Am 6. Januar 2026 zeigt eine neue Studie die immense Bedeutung der Messewirtschaft für Deutschland. Diese Branche, die jährlich wirtschaftliche Effekte von über 30 Milliarden Euro generiert, steht im Fokus der aktuellen wirtschaftspolitischen Diskussionen. Die Zahlen des Wirtschaftsforschungsinstitu
Am 6. Januar 2026 zeigt eine neue Studie die immense Bedeutung der Messewirtschaft für Deutschland. Diese Branche, die jährlich wirtschaftliche Effekte von über 30 Milliarden Euro generiert, steht im Fokus der aktuellen wirtschaftspolitischen Diskussionen. Die Zahlen des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos, die im Auftrag des Verbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA ermittelt wurden, unterstreichen, dass mindestens 280.000 Arbeitsplätze durch Messen gesichert werden. Diese beeindruckenden Zahlen verdeutlichen die Relevanz der Messewirtschaft als Schlüsselindustrie für die deutsche und europäische Wirtschaft.
Messen sind nicht nur Treffpunkte für Unternehmen und Kunden, sondern auch bedeutende Wirtschaftstreiber. Sie fördern die internationale Vernetzung und sind ein unverzichtbares Instrument zur Exportförderung. In Deutschland finden zwei Drittel aller Leitmessen der Weltwirtschaft statt, was die strategische Bedeutung des Landes als Messeplatz unterstreicht. Der Mittelstand profitiert besonders, da Messen ideale Plattformen für den Aufbau internationaler Geschäftsbeziehungen bieten.
Die Messewirtschaft hat eine lange Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Ursprünglich als Handelsplätze für Waren und Dienstleistungen konzipiert, haben sich Messen über die Jahrhunderte zu komplexen Veranstaltungen entwickelt, die Innovationen präsentieren und Branchen vernetzen. In Deutschland wurde der Messeplatz durch gezielte Investitionen und strategische Standortpolitik zu einem der weltweit führenden Zentren ausgebaut.
Im Vergleich zu Deutschland spielen Messen auch in Österreich und der Schweiz eine wichtige Rolle, jedoch in unterschiedlichem Ausmaß. Während Deutschland durch seine vielen Leitmessen global führend ist, setzen Österreich und die Schweiz auf spezialisierte Nischenmärkte. In Österreich sind Messen vor allem in Wien und Salzburg von Bedeutung, während die Schweiz mit Basel und Zürich als wichtige Messeorte punktet.
Die Messewirtschaft hat direkte Auswirkungen auf die Bevölkerung. Sie schafft Arbeitsplätze nicht nur in der Messebranche selbst, sondern auch in verbundenen Bereichen wie dem Gastgewerbe, dem Einzelhandel und dem Transportwesen. Ein Beispiel ist die Messe Frankfurt, die allein mehr als 30.000 Jobs sichert und erhebliche Steuereinnahmen für die Region generiert.
Die Prognos-Studie basiert auf umfangreichen Befragungen und zeigt, dass 2025 auf 304 Messen 190.490 Aussteller gezählt wurden, was einem Anstieg von 0,7 Prozent entspricht. Die Standfläche wuchs ebenfalls um 0,7 Prozent auf über 6,9 Millionen Quadratmeter. Besonders bemerkenswert ist der Anstieg der Besucherzahlen um drei Prozent auf mehr als 12,8 Millionen.
Die Zukunft der Messewirtschaft sieht vielversprechend aus, vorausgesetzt, sie passt sich den digitalen und globalen Herausforderungen an. Die Einführung moderner Visa-Verfahren und die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur werden als entscheidend angesehen, um den Messeplatz Deutschland weiterhin attraktiv zu halten. Förderprogramme, die eine führende Exportnation unterstützen, sind ebenso unerlässlich.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Messewirtschaft ein unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Wirtschaft ist. Sie fördert Innovation, schafft Arbeitsplätze und unterstützt den Mittelstand. Mit den richtigen politischen Maßnahmen kann sie ihre Spitzenposition auch in Zukunft behaupten.
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