In einer Zeit, in der der Journalismus weltweit unter Druck steht, hat der Österreichische Journalistinnenkongress erneut ein Zeichen gesetzt. Am 4. November 2025 findet die Gala der MedienLÖWINNEN im Haus der Industrie in Wien statt. Hier werden nicht nur herausragende Journalistinnen ausgezeichnet
In einer Zeit, in der der Journalismus weltweit unter Druck steht, hat der Österreichische Journalistinnenkongress erneut ein Zeichen gesetzt. Am 4. November 2025 findet die Gala der MedienLÖWINNEN im Haus der Industrie in Wien statt. Hier werden nicht nur herausragende Journalistinnen ausgezeichnet, sondern auch ein kritisches Licht auf die Herausforderungen geworfen, denen sich Frauen und der Journalismus im Allgemeinen gegenübersehen.
Die Gala der MedienLÖWINNEN ist mehr als nur eine Preisverleihung. Sie ist ein Symbol für den Kampf um Gleichstellung und die Sichtbarkeit von Frauen im Medienbereich. In einer Branche, die oft von Männern dominiert wird, ist es entscheidend, die Leistungen von Journalistinnen hervorzuheben und zu feiern.
Die Auszeichnungen, die bei der Gala vergeben werden, sind in mehrere Kategorien unterteilt. Die Goldene MedienLÖWIN ehrt eine Frau für ihr Lebenswerk, ihre Vorbildwirkung und ihr Durchsetzungsvermögen. Nominiert sind in diesem Jahr Barbara Haas von der Kleinen Zeitung, Nina Horaczek vom Falter und Eva Karabeg vom ORF.
Die Silberne MedienLÖWIN, gesponsert von Agrana, legt den Fokus auf den Inhalt der eingereichten Beiträge. Die Jury bemängelt jedoch die fehlende Berichterstattung über die großen Zusammenhänge in der Frauenpolitik. Jury-Vorsitzende Elisabeth Pechmann warnt: „Gerade jetzt, wenn Demokratie insgesamt immer mehr unter Druck kommt, ist es brandgefährlich, dass Frauenpolitik als Ganzes fast völlig aus dem öffentlich-medialen Diskurs verschwunden ist.“
Der MedienLÖWE richtet sich an Teams und Redaktionen, die sich nachhaltig und strukturiert mit der Lebensrealität von Frauen beschäftigen. In diesem Jahr sind unter anderem das feministische TV-Format „What the FEM?“ und die Berichterstattung zum Fall Pelicot auf orf.at nominiert. Diese Beiträge zeigen, dass es möglich ist, auch schwierige Themen sensibel und dennoch eindrucksvoll zu vermitteln.
Ein weiteres Thema, das bei der Gala zur Sprache kommt, ist die Krise des Journalismus. In einer Welt, die von Populisten, Oligarchen und Fake-News geprägt ist, steht die Unabhängigkeit der Medien auf dem Spiel. Die Frage ist, wie Redaktionen und Verlage die Resilienz entwickeln können, um diesen Herausforderungen zu begegnen.
Ein fiktiver Experte betont: „Die Grundwerte des Journalismus – Neugier, die Suche nach Wahrheit und deren Verbreitung – sind entscheidend für die Zukunft der Medien. Ohne sie droht die Demokratie zu erodieren.“
Die Zukunft des Journalismus hängt maßgeblich davon ab, wie gut es gelingt, die Vielfalt der Medien zu sichern und die Unabhängigkeit der Berichterstattung zu gewährleisten. Die Gala der MedienLÖWINNEN ist ein Schritt in die richtige Richtung, um diesen Wandel zu unterstützen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Medienlandschaft in den kommenden Jahren entwickeln wird. Doch eines ist sicher: Solange es Veranstaltungen wie die Gala der MedienLÖWINNEN gibt, bleibt die Hoffnung, dass der Journalismus auch in schwierigen Zeiten bestehen kann.
Mehr Informationen zur Gala und den nominierten Journalistinnen finden Sie auf der offiziellen Webseite des Österreichischen Journalistinnenkongresses unter diesem Link.