Wien, 15. Januar 2026 – Das mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien präsentiert sein Jahresprogramm 2026, das unter der Leitung von Generaldirektorin Fatima Hellberg die Beziehung zwischen Kunstwerk und Betrachter*in in den Vordergrund rückt. Diese innovative Herangehensweise verspricht,
Wien, 15. Januar 2026 – Das mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien präsentiert sein Jahresprogramm 2026, das unter der Leitung von Generaldirektorin Fatima Hellberg die Beziehung zwischen Kunstwerk und Betrachter*in in den Vordergrund rückt. Diese innovative Herangehensweise verspricht, die Museumserfahrung grundlegend zu verändern und den Besuchern eine neue Perspektive auf Kunst zu eröffnen.
Im Zentrum des Programms steht die Idee, dass der Museumsbesuch ein Prozess ist, der die Wahrnehmung verändert, Aufmerksamkeit erfordert und Komplexität zulässt. Das mumok plant, künstlerische Prozesse ins Museum zu bringen und eine dynamische Interaktion zwischen Kunstwerk und Publikum zu fördern. „Ich sehe das Museum als Ort, an dem sich eine Beziehung zwischen Werk und Publikum entfaltet“, erklärt Hellberg. Diese Beziehung ist situativ, politisch und körperlich, was zeigt, dass Sehen keine neutrale Handlung ist, sondern eine Form der Beteiligung.
Die Idee, Museen als interaktive Räume zu gestalten, ist nicht neu, hat sich jedoch in den letzten Jahrzehnten stark weiterentwickelt. Ursprünglich waren Museen Orte der Bewahrung und Präsentation von Kunstwerken, die oft in statischen Ausstellungen gezeigt wurden. In den 1960er und 1970er Jahren begann ein Umdenken, als Künstler und Kuratoren begannen, das Publikum stärker in den Ausstellungsprozess einzubeziehen. Diese Entwicklung führte zu einer neuen Art der Ausstellungsgestaltung, bei der der Betrachter nicht nur passiver Zuschauer, sondern aktiver Teilnehmer ist.
Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wie Deutschland und der Schweiz hat Österreich eine reiche Tradition in der Kunstvermittlung. Während in Deutschland Museen oft als Bildungseinrichtungen betrachtet werden, liegt der Fokus in der Schweiz auf der Integration von Kunst in den Alltag. Österreich hingegen hat sich durch seine vielfältige Kunstszene und die Förderung von zeitgenössischen Künstlern einen Namen gemacht. Das mumok in Wien spielt dabei eine zentrale Rolle und setzt mit seinem neuen Programm Maßstäbe für die Zukunft der Kunstvermittlung.
Für die Besucher des mumok bedeutet das neue Programm eine tiefere Auseinandersetzung mit der Kunst. Die Ausstellungen sind so konzipiert, dass sie die Besucher herausfordern und zur aktiven Teilnahme anregen. Ein Beispiel dafür ist die Ausstellung 'Terminal Piece', die am 20. Juni 2026 eröffnet wird. Diese Gruppenausstellung erstreckt sich über fünf Ebenen des Museums und untersucht verschiedene Aspekte der Beziehung zwischen Kunstwerk und Betrachtenden. Besucher werden eingeladen, die Kunstwerke nicht nur zu betrachten, sondern mit ihnen zu interagieren und ihre eigenen Perspektiven einzubringen.
Die Ausstellung 'Terminal Piece' basiert auf der gleichnamigen Installation von Kate Millett aus dem Jahr 1972, die als erste unter der Leitung von Fatima Hellberg angekauft wurde. Diese Arbeit ist sowohl Bühne als auch Käfig und konfrontiert das Publikum mit Fragen von Macht, Sichtbarkeit und Verantwortung. Die Ausstellung umfasst Werke aus der mumok-Sammlung sowie neue Arbeiten und externe Leihgaben. Zu den ausgestellten Künstlern gehören Lutz Bacher, Jean Fautrier, Francis Picabia, Cora Pongracz, Rudolf Schwarzkogler und Cy Twombly.
Die Zukunft des mumok sieht vielversprechend aus. Mit dem neuen Jahresprogramm wird das Museum nicht nur ein Ort der Kunstbetrachtung, sondern auch ein Raum der Begegnung und des Austauschs. Die geplanten räumlichen und strukturellen Weiterentwicklungen, wie die Neugestaltung eines Stockwerks als offener Bereich für Kreativität und Austausch, werden das Besuchererlebnis weiter bereichern. Das neue Leitsystem und die architektonischen Eingriffe zielen darauf ab, die Orientierung im Museum zu erleichtern und eine einladende Atmosphäre zu schaffen.
Das Jahresprogramm 2026 des mumok in Wien verspricht, die Art und Weise, wie wir Kunst erleben, grundlegend zu verändern. Durch die enge Verknüpfung von Sammlung, Ausstellung und Erfahrung wird das Museum zu einem lebendigen Ort der Entdeckung und Reflexion. Besucher können sich auf ein Jahr voller inspirierender Ausstellungen und interaktiver Erlebnisse freuen. Weitere Informationen und detaillierte Pressetexte finden Sie auf der Webseite des mumok.