Am 20. November 2025 hat die Mitgliederversammlung von SOS-Kinderdorf Österreich einen neuen Aufsichtsrat gewählt. Diese Entscheidung markiert einen bedeutenden Schritt in der strukturellen Neuaufstellung der Organisation und setzt ein klares Zeichen für Erneuerung und Transparenz. Der neue Aufsicht
Am 20. November 2025 hat die Mitgliederversammlung von SOS-Kinderdorf Österreich einen neuen Aufsichtsrat gewählt. Diese Entscheidung markiert einen bedeutenden Schritt in der strukturellen Neuaufstellung der Organisation und setzt ein klares Zeichen für Erneuerung und Transparenz. Der neue Aufsichtsrat, unter der Leitung von Dr. Friedrich Santner, bringt eine Fülle von Erfahrungen und Perspektiven mit, die die zukünftige Ausrichtung von SOS-Kinderdorf maßgeblich beeinflussen werden.
Die Wahl des neuen Aufsichtsrats von SOS-Kinderdorf Österreich ist ein wesentlicher Schritt in der strukturellen Neuausrichtung der Organisation. Dr. Friedrich Santner, der neue Vorsitzende, bringt nicht nur umfangreiche Erfahrung in Corporate Governance und Risikomanagement mit, sondern auch eine persönliche Verbindung zur Organisation, da er selbst in einem SOS-Kinderdorf aufgewachsen ist. Diese einzigartige Perspektive ermöglicht es ihm, die Bedürfnisse und Herausforderungen der betreuten Kinder und Jugendlichen aus erster Hand zu verstehen.
Der Aufsichtsrat besteht aus einer Vielzahl von Experten, die unterschiedliche Fachgebiete abdecken. Univ.-Prof.in Dr.in Brigitte Lueger-Schuster, eine renommierte Psychologin, bringt ihre Expertise in Psychotraumatologie ein, während Hofrat Dr. Norbert Gerstberger seine Erfahrungen als Jugend- und Strafrichter zur Verfügung stellt. Maria Wienerroither, MBA, und Mag. Martin Zernig ergänzen das Team mit fundierten Kenntnissen in der Kinder- und Jugendhilfe sowie betriebswirtschaftlicher Kompetenz.
Die Geschichte von SOS-Kinderdorf ist tief in der österreichischen Gesellschaft verwurzelt. Seit seiner Gründung im Jahr 1949 durch Hermann Gmeiner hat sich die Organisation zu einem der größten privaten Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Österreich entwickelt. Die Struktur der Organisation hat sich im Laufe der Jahre kontinuierlich weiterentwickelt, um den sich ändernden sozialen und pädagogischen Anforderungen gerecht zu werden. Die aktuelle Neubesetzung des Aufsichtsrats spiegelt die Notwendigkeit wider, sich ständig weiterzuentwickeln und den Herausforderungen der heutigen Zeit gerecht zu werden.
Im Vergleich zu anderen Ländern wie Deutschland und der Schweiz hat Österreich mit SOS-Kinderdorf eine einzigartige Institution geschaffen, die international anerkannt ist. Während in Deutschland und der Schweiz ähnliche Organisationen existieren, zeichnet sich SOS-Kinderdorf durch seine umfassende Betreuung und die Integration von ehemaligen Betreuten in Führungspositionen aus. Diese Praxis ermöglicht es der Organisation, aus den Erfahrungen der Vergangenheit zu lernen und die Betreuung kontinuierlich zu verbessern.
Die Neuausrichtung des Aufsichtsrats hat direkte Auswirkungen auf die betreuten Kinder und Jugendlichen sowie auf die gesamte Gesellschaft. Durch die Einbindung von Experten aus unterschiedlichen Bereichen wird sichergestellt, dass die Bedürfnisse der Kinder umfassend berücksichtigt werden. Die neue Verantwortungskultur zielt darauf ab, die Qualität der Betreuung zu verbessern und die Transparenz der Organisation zu erhöhen, was letztlich das Vertrauen der Öffentlichkeit stärkt.
SOS-Kinderdorf betreut derzeit rund 1.800 Kinder und Jugendliche in Österreich. Mehr als 75 % der betreuten Kinder leben in Wohngruppen oder im betreuten Wohnen, während nur etwa 10 % in SOS-Kinderdorf-Familien untergebracht sind. Die Organisation beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und finanziert sich zu etwa 75 % aus öffentlichen Mitteln. Diese Zahlen verdeutlichen die enorme gesellschaftliche Bedeutung von SOS-Kinderdorf und unterstreichen die Notwendigkeit einer effektiven Aufsicht und Kontrolle.
Der neue Aufsichtsrat steht vor der Herausforderung, die Empfehlungen der unabhängigen Reformkommission unter der Leitung von Dr.in Irmgard Griss umzusetzen. Diese Empfehlungen zielen darauf ab, die Strukturen der Organisation zu stärken und sicherzustellen, dass hohe Standards im Kinderschutz dauerhaft eingehalten werden. Die kommenden Jahre werden entscheidend dafür sein, wie SOS-Kinderdorf diese Herausforderungen meistert und welche Rolle die Organisation in der österreichischen Gesellschaft spielen wird.
Die Neubesetzung des Aufsichtsrats bei SOS-Kinderdorf Österreich markiert den Beginn einer neuen Ära der Verantwortung und Transparenz. Die vielfältigen Erfahrungen und Perspektiven der neuen Mitglieder bieten die Chance, die Organisation nachhaltig zu stärken und den Kinderschutz zu verbessern. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie erfolgreich diese Maßnahmen umgesetzt werden und welchen Einfluss sie auf die betreuten Kinder und Jugendlichen haben werden.