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Oberösterreich hinkt bei Kinderbetreuung hinterher: Nur 6,7% haben VIF-konformen Platz

26. März 2026 um 10:19
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Während andere Bundesländer ihre Kinderbetreuung massiv ausbauen, kämpft Oberösterreich weiterhin mit gravierenden Lücken. Besonders dramatisch zeigt sich die Situation bei den Allerkleinsten: Nur ...

Während andere Bundesländer ihre Kinderbetreuung massiv ausbauen, kämpft Oberösterreich weiterhin mit gravierenden Lücken. Besonders dramatisch zeigt sich die Situation bei den Allerkleinsten: Derzeit gibt es für nur knapp ein Viertel der Kinder unter drei Jahren einen Platz in einer Krabbelstube, während es im Österreich-Durchschnitt rund 35 Prozent sind. Im Bereich vollzeittauglicher Plätze liegt Oberösterreich im Bundesländervergleich an letzter Stelle: Für nur 6,7 Prozent der Unter-Dreijährigen gibt es einen Krabbelstubenplatz, der den Qualitätskriterien zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf (VIF) entspricht.

Massive Betreuungslücke bei den Kleinsten

Die Zahlen zeigen eine deutliche Diskrepanz zwischen dem Anteil der unter Dreijährigen mit Krabbelstubenplatz in Österreich und in Oberösterreich. Während österreichweit rund 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren einen Krabbelstuben-Platz haben, sind es in Oberösterreich nur knapp 25 Prozent. Bei den vollzeittauglichen, VIF-konformen Plätzen liegt die Quote für Unter-Dreijährige in Oberösterreich bei 6,7 Prozent.

Bundesländervergleich offenbart Unterschiede

Auch bei den Kindern im Kindergartenalter zwischen drei und sechs Jahren reiht sich Oberösterreich im Bundesländervergleich unter den Schlusslichtern ein: Hier gibt es nur für rund 39 Prozent der Kinder in Oberösterreich einen VIF-konformen Platz. Österreich hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2033 für 40 Prozent der Kinder im Pflichtschulalter einen Platz in einer ganztägigen Schule oder einem Hort bereitzustellen. In Oberösterreich liegt diese Quote derzeit bei rund 29 Prozent und damit unter dem bundesweiten Wert.

Ganztagsschulen: Auch hier besteht Nachholbedarf

Im Schulbereich besteht Bedarf an qualitätsvollen Betreuungsplätzen. In der aktuellen Schulkosten-Umfrage der Arbeiterkammer Oberösterreich sprechen sich rund acht von zehn Eltern für den Ausbau von Nachmittagsbetreuung aus, sechs von zehn für mehr ganztägige Schulformen und neun von zehn für eine stärkere schulische Lernunterstützung und -förderung.

Politische Forderungen der Arbeiterkammer Oberösterreich

„Wir brauchen qualitativ hochwertige Kinderbildung und -betreuung sowie Ganztagsangebote für alle Kinder. Oberösterreich darf hier nicht zurückbleiben und braucht eine langfristige Strategie, die Gemeinden beim Ausbau von qualitätsvoller und ganztägiger Bildung und Betreuung unterstützt“, sagt AK-Präsident Andreas Stangl.

  • Eine kostenlose und hochwertige institutionelle Kinderbildung und -betreuung für alle Kinder ab dem zweiten Lebensjahr bis zum Ende der 8. Schulstufe
  • Die sofortige Abschaffung der Nachmittagsgebühr für Krabbelstuben, Kindergärten und Horte
  • Einen massiven Ausbau der vollzeittauglichen Kinderbildungs- und -betreuungsplätze mit flexiblen Öffnungszeiten, die auch Randzeiten abdecken
  • Ein flächendeckendes, gebührenfreies Angebot an qualitätsvollen Ganztagsschulen sowie einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer verschränkten Ganztagsschule
  • Die Gemeinden müssen beim Ausbau von qualitätsvoller und ganztägiger Kinderbildung und -betreuung seitens des Landes Oberösterreich unterstützt werden

Hier finden Sie ein Foto mit Mag.a Dr.in Laura Kepplinger, Bildungsexpertin der AK, und AK-Präsident Andreas Stangl sowie eine ausführliche Presseunterlage zum Download.

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