2024: 4,7 Prozent).
Die Dividende wird um 11 Prozent auf 2,00 Euro je Aktie erhöht. Dies folgt der aktualisierten Dividendenpolitik, die eine Ausschüttungsquote von 40 bis 60 Prozent des Jahresüberschusses vorsieht und von Faktoren wie Nettoverschuldung und geplanten Investitionen abhängig ist.
Die Nettoverschuldung des Konzerns wurde per Jahresende 2025 auf 913,7 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 1.078,7 Mio. EUR) reduziert. Die Kennzahl Nettoverschuldung zu Eigenkapital belief sich auf 43 Prozent (31. Dezember 2024: 51 Prozent); die Quote Nettoverschuldung/Bereinigtes EBITDA lag bei 2,2 (31. Dezember 2024: 2,6).
Mayr-Melnhof berichtet über eine Reduktion der absoluten CO2-Emissionen um 11 Prozent. Als wesentliche Gründe werden die fortgesetzte Umstellung auf erneuerbare Energiequellen im Strombezug sowie Energieeffizienzmaßnahmen genannt.
MM beschreibt das Marktumfeld 2025 als von anhaltend schwacher Konsumnachfrage und Überkapazitäten in der europäischen Branche geprägt.
MM beobachtet die Entwicklungen im Nahen Osten genau. In der Region ist das Unternehmen mit zwei Verpackungswerken tätig, die 2025 rund 2 Prozent zum Konzernumsatz und rund 6 Prozent zum bereinigten EBITDA beitrugen; mit Betriebsunterbrechungen muss gerechnet werden, so die Mitteilung.
Für 2026 werden Investitionen von rund 250 Millionen Euro erwartet, vorwiegend zur Stärkung der Wettbewerbsposition und zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien. Für die Division Board & Paper sind jährliche Wartungsstillstände für das 3. und 4. Quartal vorgesehen; die damit verbundenen Aufwendungen werden aktuell auf rund 40 Millionen Euro geschätzt (2025: rund 36 Mio. EUR).
Mayr-Melnhof weist für 2025 eine Steigerung des bereinigten betrieblichen Ergebnisses auf 195,4 Millionen Euro aus, eine Reduktion der Nettoverschuldung und eine Verringerung der absoluten CO2-Emissionen. Das Unternehmen betont zugleich, dass die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen auch 2026 sehr herausfordernd bleiben.