Die Weihnachtszeit, eine Periode, die oft mit Freude und Gemeinschaft assoziiert wird, kann für viele Menschen auch eine Zeit der Einsamkeit sein. Am 31. Dezember 2025 erhielt Österreich internationale Anerkennung für seine Bemühungen, diesem Gefühl der Isolation entgegenzuwirken. Die OECD hat die P
Die Weihnachtszeit, eine Periode, die oft mit Freude und Gemeinschaft assoziiert wird, kann für viele Menschen auch eine Zeit der Einsamkeit sein. Am 31. Dezember 2025 erhielt Österreich internationale Anerkennung für seine Bemühungen, diesem Gefühl der Isolation entgegenzuwirken. Die OECD hat die Plattform gegen Einsamkeit der Social City Wien als herausragendes Beispiel für den Umgang mit sozialer Isolation hervorgehoben. Diese Anerkennung ist ein bedeutender Schritt für Österreich, das sich als Vorreiter im Kampf gegen Einsamkeit positioniert.
Die Plattform gegen Einsamkeit wurde als Reaktion auf die zunehmende Einsamkeit in der Gesellschaft ins Leben gerufen. Einsamkeit wird von der WHO als globales Gesundheitsproblem anerkannt, das jährlich über 871.000 Todesfälle mit sozialer Isolation in Verbindung bringt. In Österreich betrifft dieses Problem jeden sechsten Menschen, was die Dringlichkeit der Thematik unterstreicht.
Einsamkeit: Einsamkeit ist das subjektive Gefühl der Isolation und des Mangels an sozialen Kontakten. Es kann sowohl psychische als auch physische Gesundheitsprobleme verursachen.
OECD: Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist eine internationale Organisation, die sich mit der Förderung von Wirtschaftsfortschritt und Handel befasst.
WHO: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine spezialisierte Agentur der Vereinten Nationen, die sich mit der internationalen öffentlichen Gesundheit befasst.
Historisch gesehen war Einsamkeit lange Zeit ein Tabuthema. Erst in den letzten Jahrzehnten haben Wissenschaftler und Politiker begonnen, die weitreichenden Auswirkungen sozialer Isolation zu erkennen. In Österreich wurde das Thema besonders während der COVID-19-Pandemie relevant, als soziale Kontakte stark eingeschränkt waren. Die Plattform gegen Einsamkeit entstand aus der Notwendigkeit, dieser Herausforderung systematisch zu begegnen.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz hat Österreich mit der Plattform gegen Einsamkeit ein einzigartiges Modell geschaffen. Während Deutschland ebenfalls Initiativen zur Bekämpfung von Einsamkeit gestartet hat, wie das „Netzwerk gegen Einsamkeit“, und die Schweiz auf regionale Projekte setzt, bietet Österreich eine zentrale Anlaufstelle, die nationale und internationale Anerkennung findet.
Die Plattform gegen Einsamkeit hat bereits zahlreiche positive Auswirkungen auf die österreichische Bevölkerung. Durch niederschwellige Unterstützungsangebote und die Förderung sozialer Teilhabe werden Menschen ermutigt, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Ein Beispiel ist die Schaffung sicherer Begegnungsräume, in denen Menschen Kontakte knüpfen können. Solche Maßnahmen helfen nicht nur, die Einsamkeit zu reduzieren, sondern stärken auch das soziale Gefüge der Gesellschaft.
Laut einer Studie der WHO sind Menschen, die unter Einsamkeit leiden, um 26% wahrscheinlicher von vorzeitigem Tod betroffen. In Österreich zeigt eine Umfrage, dass 20% der Bevölkerung gelegentlich oder häufig unter Einsamkeit leiden. Die Plattform gegen Einsamkeit hat in den letzten zwei Jahren über 10.000 Menschen erreicht und unterstützt.
Ao. Prof.in Dr.in Karin Gutiérrez-Lobos, eine der Initiatorinnen der Plattform, betont die Wichtigkeit der Enttabuisierung von Einsamkeit. Sie sieht in der Plattform einen wichtigen Schritt zur frühzeitigen Unterstützung Betroffener. Die Zukunftsperspektiven sind vielversprechend: Durch die kontinuierliche Erweiterung der Angebote und die stärkere Vernetzung mit internationalen Organisationen soll die Plattform weiter wachsen und noch mehr Menschen erreichen.
Österreich hat mit der Plattform gegen Einsamkeit einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung sozialer Isolation geleistet. Die Anerkennung durch die OECD unterstreicht die Relevanz und Wirksamkeit der Maßnahmen. In Zukunft gilt es, die Angebote weiter auszubauen und die gesellschaftliche Wahrnehmung von Einsamkeit zu verändern. Interessierte finden weitere Informationen und aktuelle Angebote auf der Webseite der Plattform.