Am 21. Januar 2026 wurde im österreichischen Nationalrat ein Beschluss gefasst, der weitreichende Auswirkungen auf die Tourismusbranche hat. Die lang erwartete gesetzliche Regelung zur Fortführung der Steuerbegünstigungen für Überstundenzuschläge sowie für Sonn- und Feiertagsarbeit wurde verabschied
Am 21. Januar 2026 wurde im österreichischen Nationalrat ein Beschluss gefasst, der weitreichende Auswirkungen auf die Tourismusbranche hat. Die lang erwartete gesetzliche Regelung zur Fortführung der Steuerbegünstigungen für Überstundenzuschläge sowie für Sonn- und Feiertagsarbeit wurde verabschiedet. Dies stellt eine bedeutende Erleichterung für die Arbeitnehmer:innen im Tourismus dar, die oft zu Zeiten arbeiten, in denen andere ihre Freizeit genießen.
Für das Jahr 2026 wurde ein monatlicher Freibetrag von 170 Euro festgelegt. Zudem wird klargestellt, dass das Entgelt für Sonn- und Feiertagsarbeit steuerfrei bleibt. Diese Regelung war zuvor durch ein Urteil des Bundesfinanzgerichts infrage gestellt worden. Die Anpassung schafft nun Klarheit und Rechtssicherheit für Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber im Tourismus.
Historisch gesehen hat die Tourismusbranche in Österreich immer wieder auf steuerliche Entlastungen gedrängt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Bereits in den 1990er Jahren wurden erste Steuerbegünstigungen eingeführt, die jedoch im Laufe der Jahre immer wieder angepasst wurden. Die jüngste Änderung ist das Ergebnis intensiver Lobbyarbeit und Diskussionen im Parlament.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz, wo ähnliche Regelungen existieren, setzt Österreich nun ein deutliches Zeichen für die Unterstützung der Tourismusbranche. In Deutschland sind steuerfreie Zuschläge für Nacht- und Feiertagsarbeit ebenfalls gängig, jedoch variieren die Freibeträge je nach Bundesland. Die Schweiz hingegen verfolgt einen liberaleren Ansatz mit weniger steuerlichen Vergünstigungen.
Für die Arbeitnehmer:innen im Tourismus bedeutet die neue Regelung mehr Netto vom Brutto. Ein konkretes Beispiel: Ein:e Kellner:in, der:die regelmäßig an Feiertagen arbeitet, kann nun mit einer höheren Auszahlung rechnen, da die Steuerbelastung auf das Feiertagsentgelt entfällt. Dies erhöht die Attraktivität der Arbeitsplätze und kann langfristig zu einer Stabilisierung des Arbeitsmarktes in der Branche führen.
Statistiken zeigen, dass etwa 15% der Beschäftigten im österreichischen Tourismus regelmäßig Überstunden leisten. Die neue Regelung könnte somit für eine signifikante Anzahl von Arbeitnehmer:innen finanzielle Vorteile bringen. Laut der Wirtschaftskammer Österreich könnten die jährlichen Einsparungen für die Branche mehrere Millionen Euro betragen.
Experten sind sich einig, dass die steuerlichen Erleichterungen langfristig positive Effekte für die Tourismusbranche haben werden. Die gesteigerte Attraktivität der Arbeitsplätze könnte den Fachkräftemangel mildern und die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs im internationalen Vergleich stärken. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die Maßnahmen auf die wirtschaftliche Gesamtlage auswirken werden.
Die beschlossenen steuerlichen Erleichterungen sind ein wichtiger Schritt zur Unterstützung der Tourismusbranche in Österreich. Sie bieten nicht nur finanzielle Vorteile für die Beschäftigten, sondern schaffen auch mehr Planungssicherheit für die Betriebe. Die langfristigen Auswirkungen dieser Maßnahmen könnten weitreichend sein und die Branche nachhaltig stärken.
Interessierte Leser:innen können weitere Informationen auf der Webseite der Wirtschaftskammer Österreich finden.