Am 2. Februar 2026 erschüttert eine brisante Enthüllung die österreichische Tourismusbranche. Während die Wirtschaftskammer und die Politik neue Rekordzahlen bei Nächtigungen und Ankünften feiern, schlägt die Gewerkschaft vida Alarm. Hinter der glänzenden Fassade verbergen sich systemische Fehlentwi
Am 2. Februar 2026 erschüttert eine brisante Enthüllung die österreichische Tourismusbranche. Während die Wirtschaftskammer und die Politik neue Rekordzahlen bei Nächtigungen und Ankünften feiern, schlägt die Gewerkschaft vida Alarm. Hinter der glänzenden Fassade verbergen sich systemische Fehlentwicklungen, die nicht nur moralisch fragwürdig, sondern auch finanziell belastend für die Allgemeinheit sind.
Die COFAG, eine staatliche Förderagentur, wurde ursprünglich geschaffen, um Unternehmen in der Pandemie zu unterstützen. Doch laut Roman Hebenstreit, Vorsitzender der Gewerkschaft vida, hat sich diese Unterstützung in eine Subventionskultur verwandelt, die Milliarden an Steuergeldern ohne angemessene Gegenleistung in den Tourismuskanal lenkt. Der Verfassungsgerichtshof hat Teile dieser Förderungen als verfassungswidrig eingestuft, was die Dringlichkeit einer Reform unterstreicht.
Ein Beispiel ist die Starbucks-Kette, die 2019 nur 2.850 Euro Steuern zahlte, aber 800.000 Euro an Förderungen erhielt. Diese Diskrepanz zeigt, wie Konzerne durch geschickte Standort-Splittung und andere Tricks von staatlichen Mitteln profitieren, während sie gleichzeitig Dividenden ausschütten und Personal abbauen.
Ein weiteres Problemfeld ist die Finanzkriminalität, die sich in der Branche ausbreitet. Von anonymen Sparbüchern mit Millionenbeträgen bis hin zu manipulierten Registrierkassensoftware, die Umsätze spurlos löscht, zeigen sich hier gravierende Missstände. Diese Praktiken untergraben nicht nur das Vertrauen in das Wirtschaftssystem, sondern schädigen auch ehrliche Betriebe.
Ein weiteres kritisches Thema ist das sogenannte „Zwischenparken“ von Arbeitnehmer:innen beim Arbeitsmarktservice (AMS). Jedes vierte Unternehmen nutzt dieses Modell, um Personal kurzfristig auszulagern. Dies führt zu jährlichen Kosten von bis zu 700 Millionen Euro für die Versichertengemeinschaft und drängt die Betroffenen in instabile Erwerbsbiografien.
Die Gewerkschaft vida fordert daher strukturelle Reformen, um diese Praktiken zu unterbinden. Ein vorgeschlagenes Mittel ist das „Experience Rating“ in der Arbeitslosenversicherung, das Firmen mit hoher Fluktuation stärker in die Verantwortung nimmt.
In Deutschland und der Schweiz sind ähnliche Probleme bekannt, jedoch oft in geringerem Ausmaß. In der Schweiz etwa wird stärker auf die Eigenverantwortung der Unternehmen gesetzt, während in Deutschland strengere Kontrollen durch die Finanzbehörden durchgeführt werden.
Die Zukunft des Tourismus in Österreich hängt stark von der Fähigkeit ab, diese systemischen Probleme zu lösen. Ohne Reformen droht eine weitere Erosion des Vertrauens und eine Verschärfung der sozialen Ungleichheiten. Die Gewerkschaft vida sieht in der Bekämpfung der Steuerkriminalität und der Einführung von mehr unternehmerischer Verantwortung den Schlüssel zu einer nachhaltigen und fairen Entwicklung der Branche.
Zusammenfassend zeigt sich, dass der Tourismus in Österreich vor großen Herausforderungen steht. Die Enthüllungen der Gewerkschaft vida werfen ein Schlaglicht auf die dringende Notwendigkeit von Reformen. Es bleibt abzuwarten, ob die Politik die notwendigen Schritte einleitet, um die Branche zukunftsfähig zu machen.
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