Am 17. Jänner 2026 stellt Christine Reiler in der ORF-Sendung „Bewusst gesund“ ein brisantes Thema vor: Nikotinbeutel. Diese kleinen, tabakfreien Beutel, die unauffällig unter der Lippe getragen werden, haben sich in Österreich rasant verbreitet. Sie gelten als moderner Ersatz für Zigaretten und sin
Am 17. Jänner 2026 stellt Christine Reiler in der ORF-Sendung „Bewusst gesund“ ein brisantes Thema vor: Nikotinbeutel. Diese kleinen, tabakfreien Beutel, die unauffällig unter der Lippe getragen werden, haben sich in Österreich rasant verbreitet. Sie gelten als moderner Ersatz für Zigaretten und sind besonders bei jungen Menschen beliebt. Doch bergen sie erhebliche Risiken.
Nikotinbeutel, oft als „Snus“ bezeichnet, haben ihren Ursprung in Skandinavien. Dort sind sie seit Jahrzehnten verbreitet. Anders als Zigaretten enthalten sie keinen Tabak, sondern nur reines Nikotin, das über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Diese Produkte sind in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich, was sie besonders für Jugendliche attraktiv macht. Doch die gesundheitlichen Risiken sind beträchtlich.
Die Pneumologin Dr. Robab Breyer-Kohansal warnt vor den Gefahren: Nikotin gelangt schnell ins Gehirn und kann süchtig machen. Der regelmäßige Konsum ist mit Herz-Kreislauf-Problemen, Atemwegsschäden und negativen Auswirkungen auf das Nervensystem verbunden. Trotz ihrer vermeintlichen Ungefährlichkeit sind Nikotinbeutel nicht harmlos.
In den letzten Jahren hat sich der Nikotinkonsum stark gewandelt. Klassische Zigaretten verlieren an Bedeutung, während Produkte wie E-Zigaretten, Vapes und Nikotinbeutel zunehmen. Diese Entwicklung ist nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland und der Schweiz zu beobachten. Der vermeintlich geringere Schaden dieser Produkte täuscht viele Konsumenten.
In Ländern wie Schweden, wo Snus traditionell genutzt wird, sind die Raucherquoten vergleichsweise niedrig. Doch die gesundheitlichen Auswirkungen von Nikotin sind auch dort ein Thema. In Deutschland und der Schweiz sind ähnliche Trends zu beobachten, wobei die Gesetzgebung oft strenger ist als in Österreich.
Der Anstieg des Konsums von Nikotinbeuteln hat weitreichende Auswirkungen. Besonders junge Menschen sind gefährdet, in die Sucht zu geraten. Ein Beispiel ist der 18-jährige Lukas aus Wien, der berichtet, dass viele seiner Freunde Nikotinbeutel nutzen, weil sie als cool und weniger schädlich gelten. Doch die gesundheitlichen Folgen sind oft schwerwiegend.
Laut einer Studie des Gesundheitsministeriums nutzen bereits 15% der Jugendlichen in Österreich regelmäßig Nikotinbeutel. Die Zahl der Konsumenten steigt jährlich um etwa 5%. Diese Entwicklung ist alarmierend und erfordert dringende Maßnahmen.
Experten fordern strengere Regulierungen und Aufklärungskampagnen, um die Bevölkerung über die Risiken aufzuklären. Dr. Breyer-Kohansal betont die Notwendigkeit, junge Menschen frühzeitig über die Gefahren aufzuklären, um langfristige Schäden zu verhindern.
Es wird erwartet, dass der Konsum von Nikotinbeuteln in den nächsten Jahren weiter zunimmt. Ohne entsprechende Maßnahmen könnten die gesundheitlichen Folgen dramatisch sein. Es ist entscheidend, dass Politik und Gesellschaft gemeinsam handeln, um diese Entwicklung zu stoppen.
Nikotinbeutel sind ein zweischneidiges Schwert. Sie bieten eine rauchfreie Alternative zu Zigaretten, bergen jedoch erhebliche Risiken. Es ist wichtig, dass Konsumenten über die Gefahren informiert sind und verantwortungsbewusst handeln. Weitere Informationen und Hilfestellungen finden Sie auf der Webseite des Gesundheitsministeriums.