In Mödling, einer malerischen Stadt in Niederösterreich, brodelt es. Der Eislaufplatz, ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt, steht vor der Schließung. Diese Entscheidung, die am 22. Jänner 2026 bei einer Diskussion im Rahmen des ORF-Formats „Ein Ort am Wort“ debattiert wird, sorgt für hitzige G
In Mödling, einer malerischen Stadt in Niederösterreich, brodelt es. Der Eislaufplatz, ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt, steht vor der Schließung. Diese Entscheidung, die am 22. Jänner 2026 bei einer Diskussion im Rahmen des ORF-Formats „Ein Ort am Wort“ debattiert wird, sorgt für hitzige Gespräche und eine Welle von Protesten. Der Eislaufplatz ist nicht nur ein Sportzentrum, sondern auch ein Ort der Begegnung und der sozialen Interaktion. Die drohende Schließung hat bereits tausende Bürger dazu bewegt, eine Petition zu unterschreiben, um den Fortbestand dieses wichtigen Teils der Gemeinde zu sichern.
Der finanzielle Druck auf viele Gemeinden in Österreich ist enorm. Sparmaßnahmen sind an der Tagesordnung, und Mödling bildet da keine Ausnahme. Die Schließung des Eislaufplatzes ist eine der Maßnahmen, die in Erwägung gezogen werden, um die Gemeindekasse zu entlasten. Doch was bedeutet das für die Bürger? Die Schließung würde nicht nur den Verlust eines Freizeitangebots bedeuten, sondern auch den Eishockeyverein UEC Mödling in eine ungewisse Zukunft stürzen.
Der Eislaufplatz in Mödling hat eine lange Tradition. Seit Jahrzehnten ist er ein fester Bestandteil des sozialen Lebens in der Stadt. Familien, Schulklassen und Sportvereine nutzen ihn regelmäßig. Die Idee, öffentliche Eislaufplätze zu schaffen, stammt aus einer Zeit, als Wintersport in Österreich einen enormen Aufschwung erlebte. Diese Plätze boten nicht nur sportliche Betätigung, sondern waren auch ein Treffpunkt für die Gemeinschaft.
Im Vergleich zu anderen Bundesländern wie Tirol oder der Steiermark, wo Eislaufplätze oft von touristischer Bedeutung sind, ist der Eislaufplatz in Mödling mehr auf die lokale Bevölkerung ausgerichtet. In der Schweiz und in Deutschland sind Eislaufplätze oft Teil größerer Sportkomplexe, was sie wirtschaftlich tragfähiger macht. Diese Modelle könnten auch für Mödling eine Lösung bieten.
Die Bürger von Mödling sind besorgt. Eine Petition, die bereits tausende Unterschriften gesammelt hat, zeigt das Engagement der Einwohner. Sie kämpfen für den Erhalt des Eislaufplatzes, der für viele ein Stück Heimat bedeutet. Die Diskussion am 22. Jänner wird zeigen, ob die Stimmen der Bürger Gehör finden. Die Beteiligung von Experten wie Mehmed Alajbeg und Christoph Seemann-Hamm verspricht eine fundierte Debatte über die Zukunft des Eislaufplatzes.
Statistiken zeigen, dass der Eislaufplatz jährlich von etwa 20.000 Menschen genutzt wird. Die Betriebskosten belaufen sich auf rund 200.000 Euro pro Jahr, eine Summe, die die Gemeinde Mödling angesichts anderer finanzieller Verpflichtungen schwer tragen kann. Dennoch argumentieren viele, dass der soziale und gesundheitliche Nutzen die Kosten rechtfertigt.
Die Schließung des Eislaufplatzes könnte weitreichende Folgen haben. Neben dem Verlust eines Freizeitangebots könnte auch der lokale Eishockeyverein stark betroffen sein. Eine mögliche Lösung könnte in der Zusammenarbeit mit privaten Investoren liegen, um den Betrieb des Eislaufplatzes zu sichern. Alternativ könnten innovative Konzepte, wie die Nutzung des Platzes für andere Sportarten im Sommer, die Wirtschaftlichkeit erhöhen.
Die Diskussion um den Eislaufplatz in Mödling ist ein Spiegelbild der Herausforderungen, vor denen viele Gemeinden in Österreich stehen. Es bleibt abzuwarten, ob die Diskussion am 22. Jänner neue Lösungsansätze bringt. Eines ist sicher: Der Eislaufplatz ist mehr als nur ein Ort zum Schlittschuhlaufen. Er ist ein Symbol für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Bleibt zu hoffen, dass eine Lösung gefunden wird, die den Bedürfnissen der Bürger gerecht wird.
Für weitere Informationen zur Diskussion und zur Petition besuchen Sie bitte die Webseite des ORF Niederösterreich.