Die Medienlandschaft steht vor einem Wandel, der tiefgreifender kaum sein könnte. Am 19. Dezember 2025 veröffentlichte die Hamburg Kreativ Gesellschaft mit ihrer Initiative nextMedia.Hamburg die neuesten Predictions für das Jahr 2026. Diese Vorhersagen, die von führenden Expert*innen der Medien- und
Die Medienlandschaft steht vor einem Wandel, der tiefgreifender kaum sein könnte. Am 19. Dezember 2025 veröffentlichte die Hamburg Kreativ Gesellschaft mit ihrer Initiative nextMedia.Hamburg die neuesten Predictions für das Jahr 2026. Diese Vorhersagen, die von führenden Expert*innen der Medien- und Digitalbranche stammen, zeigen, dass die Branche sich auf eine fundamentale Transformation zubewegt. Künstliche Intelligenz (KI) wird zur zentralen Infrastruktur, während Vertrauen und Originalität an Bedeutung gewinnen. Doch was bedeutet das konkret für die Medienlandschaft in Österreich?
Im Jahr 2026 wird Künstliche Intelligenz weit über ihre bisherigen Anwendungsgebiete hinauswachsen und zur grundlegenden Infrastruktur für Geschäftsmodelle, Interfaces und Inhalte werden. Doch was bedeutet das genau? Künstliche Intelligenz, kurz KI, bezeichnet Systeme, die menschliche Intelligenzprozesse simulieren. Dazu gehören Lernen, Argumentation und Selbstkorrektur. In der Medienbranche könnte KI beispielsweise dazu genutzt werden, Inhalte automatisch zu generieren, zu kuratieren oder zu personalisieren. Die Auswirkungen sind weitreichend: Medienunternehmen könnten ihre Produktionsprozesse effizienter gestalten und personalisierte Inhalte schneller und kostengünstiger bereitstellen.
Die Entwicklung der KI begann in den 1950er Jahren mit der Idee, Maschinen zu schaffen, die denken können. In den folgenden Jahrzehnten erlebte die KI-Forschung Höhen und Tiefen, bevor sie in den letzten Jahren durch Fortschritte in der Datenverarbeitung und maschinellem Lernen einen neuen Aufschwung erlebte. Heute ist KI aus vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken und wird zunehmend auch in der Medienbranche eingesetzt.
Eine der zentralen Erkenntnisse der Predictions 2026 ist, dass Vertrauen, Haltung und Originalität gegenüber reiner Reichweite und Klickzahlen an Bedeutung gewinnen. In einer Zeit, in der KI-gestützter Content in Massen produziert wird, wird es für Medienunternehmen entscheidend, sich durch Qualität und Authentizität abzuheben. Die Nutzer*innen suchen nach Inhalten, die ihnen nicht nur Informationen liefern, sondern auch glaubwürdig und vertrauenswürdig sind.
Auch in unseren Nachbarländern Deutschland und der Schweiz zeichnet sich dieser Trend ab. Während in Deutschland bereits viele Medienhäuser auf vertrauenswürdige Inhalte setzen, um sich von der Konkurrenz abzuheben, wird in der Schweiz die Bedeutung von Originalität und Haltung besonders betont. Diese Entwicklungen zeigen, dass auch Österreich nicht zögern sollte, in diese Richtung zu gehen.
Ein weiterer Trend, der sich abzeichnet, ist die zunehmende Macht von Plattformen und Creator-Ökosystemen. Creator*innen, also Personen, die Inhalte auf Plattformen wie YouTube oder Instagram erstellen, entwickeln sich zu eigenständigen Medienökosystemen. Sie haben eigene Marken, Produkte und Communities, die ihnen eine direkte Beziehung zu ihrem Publikum ermöglichen. Diese Entwicklung verändert die Auffindbarkeit von Inhalten grundlegend und stellt traditionelle Medienunternehmen vor neue Herausforderungen.
Für die Bürger*innen bedeutet diese Entwicklung, dass sie Zugang zu einer Vielzahl von Inhalten haben, die ihren individuellen Interessen entsprechen. Gleichzeitig wird es jedoch schwieriger, zwischen qualitativ hochwertigen und weniger vertrauenswürdigen Inhalten zu unterscheiden. Medienkompetenz wird daher zu einer wichtigen Fähigkeit, um in der digitalen Welt zurechtzukommen.
Statistiken zeigen, dass der Einsatz von KI in der Medienbranche bereits heute stark zunimmt. Laut einer Studie von Deloitte nutzen bereits über 60 % der Medienunternehmen KI-Technologien, um ihre Abläufe zu optimieren. Diese Zahl soll bis 2026 weiter steigen. Gleichzeitig zeigt eine Umfrage des Reuters Institute, dass 72 % der befragten Medienunternehmen Vertrauen als einen der wichtigsten Erfolgsfaktoren betrachten.
Die Zukunft der Medienbranche wird von einer Kombination aus technologischen Innovationen und einem verstärkten Fokus auf Vertrauen und Authentizität geprägt sein. Medienunternehmen müssen lernen, KI sinnvoll zu integrieren, ohne dabei die menschliche Komponente zu vernachlässigen. Gleichzeitig wird es entscheidend sein, in den Aufbau von Communities und direkten Beziehungen zu investieren, um langfristig erfolgreich zu sein.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Medienbranche vor spannenden, aber auch herausfordernden Zeiten steht. Die Entwicklungen, die sich für 2026 abzeichnen, bieten sowohl Chancen als auch Risiken. Es liegt an den Unternehmen, diese Veränderungen proaktiv zu gestalten und sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen. Für die Bürger*innen bedeutet dies, dass sie sich auf eine noch vielfältigere Medienlandschaft freuen können, in der Vertrauen und Originalität im Mittelpunkt stehen.
Was denken Sie über diese Entwicklungen? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und bleiben Sie auf dem Laufenden über die neuesten Trends in der Medienbranche.