Die österreichische Musiklandschaft steht vor einem bedeutenden Wandel. Das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) hat gemeinsam mit dem Verein Musik Für Alle (MuFA) die Einreichphase für die zweite Runde des MuFA-Mentoring-Programms gestartet. Ab sofort können sich M
Die österreichische Musiklandschaft steht vor einem bedeutenden Wandel. Das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) hat gemeinsam mit dem Verein Musik Für Alle (MuFA) die Einreichphase für die zweite Runde des MuFA-Mentoring-Programms gestartet. Ab sofort können sich Musikerinnen und Frauen aus allen Bereichen des österreichischen Musiksektors für einen der bis zu 20 Plätze bewerben. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 20. Oktober 2025, und das Förderprogramm beginnt im November 2025 und dauert bis Mai 2026.
Das MuFA-Mentoring-Programm ist nicht nur eine einfache Fördermaßnahme, sondern ein wichtiger Schritt in Richtung Geschlechtergerechtigkeit in der Musikbranche. Aktuelle Erhebungen zeigen einen besorgniserregend niedrigen Frauenanteil in vielen Bereichen der Musikbranche, insbesondere bei Dirigentinnen, Komponistinnen und Führungskräften im Musikmanagement. Diese Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit solcher Programme, um die Barrieren zu überwinden, die Frauen in der Musikbranche oft begegnen.
Bereits die erste Runde des Förderprogramms im Jahr 2024/25 zeigte den enormen Bedarf. Über 100 Bewerbungen aus unterschiedlichsten Genres – von Klassik über Pop und Hip-Hop bis hin zu Oriental Techno – gingen ein. Die Teilnehmerinnen wurden von einem renommierten Mentorenteam begleitet, darunter bekannte Namen wie Mira Lu Kovacs, Birgit Denk, Simone Kopmajer und Maria Nazarova von der Staatsoper. Das Programm umfasste eine individuelle 1:1-Betreuung, Workshops, Netzwerktreffen, Exkursionen und ein Abschlussevent.
„Das MuFA-Mentoring-Programm baut Brücken, wo noch immer Barrieren bestehen“, erklärt der Kunst- und Kulturminister und Vizekanzler Andreas Babler. „Der österreichische Musiksektor kann nur dann sein volles Potenzial entfalten, wenn Frauen und unterrepräsentierte Gruppen systematisch gefördert und sichtbar gemacht werden. Jeder einzelne Karriereweg, der hier ermöglicht wird, ist ein Gewinn für die Vielfalt unserer Kulturlandschaft.“
In der zweiten Runde des Programms werden neue Formate eingeführt, darunter Peer Mentoring und genre- sowie themenspezifische Schwerpunkte. Zudem setzt das Programm regionale Akzente in Wien, Niederösterreich und Kärnten. Zu den prominenten Mentorinnen zählen unter anderem die Musikerinnen Ina Regen, Verifiziert und PAENDA.
„Das MuFA-Mentoring-Programm ist mit dem Ziel entstanden, Frauen in der österreichischen Musikbranche zu fördern, ihnen die Möglichkeit zu bieten, von erfahrenen Mentorinnen zu lernen und Teil einer Community zu werden“, erklärt eine Sprecherin des Vereins MuFA. „Der überwältigende Andrang und der Erfolg des Programms haben uns gezeigt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Diesen werden wir entschlossen weiterverfolgen – mit dem Ziel, einen nachhaltigen Wandel in der österreichischen Musiklandschaft zu bewirken.“
Die Auswirkungen eines solchen Programms auf die Musikbranche sind vielfältig. Zum einen wird der Frauenanteil in der Branche erhöht, was zu mehr Vielfalt und neuen Perspektiven führt. Zum anderen profitieren die Teilnehmerinnen von der Erfahrung und dem Wissen der Mentorinnen, was ihre Karrierechancen erheblich verbessert.
Ein Experte aus der Musikbranche erklärt: „Die Förderung von Frauen in der Musik ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch der Qualität. Mehr Vielfalt bedeutet mehr Innovation und Kreativität. Programme wie das MuFA-Mentoring sind daher von unschätzbarem Wert für die gesamte Branche.“
Die Zukunft der österreichischen Musikbranche sieht vielversprechend aus, wenn Programme wie das MuFA-Mentoring weiterhin unterstützt und ausgebaut werden. Die Förderung von Frauen und unterrepräsentierten Gruppen wird nicht nur die Vielfalt und Qualität der Musik erhöhen, sondern auch neue Märkte und Zielgruppen erschließen.
Das BMWKMS und der Verein MuFA haben bereits angekündigt, dass sie das Programm in den kommenden Jahren weiter ausbauen und anpassen werden, um den sich ändernden Bedürfnissen der Branche gerecht zu werden. Dies könnte auch die Einführung neuer Technologien und digitaler Plattformen umfassen, um die Reichweite und den Einfluss des Programms zu erhöhen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das MuFA-Mentoring-Programm ein entscheidender Faktor für die Zukunft der österreichischen Musikbranche ist. Es bietet Frauen die Möglichkeit, ihre Karriere voranzutreiben und gleichzeitig die gesamte Branche zu bereichern. Die Einreichphase läuft noch bis zum 20. Oktober 2025, und interessierte Musikerinnen sollten diese Chance nicht verpassen.
Interessierte Musikerinnen können sich über die Website des Vereins MuFA bewerben. Die Bewerbung umfasst in der Regel einen Lebenslauf, eine Beschreibung der bisherigen musikalischen Erfahrungen und eine kurze Erklärung, warum sie am Programm teilnehmen möchten. Die Auswahl erfolgt durch eine Jury aus erfahrenen Musikern und Branchenexperten.
„Wir freuen uns darauf, viele talentierte Bewerberinnen kennenzulernen und sie auf ihrem Weg zu unterstützen“, erklärt eine Sprecherin des Vereins MuFA. „Das Programm bietet eine einzigartige Gelegenheit, von den Besten der Branche zu lernen und wertvolle Kontakte zu knüpfen.“
Weitere Informationen zum Bewerbungsprozess und den Anforderungen finden Sie auf der Website des Vereins MuFA.