Am 30. November 2025 öffnete das Haus 21 im Landesklinikum Mauer seine Türen für Besucherinnen und Besucher. Dieser Tag markierte den symbolischen Beginn der Aufbauarbeiten für die Niederösterreichische Landesausstellung 2026 mit dem Titel „Wenn die Welt Kopf steht – Mensch. Psyche. Gesundheit“. Die
Am 30. November 2025 öffnete das Haus 21 im Landesklinikum Mauer seine Türen für Besucherinnen und Besucher. Dieser Tag markierte den symbolischen Beginn der Aufbauarbeiten für die Niederösterreichische Landesausstellung 2026 mit dem Titel „Wenn die Welt Kopf steht – Mensch. Psyche. Gesundheit“. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Adventmarktes statt, der eine besondere Verbindung zwischen Tradition und moderner Gesundheitsversorgung herstellt.
Das Landesklinikum Mauer ist nicht nur ein medizinisches Zentrum, sondern auch ein Ort mit tief verwurzelter Geschichte. Seit über 120 Jahren steht es im Dienst der psychischen Gesundheit. Die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte die besondere Verantwortung, die mit der Pflege dieses Jugendstil-Ensembles einhergeht. Dieses Areal erzählt Geschichten von Heilung und Unterstützung, aber auch von den dunklen Zeiten des NS-Regimes, als viele Menschen hier litten und starben. Eine geplante Gedenkstätte wird an diese Zeiten erinnern und die Erinnerungskultur „Nie wieder“ stärken.
Die bevorstehende Landesausstellung wird das Thema psychische Gesundheit in den Mittelpunkt stellen. Mikl-Leitner unterstrich die Wichtigkeit, offen über psychische Erkrankungen zu sprechen und die Akzeptanz in der Gesellschaft zu erhöhen. Die Ausstellung soll dazu beitragen, Menschen mit psychischen Erkrankungen nicht im Abseits zu lassen, sondern ihnen einen Platz in der Mitte der Gesellschaft zu geben.
Die Landesausstellung wird nicht nur Mauer, sondern die gesamte Region in den Fokus rücken. Mit Unterstützung von 31 Gemeinden soll sie als „Trägerrakete“ für die positive Entwicklung der Region dienen. Landesrat Anton Kasser lobte die mutige Entscheidung, die Ausstellung in einem arbeitenden Klinikum durchzuführen, um die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen zu verringern.
Besucher können bei geführten Rundgängen mehr über die Sanierung und die zukünftige Nutzung des Hauses 21 erfahren. Die Ausstellung wird auf einer Fläche von 1.000 Quadratmetern etwa 350 bis 400 Objekte präsentieren, darunter Exponate aus internationalen Museen. Armin Laussegger, der wissenschaftliche Leiter, betonte die Bedeutung der Vermittlungsarbeit, die Familienführungen und Workshops für Schulen umfasst.
Im Vorfeld der Schlüsselübergabe wurde der Adventmarkt eröffnet, der für Nähe, Wärme und Begegnung steht. Mikl-Leitner hob die Bedeutung von Traditionen hervor, die Orientierung und Wurzeln geben. Der Adventmarkt bietet handgefertigte Produkte, die von Patientinnen und Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohnern mit viel Liebe hergestellt wurden.
Die Landesausstellung 2026 verspricht, ein bedeutender Impuls für die Region zu werden. Mit einem spannenden Thema, einem einzigartigen Ort und der Unterstützung der gesamten Region sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Veranstaltung gegeben. Die Ausstellung wird nicht nur die Vergangenheit beleuchten, sondern auch die aktuelle und zukünftige Bedeutung der psychischen Gesundheit thematisieren.
Die Landesausstellung im Landesklinikum Mauer ist ein Leuchtturmprojekt, das weit über die Grenzen Niederösterreichs hinausstrahlen wird. Es ist ein Beispiel dafür, wie Geschichte, Gesundheit und Gemeinschaft miteinander verwoben werden können, um positive Veränderungen in der Gesellschaft zu bewirken.