Österreich steht vor einer entscheidenden Phase: Am 3. Februar 2026 haben das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) und die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) das Programm „NextGen4Austria“ vorgestellt. Dieses zielt darauf ab, die Übergabe von Unternehmen erfolgreich zu ges
Österreich steht vor einer entscheidenden Phase: Am 3. Februar 2026 haben das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) und die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) das Programm „NextGen4Austria“ vorgestellt. Dieses zielt darauf ab, die Übergabe von Unternehmen erfolgreich zu gestalten und den Wirtschaftsstandort zu sichern. Mit einem innovativen Ansatz wird ein Weiterbildungs- und Coachingprogramm geboten, das potenzielle Nachfolger auf ihre neue Rolle vorbereitet.
Fast jedes vierte Arbeitgeberunternehmen in Österreich steht vor einer Betriebsübergabe. Eine erfolgreiche Übergabe entscheidet darüber, ob Arbeitsplätze gesichert und die regionale Wertschöpfung erhalten bleibt. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer betont die Tragweite: „Mit dem Programm wollen wir in die nächste Generation investieren und beim erfolgreichen Schritt zur Selbstständigkeit unterstützen.“
Der Begriff Betriebsübergabe beschreibt den Prozess, bei dem ein Unternehmen von einem Eigentümer auf einen neuen Besitzer übergeht. Dies kann innerhalb der Familie, an einen Mitarbeiter oder an einen externen Käufer erfolgen. Eine erfolgreiche Übergabe erfordert Planung, rechtliche und finanzielle Vorbereitung sowie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Die Betriebsübergabe ist ein seit langem bestehender Prozess, der sich in den letzten Jahrzehnten erheblich verändert hat. In der Vergangenheit wurden Unternehmen oft innerhalb der Familie weitergegeben. Heute sehen wir jedoch eine zunehmende Diversifizierung der Nachfolgestrukturen. Externe Übernahmen und Management-Buy-Ins sind häufiger geworden, was neue Herausforderungen mit sich bringt, insbesondere in Bezug auf die Finanzierung und die strategische Ausrichtung des Unternehmens.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz hat Österreich einen ähnlichen Ansatz, wobei die Bedeutung der Betriebsübergabe als strategische Frage für den Wirtschaftsstandort anerkannt wird. In Deutschland gibt es Programme wie das „Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen“, das ebenfalls auf Weiterbildung und Coaching setzt. Die Schweiz fördert den Wissenstransfer durch Netzwerke und Plattformen, die Nachfolger unterstützen.
Das Programm „NextGen4Austria“ hat direkte Auswirkungen auf viele Bürger. Beispielsweise könnte ein langjähriger Mitarbeiter eines kleinen Familienbetriebs, der das Unternehmen übernehmen möchte, von der praxisnahen Ausbildung profitieren. Durch die Schulung in nachhaltigen Geschäftsmodellen und Digitalisierung wird er besser vorbereitet sein, den Betrieb erfolgreich in die Zukunft zu führen.
Bis 2034 stehen in Österreich über 50.000 Betriebe zur Übergabe an. Diese Zahl verdeutlicht die Dringlichkeit und den Umfang der Herausforderung. Die Sicherung dieser Übergaben ist von entscheidender Bedeutung, um die Wettbewerbsfähigkeit und die regionale Wertschöpfung zu erhalten.
Staatssekretärin Zehetner hebt hervor, dass eine Betriebsübergabe weit mehr als eine formale Entscheidung ist. Sie eröffnet neue Perspektiven für Unternehmen und Beschäftigte und entscheidet darüber, wie wirtschaftlich stark die Regionen in Zukunft sind.
Das Programm „NextGen4Austria“ wird als Vorreiter bei erfolgreichen Betriebsübergaben angesehen. Es schafft die notwendigen Strukturen für eine nachhaltige unternehmerische Zukunft. Die Kombination aus Weiterbildung, persönlichem Wissenstransfer und Netzwerkbildung wird dazu beitragen, dass Nachfolger nicht nur vorbereitet, sondern auch motiviert sind, innovative und zukunftsorientierte Geschäftsstrategien zu entwickeln.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „NextGen4Austria“ einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der wirtschaftlichen Zukunft Österreichs leistet. Es bietet Nachfolgern die Werkzeuge, die sie benötigen, um erfolgreich zu sein. Interessierte können sich über die Teilnahmevoraussetzungen auf www.nextgen4austria.at informieren. Welche weiteren Schritte könnten unternommen werden, um den Übergabeprozess in Zukunft noch effektiver zu gestalten?