Am 26. Januar 2026 steht Wien im Fokus der kulturellen Berichterstattung. Das Jüdische Museum Wien eröffnet seine neueste Ausstellung mit dem Titel „Alles vergessen“. Diese Ausstellung verspricht, sowohl Historiker als auch die breite Öffentlichkeit zu faszinieren und zu informieren. Die Direktorin
Am 26. Januar 2026 steht Wien im Fokus der kulturellen Berichterstattung. Das Jüdische Museum Wien eröffnet seine neueste Ausstellung mit dem Titel „Alles vergessen“. Diese Ausstellung verspricht, sowohl Historiker als auch die breite Öffentlichkeit zu faszinieren und zu informieren. Die Direktorin des Museums, Barbara Staudinger, wird zusammen mit den Kuratoren Daniela Pscheiden, Dina Ehrenfreund-Michler und Hannes Sulzenbacher die Ausstellung vorstellen.
Die Ausstellung „Alles vergessen“ im Jüdischen Museum Wien bietet eine tiefgehende Erkundung der Erinnerungskultur und der Herausforderungen, die mit dem Vergessen einhergehen. Sie beleuchtet die historischen Ereignisse, die das kollektive Gedächtnis prägen, und stellt die Frage, wie Gesellschaften mit dem Verlust von Erinnerungen umgehen. Die Ausstellung ist im Museum Judenplatz zu sehen, einem bedeutenden Ort für jüdische Geschichte in Wien.
Die Erinnerungskultur hat in Österreich eine lange und komplexe Geschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand Österreich vor der Herausforderung, sich mit seiner Rolle in der Geschichte auseinanderzusetzen. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Land bemüht, eine offene und kritische Auseinandersetzung mit seiner Vergangenheit zu fördern. Museen wie das Jüdische Museum Wien spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie Plattformen für Bildung und Dialog bieten.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz hat Österreich einen einzigartigen Ansatz in der Erinnerungskultur entwickelt. Während Deutschland stark auf die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit fokussiert ist, legt die Schweiz mehr Wert auf die Darstellung von Neutralität und humanitärer Hilfe. Österreich hingegen betont die Notwendigkeit, sowohl die Opfer als auch die Täter in den Blick zu nehmen und die komplexen historischen Zusammenhänge zu verstehen.
Die Ausstellung „Alles vergessen“ hat das Potenzial, das Bewusstsein der Bürger für die Bedeutung der Erinnerungskultur zu schärfen. Sie lädt die Besucher ein, sich mit ihrer eigenen Geschichte auseinanderzusetzen und die Lehren der Vergangenheit auf die Gegenwart anzuwenden. Ein Beispiel dafür ist die Integration von interaktiven Elementen, die es den Besuchern ermöglichen, ihre eigenen Erinnerungen und Geschichten einzubringen.
Die Ausstellung umfasst über 100 Exponate, darunter Fotografien, Dokumente und persönliche Gegenstände, die die Vielfalt der jüdischen Geschichte und Kultur in Wien widerspiegeln. Die Kuratoren haben sorgfältig ausgewählte Stücke zusammengestellt, um ein umfassendes Bild der Erinnerungskultur zu vermitteln.
Die Zukunft der Erinnerungskultur in Österreich sieht vielversprechend aus. Mit der Eröffnung der Ausstellung „Alles vergessen“ setzt das Jüdische Museum Wien ein Zeichen für die Bedeutung der kontinuierlichen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. In den kommenden Jahren wird es entscheidend sein, neue Technologien und innovative Ansätze zu nutzen, um jüngere Generationen zu erreichen und das Interesse an der Geschichte lebendig zu halten.
Die Ausstellung „Alles vergessen“ im Jüdischen Museum Wien ist ein bedeutender Beitrag zur Erinnerungskultur in Österreich. Sie bietet nicht nur historische Einblicke, sondern regt auch zur Reflexion und zum Dialog an. Besucher sind eingeladen, die Ausstellung zu besuchen und sich selbst ein Bild von der Bedeutung der Erinnerungskultur zu machen. Weitere Informationen zur Ausstellung und zu den Öffnungszeiten finden Sie auf der offiziellen Website des Museums.