Am 28. Januar 2026 wurde in Wien das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) vorgestellt, das weitreichende Veränderungen für die Photovoltaik- und Speicherbranche in Österreich mit sich bringt. Diese Gesetzesnovelle, die im Dezember 2025 verabschiedet wurde, verspricht neue Vermarktungsmöglichke
Am 28. Januar 2026 wurde in Wien das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) vorgestellt, das weitreichende Veränderungen für die Photovoltaik- und Speicherbranche in Österreich mit sich bringt. Diese Gesetzesnovelle, die im Dezember 2025 verabschiedet wurde, verspricht neue Vermarktungsmöglichkeiten und Geschäftsmodelle, die auf dem PV-Kongress 2026 in Wien intensiv diskutiert werden sollen. Der Kongress, organisiert vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PV Austria), findet am 25. März 2026 im Austria Center Vienna statt und bietet eine Plattform für Fachleute aus der Branche, um die Auswirkungen des neuen Gesetzes zu erörtern.
Das Elektrizitätswirtschaftsgesetz, kurz ElWG, ist ein umfassendes Regelwerk, das die Rahmenbedingungen für die Elektrizitätswirtschaft in Österreich neu definiert. Es zielt darauf ab, die Energiewende voranzutreiben, indem es die Integration erneuerbarer Energien wie Photovoltaik (PV) und Stromspeicher in das bestehende Energiesystem erleichtert. Photovoltaik bezeichnet die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie mittels Solarzellen. Diese Technologie hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, da sie eine umweltfreundliche und nachhaltige Energiequelle darstellt.
Die Nutzung von Photovoltaik in Österreich hat eine lange Tradition. Bereits in den 1980er Jahren wurden die ersten Solaranlagen installiert. Anfangs waren diese Systeme jedoch teuer und wenig effizient. Mit der technologischen Entwicklung und den sinkenden Preisen für Solarmodule erlebte die Branche in den letzten zwei Jahrzehnten einen Boom. Die österreichische Regierung hat diesen Trend durch verschiedene Förderprogramme unterstützt, die den Ausbau von Photovoltaikanlagen sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich vorantrieben.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz hat Österreich in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte im Bereich der erneuerbaren Energien gemacht. Während Deutschland als Vorreiter in der Energiewende gilt und die Schweiz aufgrund ihrer geografischen Gegebenheiten stark auf Wasserkraft setzt, hat Österreich durch gezielte Förderungen und gesetzliche Rahmenbedingungen die Photovoltaikbranche gestärkt. Das ElWG bietet nun die Möglichkeit, diese Entwicklung weiter zu beschleunigen.
Das neue Gesetz hat direkte Auswirkungen auf die Planung und den Betrieb von Photovoltaikanlagen. Es schafft mehr Transparenz bei Netzanschlüssen und erleichtert die Abrechnung und Messung von Strom, der aus PV-Anlagen gewonnen wird. Dies bedeutet, dass sowohl private Haushalte als auch Unternehmen von einfacheren und kosteneffizienteren Prozessen profitieren können. Vera Immitzer, Geschäftsführerin von PV Austria, betont, dass das Gesetz keinen automatischen Aufschwung bringt, aber die Chance bietet, neue Projekte anzustoßen und bestehende zu optimieren.
Laut aktuellen Statistiken hat Österreich im Jahr 2025 eine installierte PV-Leistung von über 2.000 Megawatt erreicht. Diese Zahl soll bis 2030 auf mindestens 5.000 Megawatt steigen, um die Klimaziele zu erreichen. Das ElWG spielt dabei eine zentrale Rolle, indem es neue Geschäftsmodelle wie die gemeinschaftliche Nutzung von PV-Anlagen fördert. Dies ermöglicht es mehreren Parteien, sich die Kosten und Erträge einer Photovoltaikanlage zu teilen, was insbesondere für städtische Gebiete von Vorteil ist.
Die Zukunft der Photovoltaik in Österreich sieht vielversprechend aus. Mit dem ElWG werden nicht nur die rechtlichen Rahmenbedingungen verbessert, sondern auch die Innovationskraft der Branche gestärkt. Der PV-Kongress 2026 wird sich mit diesen Themen intensiv auseinandersetzen und bietet eine Plattform für den Austausch von Ideen und Erfahrungen. Experten prognostizieren, dass die Photovoltaik in den kommenden Jahren eine noch wichtigere Rolle im österreichischen Energiemix spielen wird, insbesondere im Hinblick auf die angestrebte Klimaneutralität bis 2040.
Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz bietet der Photovoltaikbranche in Österreich zahlreiche neue Möglichkeiten. Es liegt nun an den Unternehmen und privaten Investoren, diese Chancen zu nutzen und die Energiewende aktiv mitzugestalten. Der PV-Kongress 2026 wird dabei eine zentrale Rolle spielen, indem er als Plattform für Diskussion und Austausch dient. Interessierte können sich bis zum 11. März 2026 anmelden, um an diesem wichtigen Event teilzunehmen und die Zukunft der Photovoltaik in Österreich mitzugestalten.
Für weitere Informationen besuchen Sie die Webseite des Bundesverbandes Photovoltaic Austria unter www.pvaustria.at/pv-kongress.