Am 12. Dezember 2025 wurde in Wien ein weiteres Kapitel der urbanen Mobilitätsgeschichte geschrieben. Die Stadt präsentierte stolz ihre neueste Errungenschaft: die Fahrradstraße in der Auhofstraße in Hietzing. Diese Entwicklung ist Teil der umfassenden Radwegoffensive der Stadt, die darauf abzielt,
Am 12. Dezember 2025 wurde in Wien ein weiteres Kapitel der urbanen Mobilitätsgeschichte geschrieben. Die Stadt präsentierte stolz ihre neueste Errungenschaft: die Fahrradstraße in der Auhofstraße in Hietzing. Diese Entwicklung ist Teil der umfassenden Radwegoffensive der Stadt, die darauf abzielt, Wien zu einer der fahrradfreundlichsten Städte Europas zu machen.
Die neue Fahrradstraße erstreckt sich von der Dommayergasse bis zur Feldmühlgasse und bietet eine idyllische Route unter historischem Baumbestand. Mobilitätsstadträtin Ulli Sima betonte die strategische Bedeutung dieser Verbindung, die nicht nur die Attraktivität des Radfahrens im Bezirk Hietzing steigert, sondern auch eine wertvolle Ergänzung zum bestehenden Wientalradweg darstellt. Besonders in Hochwasserfällen bietet die neue Route eine sichere Alternative.
Eine Fahrradstraße ist eine speziell für den Radverkehr vorgesehene Straße, auf der Fahrräder Vorrang vor anderen Verkehrsmitteln haben. In der Auhofstraße bedeutet dies, dass Fahrräder und der Längsverkehr Vorrang haben, ausgenommen an der Kreuzung mit der St.-Veit-Gasse. Für Kraftfahrzeuge ist die Straße weiterhin zum Zu- und Abfahren nutzbar, allerdings wurde die Einbahnregelung zwischen Steckhovengasse und Fleschgasse verändert, um den Verkehr zu beruhigen.
Der Radverkehr in Wien hat in den letzten Jahrzehnten eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen. In den 1990er Jahren war das Radfahren in der Stadt noch eine Randerscheinung. Doch mit der zunehmenden Sensibilisierung für Umweltfragen und der Notwendigkeit, den städtischen Verkehr zu entlasten, begann die Stadt, in den Ausbau der Radinfrastruktur zu investieren. Heute, mit über 250 Projekten und knapp 100 km im Hauptradverkehrsnetz, hat sich Wien zu einem Vorreiter in Sachen nachhaltige Mobilität entwickelt.
Im Vergleich zu anderen österreichischen Bundesländern, sowie zu Deutschland und der Schweiz, zeigt sich, dass Wien in puncto Radinfrastruktur eine Vorreiterrolle einnimmt. Während Städte wie Graz und Linz ebenfalls in den Ausbau ihrer Radwege investieren, hat Wien durch seine umfassende Radwegoffensive einen klaren Vorsprung. In Deutschland sind Städte wie Berlin und München bekannt für ihre Radfreundlichkeit, während in der Schweiz Zürich und Basel als Vorbilder gelten.
Die neue Fahrradstraße bringt zahlreiche Vorteile für die Bürger von Hietzing. Zwei Schulen liegen direkt an der Route, was den Schulweg für viele Kinder sicherer macht. Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl hebt hervor, dass die Auhofstraße aufgrund ihres Allee-Charakters schon immer eine beliebte Route war. Mit der Umwandlung in eine Fahrradstraße wird sie nun noch komfortabler und sicherer. Für die Bewohner von Hacking, Ober und Unter St. Veit sowie Alt Hietzing bedeutet dies eine deutliche Verbesserung der Radfahrmöglichkeiten.
Die Wiener Radwegoffensive zeigt bereits beeindruckende Ergebnisse. Der Anteil der Wege, die mit dem Rad zurückgelegt werden, ist von 7 % im Jahr 2019 auf 11 % im Jahr 2024 gestiegen. Dies spiegelt den Erfolg der über 250 Projekte wider, die im Hauptradverkehrsnetz umgesetzt wurden. Zusätzlich wurden im Bezirksnetz mehr als 50 km Radinfrastruktur geschaffen.
Die Zukunft des Radverkehrs in Wien sieht vielversprechend aus. Die Stadt plant, ihre Radinfrastruktur weiter auszubauen und den Anteil des Radverkehrs bis 2030 auf 20 % zu erhöhen. Dies wird nicht nur die Lebensqualität der Wiener verbessern, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Experten sind sich einig, dass Investitionen in die Fahrradinfrastruktur eine der effektivsten Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Emissionen in Städten sind.
Die Eröffnung der Fahrradstraße in der Auhofstraße markiert einen weiteren wichtigen Schritt in Wiens Bestreben, eine nachhaltige und umweltfreundliche Stadt zu werden. Die Bürger profitieren von sichereren und attraktiveren Radfahrmöglichkeiten, während die Stadt insgesamt lebenswerter wird. Bleibt die Frage: Wie wird sich der Radverkehr in Wien weiterentwickeln und welche weiteren Innovationen dürfen wir erwarten?
Für weitere Informationen besuchen Sie Stadt Wien - Kommunikation und Medien.